Denkwürdiger Auftakt ins neue Jahr

Denkwürdiger Auftakt ins neue Jahr 2303 1536 Michael Hölter

HONG KONG/MELBOURNE – Ein Jahresstart mit kaum zu vergleichenden Ergebnissen: Jan-Lennard Struff hat 2024 sportlich mit vier außergewöhnlichen Matches begonnen und einen unterm Strich ordentlichen Start hingelegt.

In der ostasiatischen Sonderverwaltungszone Hong Kong begann der 33-Jährige aus Warstein die neue Saison und musste hier zum Start gegen den einstigen US Open-Sieger Marin Cilic antreten. Das Duell ging vor allem in die Geschichtsbücher ein, weil Struff satte neun Matchbälle abwehrte (Video unten im Text eingebunden), ehe er nach 3:06 Stunden mit 3:6, 7:6, 7:6 gewann.

Ähnlich dramatisch ging es auch in der zweiten Runde des ATP 250-Turniers zu, in der der Deutsche gegen den Österreicher Sebastian Ofner antrat und knapp mit 7:6, 6:7, 6:7 unterlag. Nach den beiden Matches über die volle Distanz entschied sich Struff die eigentlich geplante Turnier-Teilnahme in Auckland abzusagen und sich intensiv auf die Australian Open in Melbourne vorzubereiten, die ebenfalls mit erinnerungswürdigen Duellen aufwarteten. (Text folgt unten)

Im Erstrunden-Aufeinandertreffen stand der Australier Rinky Hijikata dem Deutschen gegenüber und es sollte sich eine langwierige Auseinandersetzung abzeichnen. Satte 3:50 Stunden duellierten sich beide Akteure auf Court 3 der Anlage, wurde vor allem der Lokalmatador von seinen Landsleuten frenetisch angefeuert, konnte aber auch Struff auf Support setzen. Am Ende sicherte sich der Warsteiner das Weiterkommen mit einem 3:6, 6:3, 6:2, 6:7, 7:6 (10:8) im Match-Tie-Break.

Und mit den drei bisherigen 2024-Matches über die volle Distanz sollte noch nicht genug sein. Denn gegen den Serben Miomir Kecmanovic sollte ein ähnlich knapper Schlagabtausch in der zweiten Runde folgen. 3:21 Stunden standen nach der Partie auf Court 7 auf der Anzeigetafel, war die Begegnung ähnlich dramatisch wie das Duell zum Australian Open-Auftakt. Nachdem gegen Hijikata jedoch Nuancen zugunsten des Deutschen entschieden hatten, war es gegen Balkan-Profi Kecmanovic andersherum. 4:6, 6:1, 6:7, 6:1, 6:7 (9:11) hieß es im erneuten Match-Tie-Break.

“Wir hätten es beide verdient gehabt, weiterzukommen”, analysierte Struff bei Eurosport nach der Partie und führte aus: “Das ist bitter, aber das ist Tennis.”

Für Struff ging es nach der Zeit in Down Under vorerst zur Familie in die Heimat, ehe er sich dort auf die weiteren Aufgaben der nächsten Wochen vorbereitet.

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