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3:6, 2:6, 2:6 – Djokovic zu stark für Struff

PARIS – Das erstmalige Erreichen der zweiten Woche eines Grand-Slam-Turniers im Einzelwettbewerb fand am Montagnachmittag für den Warsteiner Jan-Lennard Struff ein jähes Ende. Beim Turnier von Roland Garros unterlag der Deutsche dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic im Achtelfinale mit 3:6, 2:6, 2:6 glatt in drei Sätzen.

Dabei scheiterte der Sauerländer auf dem Court Philippe-Chatrier in erster Linie nicht an seinem Spiel, sondern viel mehr an der herausragenden Klasse des 15-fachen Grand-Slam-Siegers auf der anderen Seite. Vor allem im ersten Satz zeigte Struff im zweiten Aufeinandertreffen mit dem „Djoker“ eine hohe Qualität und stellte seinen Kontrahenten mehrfach vor Herausforderungen.

Guter Auftakt gegen 15-maligen Grand-Slam-Sieger

„Wir kommen aus dem Grinsen gar nicht mehr raus“, erklärten die beiden Eurosport-Experten und -Kommentatoren Matthias Stach und Boris Becker im Verlauf des ersten Satzes und führten aus: „Man merkt gar nicht, dass hier die Nummer 45 der Welt gegen die Nummer Eins spielt. Das ist von beiden ein enorm hohes Niveau.“

Bis zum Stand von 3:4 aus der Sicht von Struff war es das auch. Gegen den aggressiv und zielgenau agierenden Djokovic fand der Warsteiner mit seinem druckvollen Spiel immer wieder Antworten auf die Aktionen seines Gegenübers. Doch dann war es der Serbe, der sich zwei Breakchancen erspielte und davon die erste Möglichkeit per Volley konvertierte.

So kam es nach 33 Minuten zum ersten Satzball, den der Weltranglisten-Erste zum 3:6 verwandeln konnte.

Boris Becker, die frühere Nummer Eins der Tennis-Weltrangliste und Ex-Trainer von Novak Djokovic, fasste den ersten Durchgang zusammen: „Die Qualität von Struff ist unglaublich hoch. Das habe ich so von ihm noch nicht gesehen, aber Novak hat einfach sagenhaft gespielt. Wenn Struff so weiterspielen kann, wird es noch ein spannendes Match.“

Die Prognose Beckers wurde aus deutscher Sicht erwünscht, die Realität auf dem im vergangenen Jahr neu erbauten Center Court war eine andere. Denn der Serbe konnte noch einen Gang hochfahren und nutzte jede kleinste Gelegenheit, die der Deutsche zuließ, gnadenlos aus.

Djokovic seit 24 Grand-Slam-Matches in Serie unbesiegt

So kassierte der Warsteiner zwei Breaks und lag schnell 0:4 zurück. „Djokovic spielt hier weiter wie ein Uhrwerk. Struff kann dagegen das Niveau des ersten Durchgangs nicht halten“, meinte TV-Kommentator Stach. Folgerichtig stand nach 61 Minuten das 3:6, 2:6 auf dem Tableau.

Dem Deutschen war nach seinem 262 Minuten andauernden Fünfsatz-Match am Samstag gegen Borna Coric anzumerken, dass er nicht bei 100 Prozent stand. Außerdem machte der Dauerregen dem Warsteiner sichtlich zu schaffen. „Das ist Gift für einen Serve-and-Volley-Spieler wie Struff. Die Bedingungen sind alles andere als optimal für ihn“, analysierte Becker.

Und so kam es, dass der seit 24 (!) Matches bei Grand-Slam-Turnieren ungeschlagene Novak Djokovic erneut durch sein großartiges Returnspiel zu zwei Breaks kam und nach 93 Minuten mit 3:6, 2:6, 2:6 sein 25. Serien-Sieg bei Major-Matches nachlegen konnte.

Becker/Stach: „Alles andere als enttäuschend von Struff“

Becker und Stach zogen anschließend ihr Fazit: „Die Einstellung von Jan-Lennard Struff war zu jedem Zeitpunkt top. Er hat nicht aufgegeben und einwandfrei gespielt. Das Ergebnis kann darüber hinwegtäuschen, dass Struff eigentlich gut gespielt hat. Das war alles andere als enttäuschend von ihm.“

Djokovic erklärte nach dem Duell: „Der Regen war besser für mein Spiel, es wurde matschiger. Und deswegen war es heute ein ganz anderes Match gegen einen Spieler wie Struff, als wenn wir bei 30 Grad und Sonne gespielt hätten. Ich bin mit meinem Spiel insgesamt sehr zufrieden und hoffe, dass ich das Niveau auch bei den kommenden Aufgaben halten kann.“