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3:6, 6:3, 4:6 – Knappes Halle-Aus gegen Top-Ten-Akteur Khachanov

HALLE (WESTFALEN) – 103 Minuten lang duellierte sich Jan-Lennard Struff und der Weltranglisten-Neunte Karen Khachanov aus Russland in ihrem dritten Aufeinandertreffen auf Augenhöhe. Am Ende war es der Russe, der mit einem losgelösten Schrei nach erfolgreicher Matchball-Verwertung die Siegerfäuste ballte.

„Ich wusste nach meinem gestrigen Sieg, dass ich mich noch mal steigern muss“, berichtete Struff hinsichtlich seiner ersten zweiten Runde in Halle. Dabei stellte sich der Deutsche einem starken Returnspieler, der jede kleinste Schwäche umgehend ausnutzte. Insgesamt fünf Breakchancen erspielte sich Khachonov, eine nutzte er durch einen Rückhand-Unforced-Error des Westfalen zum 2:4. Nach 29 Minuten tütete der Russe dann den ersten Durchgang mit 3:6 ein.

Drittes Aufeinandertreffen auf Augenhöhe

Starker Support auf dem Center Court: Gut 9000 Zuschauer verfolgten die Partie.

Struff lauerte aber weiterhin auf seine Chancen und bekam 3:2 in Führung liegend die Möglichkeit seinem Gegner den Service abzunehmen. Per Vorhand-Cross-Winner packte Struff die Gelegenheit beim Schopfe und ging mit 4:2 in Führung. Daraus resultierte nach 63 Minuten der Satzausgleich mit 6:3.

Nach Struffs Break hatte die Turnierleitung entschieden, das Dach zu schließen – zum Leidwesen der rund 9000 Zuschauer, die mittlerweile den Center Court der Anlage säumten.

Das Niveau nahm aber nicht ab, fighteten beide Akteure um ihr Möglichkeiten. Beim Stand von 5:4 war es dann Khachanov, der die Chance auf sein zweites Break bekam, die gleichzeitig ein Matchball war. Dabei profitierte der in Moskau geborene Rechtshänder von einem Netzroller zu Beginn des Aufschlagspiels sowie einem Doppelfehler des Deutschen beim Stand von 30:30. Den entscheidenden Punkt holte sich der Russe dann in einem umkämpften Ballwechsel gegen den ans Netz vorgerückten Warsteiner.

„Die Enttäuschung überwiegt natürlich“

Damit stand nach 103 Minuten das 3:6, 6:3: 4:6 auf der Anzeigetafel. Struffs Bilanz nach dem Match: „Am Ende tut die Niederlage natürlich weh. Aber ich bin mit der Leistung und dem Match zufrieden. Die Enttäuschung überwiegt natürlich. Das ist schwierig zu beschreiben. Es ist brutal, wenn man alles reinwirft ins Match und man am Ende verliert. Aber es gibt beim Tennis nur einen Sieger und kein Unentschieden. Auf der Leistung kann ich für Wimbledon natürlich aufbauen.“

Für die zweite Runde streicht der Deutsche 45 Weltranglistenpunkte ein. Am Donnerstag geht es im Doppel aber noch an der Seite von Ben McLachlan um Zählbares. Auf der Gegenseite werden dann mit Tim Pütz und Dustin Brown zwei bekannte Gesichter stehen.

Photocredits: Michael Hölter