6:4, 2:6, 6:2, 3:6,1:6 – Frühes AusOpen-Aus

6:4, 2:6, 6:2, 3:6,1:6 – Frühes AusOpen-Aus 2037 2048 Michael Hölter

MELBOURNE – Während der deutsche Winter mit Minusgraden und Polarlichtern auf sich aufmerksam macht, steht auf der anderen Seite der Weltkugel der Hochsommer an. Mit 24 Grad und strahlendem Sonnenschein auch beim ersten Grand Slam-Turnier des Jahres, den Australian Open in Melbourne. Den Warsteiner Tennisprofi Jan-Lennard Struff hat es in Down Under dennoch kalt erwischt, unterlag der 35-Jährige dem Tschechen Vit Kopriva in fünf Sätzen 6:4, 2:6, 6:2, 3:6,1:6.

Bei seiner insgesamt zwölften Hauptfeld-Teilnahme an den Australian Open musste der Deutsche damit seine zehnte Erstrunden-Niederlage hinnehmen, scheint das im Volksmund als „Happy Slam“ bezeichnete Turnier weiterhin als nicht glücksbringend für den Mitteleuropäer zu gelten.

Bei der Partie legte Struff ab dem Start um 7:56 Uhr deutscher Zeit, 17:56 Uhr Ortszeit, zuerst einen guten Start hin, sicherte sich nach 41 Minuten mit 6:4 den ersten Satz bei teils extremen Windbedingungen und war auf dem besten Wege, an das letzte Aufeinandertreffen mit Kopriva anzuknüpfen. Im November des vergangenen Jahres bezwang der Warsteiner, aktuell die Nummer 86 der Welt, den Tschechen auf dem Weg zum Turniersieg in Lyon mit 6:1, 6:2.

Doch der Weltranglisten-101. schlug im jüngsten Aufeinandertreffen zurück, sicherte sich die Breaks zum 1:3 und 2:6, um nach 86 gespielten Minuten in Sätzen zu egalisieren – 6:4, 2:6.

Die Antwort des Sauerländers lies aufhorchen, konterte er den deutlichen Satzverlust mit dem 6:2-Satzgewinn nach zwei erzielten Breaks und war nur noch einen Satzgewinn vom dritten Einzug in die zweite Runde bei den Australian Open entfernt. Dabei war in diesem Durchgang die Linienrichter-Technoogie zwischenzeitlich ausgefallen, musste die Schiedsrichterin diesen Part, wie bis vor einigen Jahren vor Einführung der Technologie üblich, übernehmen.

Doch der in Bílovec geborene Tscheche fand auf dem engen Court 7 der Anlage zurück ins Match. Das von Struff erspielte Break zum 2:1 konterte er prompt mit einem Re-Break, ehe er Struff auch das Aufschlagspiel zum 3:5 abnahm und kurz darauf den Satzausgleich erzielte – 3:6.

So mussten beide Akteure am fortgeschrittenen Abend im entscheidenden fünften Durchgang den Platz um das Ticket für die zweite Runde ausspielen.

Hier war der 28-jährige Tscheche der tonangebende Mann, brachte Kopriva seine Aufschläge souverän durch, gab in diesem Durchgang nur einen Punkt bei eigenem Aufschlag ab. Struff hatte dagegen deutlich mit seinem Service zu kämpfen, musste sich deutlich geschlagen geben und nach 3:08 Stunden seinem Gegenüber zum Weiterkommen gratulieren.

Für die Teilnahme an der ersten Runde kassiert der 35-jährige Deutsche immerhin umgerechnet zirka 86.000 Euro.

Jan-Lennard Struff – Vit Kopriva 6:4, 2:6, 6:2, 3:6, 1:6. (188 Minuten)
1. Satz: 1:0, 2:0, 2:1, 3:1, 3:2, 4:2, 4:3, 5:3, 5:4, 6:4. (41 Minuten)
2. Satz: 0:1, 1:1, 1:2, 1:3, 1:4, 2:4, 2:5, 2:6. (45 Minuten)
3. Satz: 0:1, 1:1, 2:1, 3:1, 3:2, 4:2, 5:2, 6:2. (40 Minuten)
4. Satz: 0:1, 1:1, 2:1, 2:2, 2:3, 3:3, 3:4, 3:5, 3:6. (32 Minuten)
5. Satz: 0:1, 0:2, 1:2, 1:3, 1:4, 1:5, 1:6. (30 Minuten)

WordPress Cookie Plugin by Real Cookie Banner