6:3, 3:6, 6:7 – Hauchdünnes Hamburg-Aus

6:3, 3:6, 6:7 – Hauchdünnes Hamburg-Aus 1080 1080 Michael Hölter

HAMBURG – Umkämpfter Fight am Hamburger Rothenbaum: Jan-Lennard Struff schlug zum Hauptrunden-Beginn am Montagabend vor heimischer Kulisse bei den Hamburg European Open in der Hansestadt auf und traf in der ersten Runde des ATP-500-Turnier auf den Russen Karen Khachanov.

Im insgesamt vierten Duell auf ATP-Ebene ging der Russe, einst die Nummer 8 der Welt, momentan auf Rang 26 geführt, favorisiert in die Partie. Dennoch wusste Struff, der sich nach seiner zweieinhalbmonatigen Fußverletzung derzeit zurück in die Top-100 kämpfen will und aktuell auf Platz 122 geführt wird, dass bislang alle ATP-Duelle mit dem 26-jährigen Russen auf Augenhöhe verliefen.

Zuletzt trafen die beiden an selber Stelle, dem Center Court der Hamburg European Open, im Jahr 2020 aufeinander. Damals hatte der Russe den längeren Atem, unterlag Struff nach hart umkämpften 2:35 Stunden mit 6:7, 6:4, 5:7.Und auch in der diesjährigen Erstrunden-Partie sollte es ähnlich spannend verlaufen.

Lieferte sich mit Karen Khachanov ein hochklassiges Duell: Jan-Lennard Struff in Hamburg.

Dabei war es im ersten Durchgang Struff, der das erste Break zum 3:1 lieferte, was Khachanov umgehend konterte. Doch der Deutsche nahm dem Osteuropäer kurz darauf einen weiteren Aufschlag zum 5:2 ab und brachte diesen Vorsprung zur Satzführung mit 6:3 durch.

Im zweiten Durchgang auf dem Center Court war es jedoch die Nummer 26 der Welt, die mit einem Break zum 2:4 den entscheidenden Vorteil erspielte und letztlich auch durchbrachte – 3:6.

Somit musste im dritten Satz die Entscheidung gefunden werden und dieser sollte eine Achterbahnfahrt der Gefühle werden: Der Russe sicherte sich direkt den Struff-Aufschlag zum 0:1, war zu Beginn des Entscheidungssatzes der reifere Spieler, der deutlich weniger Fehler produzierte. Khachanov verteidigte diesen Vorsprung, ehe der Sauerländer per Re-Break zum 4:4 egalisieren konnte. Mit 6:5 führend boten sich dem Warsteiner nach 126 Minuten sogar zwei Matchbälle, die der Russe allerdings abwehren konnte.

Damit musste die Entscheidung letztendlich im Tie-Break gefunden werden, in dem den Struff schlecht startete. Das kassierte Mini-Break zu Beginn holte Struff zwar direkt auf, doch in der Folge leistete sich Khachanov keine Fehler und sicherte sich die Entscheidung durch das 2:7 im Tie-Break.

Struff fasste nach der Partie zusammen: “Die Duelle mit Karen sind immer enge und intensive Matches. Es war insgesamt ein gutes Match, aber ich bin sehr traurig, dass ich es am Ende verloren habe.“

Für den Warsteiner, der am Mittwoch noch im Doppel an der Seite von Landsmann Daniel Altmaier gegen das niederländische Duo Arends/Pel antreten wird, geht es nach Hamburg zum Challenger nach Zug in der Schweiz, bevor er „aller Voraussicht nach“ noch mal eine Woche Turnier-Pause einlegt, ehe es dann ab dem 8. August beim Challenger in Meerbusch weitergehen wird.

Kennen sich durch viele Matches in den vergangenen Jahren: Karen Khachanov und Jan-Lennard Struff nach dem Matchball.
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