Official Website of Jan-Lennard Struff

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3:6, 6:7, 6:7 – Knappes Zweitrunden-Aus gegen Aufschlag-Ass Isner

NEW YORK – Am späten Donnerstagabend stand Jan-Lennard Struff zum dritten Mal in seiner Karriere in der zweiten Runde der US Open in New York. Dabei zum zweiten Mal gegen den US-amerikanischen Aufschlagriesen John Isner (2,08 Meter), dem der Deutsche bereits 2014 im gleichen Turnier-Rahmen gegenübergestanden hatte.

Damals unterlag der Warsteiner der aktuellen Nummer 14 der Weltrangliste 6:7, 4:6, 2:6. Und auch bei der diesjährigen Neuauflage, die der Sauerländer mit einer 0:3-Bilanz gegen den in Dallas wohnenden Nordamerikaner antrat, war Struff auf der Suche, ein probates Mittel gegen die herausragenden Services seines Gegenübers zu finden.

Schwieriger Start ins Match

Exemplarisch dafür stehen 11.691 Asse, die der 34-jährige in seinen bisherigen zwölf Karrierejahren auf die Courts dieser Welt gebracht hat. Zum Vergleich: Struff schlug seit seinem Start auf die Profi-Tour 2009 2.125 Asse (Gezählt bei ATP- und bei Grand-Slam-Turnieren).

Doch im ersten Durchgang verzweifelte der Deutsche nicht nur an den Aufschlägen seines Gegenübers, sondern viel mehr an seinen eigenen. Nur 41 Prozent erste Aufschläge waren die Basis für zwei kassierte Breaks. Struff, der zu Beginn den Münzwurf gewonnen und sich für Rückschlag entschieden hatte, konnte zwar auch ein Break entgegenbringen, musste nach 32 Minuten aber hinnehmen, dass der Satz endete wie er anfing: mit einem Ass von Isner – 3:6.

Im zweiten Durchgang fand der Warsteiner sichtlich besser in die Partie. Beide Akteure zeigte sich souverän bei ihren Servicegames, sodass es nach 76 Minuten in den Tie-Break ging. Hier konnte sich der Deutsche zwar zwei Mini-Breaks sichern, kassierte allerdings deren drei von Isner, der die „Verlängerung“ mit 4:7 für sich entschied und die 0:2-Satzführung markierte.

Im Doppel noch mit Pütz am Start

Die Nummer 37 der Welt verabschiedete sich anschließend in eine kurze WC-Pause, um kurz darauf in die schwierige Mission zu starten, für das Weiterkommen drei Sätze in Serie gewinnen zu müssen. Neben den wirklich starken ersten Aufschlägen musste der Warsteiner auch die variantenreichen zweiten Services bewältigen. Struff blieb dran und erkämpfte sich beim Stand von 3:3 zwei Breakchancen, die allerdings beide wuchtig abgewehrt werden konnte. So ging es nach 126 gespielten Minuten erneut in den Tie-Break. Und hier konnte sich der Warsteiner abermals per Mini-Break in Führung bringen. Doch anschließend konterte sein Gegenüber, um nach 135 Minuten den ersten Matchball verbuchen zu können. Mit seinem 22. Ass, wie konnte es anders sein, entschied Isner die Begegnung zu seinen Gunsten und beendete Struffs Traum vom erneuten Erreichen der dritten Runde der US Open.

Für den Deutschen steht jetzt noch der Doppel-Wettbewerb aus, in dem er zusammen mit seinem David-Cup-Partner Tim Pütz gegen die britische Kombination Evans/Norrie antritt.

US Open, 2. Runde: Jan-Lennard Struff (GER) – John Isner (USA)
1. Satz: 0:1, 1:1, 1:2, 1:3, 1:4, 1:5, 2:5, 3:5, 3:6 (32 Minuten).
2. Satz: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 3:3, 4:3, 4:4, 5:4, 5:5, 6:5, 6:6;
Tie-Break: 1:0, 2:0, 2:1, 3:1, 3:2, 3:3, 4:3, 4:4, 4:5, 4:6 4:7 (83 Minuten).
3. Satz: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 2:3, 3:3, 3:4, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 6:6;
Tie-Break: 0:1, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 4:2, 4:3, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 5:7 (135 Minuten).