LYON – Wichtiger Turniersieg für Jan-Lennard Struff beim ATP Challenger im südost-französischen Lyon. Der Warsteiner Tennisprofi konnte am Samstagnachmittag mit dem 6:4, 6:4 im Endspiel der All In Open Auvergne Rhône-Alpes gegen den Briten Liam Broady seinen insgesamt siebten Titel auf Challenger-Ebene feiern und gleichzeitig die Hauptfeld-Teilnahme an den Australian Open 2026 sichern. Fotos: All In Open Auvergne Rhône-Alpes
Zu Beginn der Woche war Jan-Lennard Struff als Nummer 100 der Weltrangliste in die für ihn letzte Turnierwoche gestartet. Viele Kontrahenten in dieser Ranking-Region traten im Jahresendspurt noch an, um sich unter die Top 100 zu kämpfen. Die Marke gilt als Richtwert, um ins Hauptfeld des ersten Grand Slam-Turnier des Jahres zu kommen, die Australian Open in Melbourne.
“In der ersten Runde Glück gehabt”
Struff nach dem Turnier in Lyon.
Dem Druck schien der Sauerländer gewachsen zu sein, lieferte er richtig gut, aber teils auch hart umkämpfte Matches ab. Das 6:7, 7:6, 6:4 zum Auftakt gegen den Kasachen Beibit Zhukayev war dabei wohl die intensivste Begegnung der Woche, kämpfte sich der Sauerländer jedoch eindrucksvoll nach 134 Minuten in die zweite Runde.

Hier konnte er den Esten Mark Lajal mit 6:4, 6:2 ähnlich souverän bezwingen wie im Viertelfinale den Tschechen Vit Kopriva mit 6:1, 6:2.
Eine deutlich engere Partie sollte dann das Halbfinale gegen den französischen Lokalmatadoren Dan Added darstellen, in das der Deutsche mit 1:6 denkbar schlecht startete. Doch dann holte er mit 7:6 (7:5) den Satzausgleich im Tie-Break und sicherte sich nach 94 Minuten mit 1:6, 7:6, 6:2 den erstmaligen Einzug ins Finale des Challenger-Turniers in der französischen Großstadt.
Hier legte der Deutsche gegen Liam Broady aus Großbritannien eine fokussierte und geradlinige Performance hin und war auf das Match gesehen der bessere Spieler. Broady hatte zwar auch Antworten auf den Aufschlag Struffs, doch wie auch schon im ersten Aufeinandertreffen der beiden im April 2021 (6:4, 6:2) ließ Struff keinen Satzverlust zu. Im ersten Durchgang sicherte er sich nach zwei abgewehrten Breakchancen das Aufschlagspiel seines Kontrahenten zum 3:2 und verteidigte diesen Vorsprung zum Satzgewinn nach 35 Minuten – 6:4.
Im zweiten Durchgang war es erneut Struff, dem das erste Break zum 2:1 gelang, doch der Brite konterte umgehend zum 2:2, ehe der Deutsche ein weiteres Aufschlagspiel abnehmen konnte und sich die Führung nicht mehr aus der Hand nehmen ließ. Das 6:4, 6:4 nach 68 Minuten bedeutete den siebten Turniersieg des Warsteiners bei einem Challenger-Turnier.

Jan-Lennard Struff bilanzierte: „Die Konstellation war in dieser Woche mit Blick auf das Ranking zum Jahresende eine spezielle für mich, aber ich bin happy, dass ich mich durchgebissen habe. Es war insgesamt eine sehr intensive Woche. In der ersten Runde habe ich Glück gehabt, da bin ich fast raus. Danach habe ich aber sehr gut gespielt. Jetzt freue ich mich auf den Davis Cup.“
Bei den All In Open Auvergne Rhône-Alpes strich Struff neben 75 Weltranglistenpunkten ein Preisgeld von 12.980 Euro ein. Zur neuen Woche wird der Deutsche in der Weltrangliste auf Platz 84 geführt.Am Sonntag nach dem Finalereiste Struff um kurz vor 12 Uhr mit dem Flugzeug nach Bologna, wo in dieser Woche die Davis Cup Finals stattfinden werden. Struff und Deutschland treffen am Donnerstag im Viertelfinale auf Argentinien.
ATP Challener in Lyon, Finale:
Jan-Lennard Struff – Liam Broady: 6:4, 6:4 .(68 Minuten)
1. Satz: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2, 4:2, 4:3, 5:3, 5:4, 6:4. (35 Minuten)
2. Satz: 0:1, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 4:2, 4:3, 5:3, 5:4, 6:4. (33 Minuten)






