3:6, 3:6, 1:6 – Endstation Djokovic

3:6, 3:6, 1:6 – Endstation Djokovic 970 953 Michael Hölter

NEW YORK – Überraschung verpasst: Jan-Lennard Struff ist in der dritten Runde der US Open gegen den aktuellen Weltranglisten-Ersten und 17-fachen Grand-Slam-Champion Novak Djokovic ausgeschieden. Der 30-jährige Warsteiner unterlag in der Nacht zu Samstag in 103 Spielminuten mit 3:6, 3:6, 1:6.

Dabei lieferten sich die beiden Akteure ab 1.15 Uhr deutscher Zeit im eigentlich 22.547 Zuschauer fassenden, aber Pandemie bedingt ohne Fans besetzten Arthur Ashe Stadium einen umkämpften Auftakt. Allein das fehlende Raunen und Klatschen der Zuschauer im größten Tennis-Stadion der Welt schwächte die Wirkung einiger hervorragender Ballwechsel ab.

Struff, der neun Tage zuvor bereits im Viertelfinale des Cincinnati-Masters auf den 33-Jährigen getroffen war und dort 3:6, 1:6 unterlag, präsentierte sich beim zweiten US-Open-Drittrunden-Auftritt seiner Karriere mutig, ging oftmals hohes Risiko und erspielte sich zum Start direkt die erste Breakmöglichkeit. Doch diese sollte ebenso wie drei weitere Chancen durch den Sauerländer ungenutzt gelassen bleiben.

Struff: „Alles gegeben, alles versucht.“

Der auf der Gegenseite agierende Serbe zeigte sich im Gesamt-Auftritt fehlerfreier, profitierte von seinen herausragenden Return-Qualitäten und sicherte sich im ersten Durchgang das Break zum 3:5, das nach 38 Minuten die Satzführung zur Folge hatte.

In der Folge erwiesen sich einige Ballwechsel als durchaus bemerkenswerte Höhepunkte, doch nennenswert gefährlich konnte der Deutsche der Nummer Eins der Welt nicht mehr werden.

In den folgenden beiden Sätzen nahm der „Djoker“ dem 28 Plätze hinter ihm positionieren Warsteiner jeweils zwei Aufschläge ab, um nach 103 Minuten mit 6:3, 6:3, 6:1 den Einzug ins Achtelfinale einzutüten.

Für den Deutschen war es nach den French Open 2019 und den Australian Open zu Beginn dieses Jahres das dritte Aus gegen Djokovic bei einem Grand Slam.

Djokovic: „Geschafft, seinen Aufschlag zu lesen“

Nach dem Match meinte der wie nach jeder Niederlage enttäuschte Struff: „Ich habe wirklich alles gegeben, habe wirklich alles versucht, aber am Ende war Novak einfach zu stark. Trotzdem blicke ich auf eine gute Woche mit guten Matches zurück.“

Djokovic, der durch den Erfolg seine Match-Bilanz in diesem Jahr auf 26:0 ausbaute, erklärte im anschließenden On-Court-Interview: „Das war heute eine sehr gute Leistung von mir. Ich habe es geschafft, seinen Aufschlag zu lesen und im ersten Satz das nötige Break zu holen. Momentan fühle ich mich sehr gut, habe Vertrauen in mein Spiel und das nehme ich in jede Partie mit.“

Neben dem Aus im Einzel musste Struff auch im Doppel an der Seite von Nicolas Mahut die Segel streichen, unterlag die deutsch-französische Kombination zum Auftakt gegen das Duo Demoliner/Middelkoop 7:6, 6:7, 3:6.

US Open: 3. Runde
Jan-Lennard Struff (GER) – Novak Djokovic (SRB) 6:2, 6:2, 6:4 (103 Minuten)
1. Satz: 
0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 2:3, 3:3, 3:4, 3:5, 3:6 (38 Minuten);
2. Satz: 
0:1, 0:2, 1:2, 1:3, 2:3, 2:4, 3:4, 3:5, 3:6 (34 Minuten);
3. Satz:
 0:1, 1:1, 1:2, 1:3, 1:4, 1:5, 1:6 (31 Minuten).