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3:6, 6:7, 6:4, 5:7 – Bitteres Aus in dritter Wimbledon-Runde

WIMBLEDON – Bitteres Aus für Jan-Lennard Struff bei den Wimbledon Championships: Der Warsteiner Tennisprofi unterlag am frühen Samstagabend dem 31-jährigen Kasachen Mikhail Kukushkin in vier Sätzen 3:6, 6:7, 6:4, 5:7. Zuvor hatte es auf dem sehr gut besuchten Court 12 der Anlage des All England Lawn Tennis and Croquet Club mehr als vier ereignisreiche Stunden mit einem tragischen Notfall gegeben.

Zwei Stunden und 15 Minuten waren im Drittrunden-Duell zwischen Jan-Lennard Struff und Mikhail Kukushkin gespielt, als die Begegnung bis auf Weiteres unterbrochen werden musste. Auf der Tribüne war eine 60-Jährige Frau kollabiert. Die Tribüne wurde geräumt, die Dame vor Ort reanimiert. An Tennis war in diesen Minuten nicht mehr zu denken. Die Partie wurde für insgesamt 73 Minuten pausiert, ehe wieder um Punkte gespielt wurde. Der betroffenen Frau, die per Krankenwagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht wurde, soll es laut „Sky“-Informationen den Umständen entsprechend besser gehen.

Auf dem Rasen hatte bis dato der Kasache eine starke Leistung gezeigt: Nicht nur seine bekannte Return-Stärke brachte Kukushkin auf den Platz, hinzu kam auch eine bessere Quote bei den ersten Aufschlägen. So kam der Weltranglisten-58. zur Satzführung mit 3:6.

Vergebene Breakchancen auf beiden Seiten

Struff steigerte sich im zweiten Durchgang, reduzierte die Zahl der unerzwungenen Fehler und erhöhte die erfolgreichen Winnerschläge. Zu Breakchancen kam er allerdings nicht, wehrte jedoch deren vier seines Gegners ab. So ging es nach 73 Minuten in den Tie-Break, in dem sich beide einen unermüdlichen Kampf auf Augenhöhe lieferten. Jedoch mit dem besseren Ende für Kukushkin, der die „Verlängerung“ mit 5:7 gewann.

Im dritten Durchgang schien der Warsteiner angekommen, sicherte er sich den Aufschlag seines Gegners zum 2:1 und verteidigte diesen Vorsprung fortgehend, um  nach 112 gespielten Minuten mit 6:3 zu verkürzen.

Dann der vierte Satz: Es steht 2:2, Struff hat seinen Gegner immer mehr im Griff, erspielt sich zwei Breakbälle. Den ersten wehrt Kukushkin ab, beim zweiten wird die Begegnung für die bereits beschriebenen 73 Minuten unterbrochen. 

Nachdem die Partie fortgesetzt wurde, blieb das gute Level weiterhin bestehen. Der Kasache verteidigt sein Aufschlagspiel und bringt es nach fünf Breakmöglichkeiten für den Deutschen durch. Auch in den folgenden Aufschlagspielen ergeben sich für beide Akteure immer wieder Chancen, die Aufschlagspiele des jeweiligen Gegenübers abzunehmen. Struff gelingt ein Break zum 4:3, Kukushkin kontert direkt per Re-Break zum 4:4. Beim Stand von 5:6 und Service Struff hat der Kasache dann seinen ersten Matchball. 3:14 sind bis dahin gespielt, Struff wehrt den Matchball genauso wie den anschließenden zweiten ab. Nach 3:18 Stunden bringt der in Astana wohnhafte Kukushkin dann aber seine dritte Chance durch und zieht ins Achtelfinale des renommierten Rasenturniers im Londoner Südwesten ein.

Struff: „Muss die gute Leistung meines Gegners anerkennen“

Nach der Begegnung erklärte Struff im Gespräch bei Sky: „Ich bin natürlich enttäuscht, wie es gelaufen ist. Die ersten beiden Sätze waren spielerisch und von der Qualität nicht gut von mir. Schade, dass ich das Break im vierten Satz nicht verteidigen konnte, den fünften Satz hätte ich gerne gespielt. Ich glaube, dass ich dann gute Chancen gehabt hätte. Ich hatte Probleme mit dem Platz, der ganz anders war als die Courts, die ich zuvor gespielt habe. Aber die Voraussetzungen hatten wir beide. Mikhail hat es mir ansonsten aber auch brutal schwer gemacht. Er hat kaum Fehler in seinem Spiel gehabt. Es ärgert mich natürlich, dass ich das Match verloren zu haben, aber ich nehme auch Positives mit. Ich habe zwei gute Matches gespielt und habe auch in der dritten Runde alles gegeben. Aber leider hat es nicht gereicht und ich muss die gute Leistung meines Gegners anerkennen.“

Wimbledon, dritte Runde:
Jan-Lennard Struff (GER) – Mikhail Kukushkin (KZA)
1. Satz:
 0:1, 1:1, 1:2, 1:3, 1:4, 2:4, 2:5, 3:5, 3:6 (30 Minuten);
2. Satz: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 3:3, 4:3, 4:4, 5:4, 5:5, 6:5, 6:6 (73 Minuten);
Tie-Break: 1:0, 1:1, 2:1, 3:1, 3:2, 4:2, 4:3, 4:4, 5:4, 5:5, 5:6, 5:7 (80 Minuten).
3. Satz: 0:1, 1:1, 2:1, 3:1, 3:2, 4:2, 4:3, 5:3, 5:4, 6:4 (112 Minuten).
4. Satz: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 2:3, 3:3, 4:3, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 5:7 (198 Minuten).

Die Match-Statistiken im Überblick.