Official Website of Jan-Lennard Struff

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Halbfinal-Aus im Einzel, Endspiel-Einzug im Doppel

AUCKLAND – Der Warsteiner Tennisprofi Jan-Lennard Struff muss weiterhin auf sein erstes Einzel-Finale bei einem ATP-Turnier warten. Gegen den 23-jährigen Briten Cameron Norrie unterlag der 28-Jährige im Halbfinale des ASB Classic (ATP 250) mit 5:7, 6:4, 3:6. Erfolgreicher lief es kurz darauf aber immerhin im Doppel: Hier konnte der Deutsche zusammen mit seinem japanischen Partner Ben McLachlan das Endspiel erreichen und einen hart umkämpften Erfolg über das an Eins gesetzte Doppel Marach/Pavic feiern.

In der Nachmittagssonne des neuseeländischen Hochsommers ging es für Struff, nur 16 Stunden nachdem er die Courts des ASB Classic mit den siegreichen Duellen im Einzel und Doppel verlassen hatte, auf dem Center Court gegen Norrie ran, der sich zuvor gegen Paire (6:3, 6:2), Sousa (7:6, 6:4) und Fritz (7:6, 6:3) durchsetzte. Wie schon am Vortag zwischen dem Deutschen und Pablo Carreno Busta (7:6, 6:7, 7:6) entwickelte sich das insgesamt erste Duell zwischen Struff und dem Briten zu einem Match auf Augenhöhe. Beide Akteure präsentierten sich in starker Form und konnten ihre Aufschläge im ersten Satz nahezu durchgehend souverän durchbringen. Erst beim Stand von 5:6 zeigte Struff Nerven, als er zwei Break- und Satzbälle abzuwehren hatte und nach der erfolgreichen Abwehr des ersten eine Vorhand ein Stück zu weit neben das Feld platzierte.

16 Stunden nach gewonnenen Viertelfinals wieder auf dem Court

Auf den 5:7-Rückstand aus dem ersten Durchgang reagierte der Deutsche allerdings hervorragend: Zuerst wechselte der 28-Jährige sein Trikot, bevor er jetzt in Rot spielend Norrie den Aufschlag zum 1:0 abnahm und ihm das erste kassierte Break des Turniers verpasste. Doch der 23-Jährige aus London zeigte eine schnelle Antwort, als er zum 2:2 egalisierte. Brillantes Tennis und unermüdlicher Einsatz waren allerdings die Zutaten, die dem Warsteiner ein weiteres Break und den kurz darauf folgenden Satzausgleich mit 6:4 einbrachten.

Somit musste die Entscheidung im dritten Durchgang gefällt werden, in dem Norrie Struff einen Service abnehmen konnte und mit 3:0 in Führung liegend den besseren Start erwischte. Der Deutsche konnte das kassierte Break allerdings nicht mehr aufholen und musste sich nach 114 Minuten mit 5:7, 6:4, 3:6 geschlagen geben. 

Trotz der Niederlage kann sich der Deutsche über 90 Weltranglistenpunkte und das erstmalige Erreichen eines Einzel-Halbfinals seit 16 Monaten freuen. Außerdem ging es rund 90 Minuten nach der Niederlage gegen Norrie bereits mit dem Halbfinale im Doppel weiter, das Struff und McLachlan erfolgreich gestalten konnten. 

Revanche gegen Marach/Pavic geglückt

Dabei stand den beiden kein geringeres Duo als Oliver Marach und Mate Pavic gegenüber, das amtierender Australian-Open-Champion ist und dem Deutschen und seinem japanischen Partner im Semi-Finale des letztjährigen Grand Slams in Melbourne eine bittere und knappe 6:4-5:7, 6:7-Halbfinal-Niederlage zufügte. Doch ähnlich wie bei den Australian Open 2018 duellierten sich die vier Profis auch im Norden Neuseelands auf Augenhöhe. Dabei kam der europäisch-asiatischen Kombination im ersten Satz ein frühes Break zu Gute, das nach knapp 38 Minuten zur 6:4-Satzführung verwertet werden konnte.

Im zweiten Durchgang blieb es spannend, konnten der Österreicher Marach und der Kroate Pavic allerdings den Tie-Break mit 8:6 für sich entscheiden, bevor es in den entscheidenden Satz ging, der im Doppel im Champions-Tie-Break ausgespielt wird. Auch hier blieb es lange ein Duell auf einem Niveau, doch am Ende lag das Momentum auf den Seiten von Struff und McLachlan, die sich mit 11:9 durchsetzten und damit nach Tokio im Oktober 2018 erneut im Finale eines ATP-Turniers stehen. Wie damals in der japanischen Hauptstadt wird die Paarung Klaasen/Venus auf der gegnerischen Seite stehen. Und so wie das Endspiel in Tokio ist auch das Finale in Auckland etwas besonderes für Ben McLachlan, dessen Mutter Japanerin und Vater Neuseeländer ist. Ausgetragen wird das Finale ab 12 Uhr Ortszeit in Auckland.