Doppeltitel für Struff und Hanfmann bei Boss Open in Stuttgart

Doppeltitel für Struff und Hanfmann bei Boss Open in Stuttgart 1024 1280 Michael Hölter

STUTTGART – Krönender Abschluss für Jan-Lennard Struff bei den Boss Open in Stuttgart. Der Warsteiner Tennisprofi holte beim ATP 250-Turnier an der Seite von Landsmann Yannick Hanfmann den Doppeltitel.

Vier Tage nach seinem Einzel-Aus in der zweiten Runde gegen den Weltranglisten-Elften Alexander Bublik (6:7, 6:3, 2:6) stand Struff nach einer erfolgreichen Doppel-Woche mit Hanfmann im Endspiel auf der Rasen-Anlage des TC Weissenhof.

Dabei profitierte das deutsche Duo im Viertelfinale vom Nichtantreten des Doppels Lehecka/Moutet und sicherte sich im Halbfinale einen hauchdünnen Sieg im Match-Tie-Break gegen Kirkov/Miedler 6:4, 3:6, 11:9.

Ähnlich eng sollte auch das Endspiel um den Titel verlaufen. Gegen das erstmals zusammen antretende Doppel Daniil Glinka (Estland) und Stefanos Sakellaridis (Griechenland) entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch, der vor allem durch starke Aufschlagspiele geprägt sein sollte.

So musste im ersten Satz der Tie-Break entscheiden, nachdem alle vier Spieler ihre Aufschlagspiele souverän durchbringen konnten. Hier holten die Deutschen über ein zwischenzeitliches 4:0 nach 39 Minuten mit 7:2 im Tie-Break den ersten Durchgang.

Anschließend nutzten Glinka/Sakellaridis die einzige Breakmöglichkeit in der ganzen Begegnung, um nach 65 Minuten mit einem 3:6 aus Sicht der MItteleuropäer den Satzausgleich zu holen.

Somit musste der Match-Tie-Break entscheiden, der auf ATP- und Challenger-Ebene anstatt eines dritten Durchgangs gespielt wird.  

Hier entwickelte sich ein Hin und Her: Auf zwei Mini-Breaks von Struff und Hanfmann hatten Glinka und Sakellaridis zwei Mal eine Antwort parat. Als sich die Deutschen ein weiteres Mini-Break holten und nach 77 Minuten die ersten Matchbälle beim Stand von 9:7 hatten, bäumten sich die Kontrahenten noch einmal auf, ehe sich Struff und Hanfmann erneut einen Matchball erarbeiteten und letztlich mit 11:9 triumphierten.

“Unglaubliche Woche”

Jan-Lennard Struff

Für Hanfmann und Struff, die beide aktuell nicht in der Doppel-Weltrangliste aufgeführt sind, da sie in den vergangenen 52 Wochen keine Doppel-Turniere gespielt hatten, bedeutet der Turniersieg jeweils 250 Weltranglistenpunkte und der Sprung von 0 auf Platz 279 in der Doppel-Weltrangliste.

Struff erklärte im On-Court-Interview nach der Partie: „Das war eine unglaubliche Woche und ein super Match heute. Yannick und ich hatten vorher zwei Mal zusammen Doppel gespielt und es hat wieder richtig Spaß gemacht. Glückwunsch auch an unsere Gegner, die richtig gut gespielt haben, zu dieser starken Woche. […] Ich komme immer richtig gerne zum Turnier nach Stuttgart und fühle mich bei den Bedingungen immer heimisch.“

Doch nicht alles, was Gold ist, glänzt: Für Struff bedeutete der Einzug ins Doppel-Endspiel von Stuttgart, dass er nicht in der Einzel-Quali bei seinem Heimturnier in Halle antreten konnte und dementsprechend nicht in der Einzel-Konkurrenz dabei sein kann.

Im Doppel erhält Struff aber eine Wildcard an der Seite seines mit ihm erfolgreichen Doppelpartners Yannick Hanfmann, wird er zumindest hier an den Start gehen können.

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