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6:1, 4:6, 3:6, 4:6 – Auftakt-Aus gegen Ebden

MELBOURNE – Misslungener Auftakt in das Grand-Slam-Jahr für Jan-Lennard Struff: Der Warsteiner Tennisprofi unterlag am Montagabend in Melbourne in der ersten Runde der diesjährigen Australian Open gegen Matthew Ebden und verpasste damit erstmals seit August 2017 den Sprung in die zweite Runde bei einem der vier Grand Slams.

Bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius bestritten beide ab 17.17 Uhr Ortszeit das vierte Match auf dem viertgrößten Court der Anlage, der 1573 Arena. Dabei erwischte der Deutsche gegen den 31-jährigen Lokalmatador Ebden nach Problemen im ersten Aufschlagspiel einen hervorragenden Start in die Partie. Nach einem abgewehrten Breakball zu Beginn präsentierte sich der Deutsche fokussiert und effektiv. Beim Stand von 1:1 erspielte sich Struff mit einem starken Passierschlag seine erste Breakmöglichkeit, die er umgehend konvertieren konnte. Mit diesem Schwung im Rücken agierte der 28-Jährige auch im weiteren Verlauf bestens aufgelegt. Dabei funktionierte zwei Tage nach dem gewonnenen Doppel-Titel in Auckland das Volleyspiel am Netz, stellte der Sauerländer den drei Jahre älteren Kontrahenten mehrfach vor Probleme und fuhr nach 29 Minuten völlig verdient mit 6:1 den ersten Satz ein.

Doch entgegen der Wirkung, die der Australien nach seiner kurzen Auszeit mit dem Gewinn des zweiten Satzes erzielte, agierte der Deutsche auch im dritten Durchgang mit sichtlichen Problemen. Der vorherrschende Wind und ein deutlich besser werdender Gegner stellten den 28-Jährigen vor Probleme, die nach 102 gespielten Minuten im Verlust des dritten Satzes mit 3:6 gipfelten.

Nach starkem Auftakt die Linie verloren: Struffi gegen den Australier Matthew Ebden.

Ebden verabschiedete sich anschließend für wenige Augenblicke in die WC-Räumlichkeiten der Katakomben, bevor es nach vier Minuten bei zunehmendem Wind mit dem zweiten Durchgang weiterging. Hier legte Struff dank des abgenommenen Services zum 3:1 erneut den besseren Start hin, doch nach der 4:1-Führung gelang dem Warsteiner kaum noch etwas. Während sich die Ränge durch das beendete Match der australischen Zukunftshoffnung Alex de Minaur jetzt auch in der 1573 Arena füllten, sicherte sich Ebden das Re-Break und war beim Stand von 4:4 erneut zur Stelle, als er Struff einen weitern Aufschlag abnahm. Das 4:6 war nach 70 Minuten die logische Folge, bevor sich Struff für einen kurzen Moment in die Katakomben begab.

Der Warsteiner schien mit dem Rücken zur Wand zu stehen, biss sich aber durch und konnte im vierten Durchgang mit dem Break zum 4:3 neue Hoffnung schöpfen. Doch das umgehende Re-Break des 31-Jährigen sorgte dafür, dass die Zuschauer kurz darauf beim Stand von 4:5 den ersten Matchball für Ebden sahen. Der Australier profitierte dabei von einem zu lang geschlagenen Ball des Deutschen, der dadurch nach 142 gespielten Minuten mit 6:1, 4:6, 3:6, 4:6 das Erstrunden-Aus hinnehmen musste.

Struff bilanzierte kurz nach der Partie: „Ich bin unglaublich enttäuscht. Vor allem nach dem guten Start mit 6:1, 4:1. Ich habe das Turnier in Auckland noch gespürt, bin Mental einfach nicht frisch gewesen. Hinzu kam noch, dass es immer unglaublich schwer ist, gegen einen Australier vor heimischem Publikum bei den Australian Open zu spielen.“

Neben zehn Weltranglistenpunkten streicht der Warsteiner rund 53.000 australische Dollar Preisgeld ein. Außerdem hat er mit Ben McLachlan noch die Chance, im Doppel die zweite Runde zu erreichen. Die letztjährigen Halbfinalisten treffen am Mittwoch oder Donnerstag zum Auftakt auf das Duo Radu Albot und Malek Jaziri.