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7:6, 7:6, 6:7, 6:2 – Struff ringt Albot nieder und feiert Drittrunden-Einzug in Paris!

PARIS – Ein bemerkenswerter Kraftakt über 3:14 Stunden endete im erstmaligen Erreichen der dritten Runde des Turniers von Roland Garros: Jan-Lennard Struff fightete gegen den moldawischen Weltranglisten-40. Radu Albot in vier hart umkämpften Sätzen und konnte am Ende einen verdienten 7:6, 7:6, 6:7, 6:2-Erfolg einfahren, der ihn nach dem Turnier auf ein neues Karrierehoch katapultieren wird.

Doch bis es soweit war, musste der Warsteiner ein hartes Stück Arbeit verrichten. Auf Court 12 der Anlage von Roland Garros, den Meisten als French Open bekannt, entwickelte sich am Donnerstagnachmittag vom ersten Aufschlag um 15.02 Uhr an ein Duell auf Augenhöhe. Dabei war diese Augenhöhe physisch nicht gegeben, misst der Osteuropäer satte 21 Zentimeter weniger als der 1,96 Meter große Struff.

Dauerhaftes Duell auf Augenhöhe

Doch Albot, der in diesem Jahr bereits einen ATP-Turniererfolg auf seiner Habenseite hat, avancierte zum unermüdlichen Krieger und brachte, fast dauerhaft mehrere Meter hinter der Grundlinie arbeitend, unfassbar viele schwer zu ergatternde Bälle noch ins gegnerische Feld.

Struff, der wie gegen Shapovalov über seine starken Services, ein großartiges Grundlinienspiel sowie hervorragende Volleys bestach, fand einen fantastischen Start ins Match. Seine ersten drei Aufschlagspiele konnte er ohne (!) Punktverlust durchbringen. Trotzdem war es der quirlige Moldawier, der beim Stand von 4:4 zu die erste Breakmöglichkeiten der Partie kam. Diese erfolgreich konvertiert musste der Mann aus Osteuropa den starken Konnter Struffs hinnehmen, dem umgehend das Re-Break zum 5:5 gelang.

Tie-Break über Tie-Break

Im kurz darauf folgenden Tie-Break bewies der Deutsche dann abermals Nervenstärke, als er über 4:1 und 6:2 nach 46 Minuten zur Satzführung kam.

Mit dieser Satzführung im Rücken avancierte der Warsteiner auch im zweiten Satz zum vorerst besseren Akteur. Doch auf das direkt abgenommene Aufschlagspiel zur 1:0-Führung folgte 5:4 in Front liegend das Re-Break, das kurz darauf einen erneuten Tie-Break zur Folge hatte. Hier war der Mitteleuropäer abermals der bessere Akteur und sicherte sich vor dutzenden deutschen Fans durch das 7:3 die 2:0-Satzführung.

Acht Minuten Toilettenpause folgten, ehe sich die beiden Akteure im dritten Durchgang auf Court 12 der Anlage weiter wenig schenkten. Der Platz ist direkt an den benachbarten Court 13 anliegend und teilte sich damit auch am Donnerstagnachmittag die Atmosphäre. Nebenan agierte der kroatische Aufschlagriese Ivo Karlovic gegen Jordan Thompson. Eben dieser Karlovic war im vergangenen Jahr in Wimbledon Struffs Zweitrunden-Kontrahent gewesen und lieferte sich mit dem Warsteiner ein Marathon-Match über 3:55 Stunden.

Wie im vergangenen Juli stand Karlovic vor dem Aus und Struff vor dem erstmaligen Einzug in die dritte Runde des ansässigen Grand-Slam-Turniers.

Doch während der Kroate in vier Sätzen unterlag, musste der Deutsche gegen Albot noch weiter kräftig kämpfen.

Dem Muster der ersten beiden Durchgänge folgend sicherten sich beide Akteure jeweils ein Aufschlagspiel des Kontrahenten und gingen beide letztlich wieder in den Tie-Break. Nach 161 gespielten Minuten war es allerdings der Moldawier, der über das 4:7 verkürzen konnte – 7:6, 7:6, 6:7.

Sollte es ein entscheidende Wendung geben? Die Antwort lautete: nein. Struff ergatterte im vierten Durchgang die Breaks zum 1:0 und 3:0 und konnte nach 193 gespielten Minuten den mühevollen, aber verdienten Sieg gegen die Nummer 40 der Weltrangliste einfahren.

Roland Garros, zweite Runde:
Jan-Lennard Struff – Radu Albot

1. Satz: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 3:3, 4:3, 4:4, 4:5, 5:5, 6:5, 6:6;
Tie-Break: 0:1, 1:1, 2:1, 3:1, 4:1, 5:1, 5:2, 6:2, 7:2 (46 Minuten).
2. Satz: 1:0, 2:0, 2:1, 3:1, 3:2, 4:2, 4:3, 5:3, 5:4, 5:5, 5:6, 6:6;
Tie-Break: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 4:2, 5:2, 6:2, 6:3, 7:3 (108 Minuten).
3. Satz: 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 2:3, 3:3, 3:4, 4:4, 5:4, 5:5, 6:5, 6:6;
Tie-Break: 1:0, 0:2, 1:2, 1:3, 2:3, 2:4, 3:4, 3:5, 4:5, 4:6, 4:7 (161 Minuten).
4. Satz: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0, 4:1, 5:1, 5:2, 6:2 (193 Minuten).