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„Aufschläge unsere größte Stärke“: Ben McLachlan im Interview

WARSTEIN/QUEENSTOWN – Über weite Strecken der Tennissaion 2018 spielte er im Doppel an der Seite von Jan-Lennard Struff: Ben McLachlan, 26 Jahre alt, mit mütterlichen Wurzeln in Japan und väterlichen in Neuseeland. Bei den Australian Open im Januar, dem ersten Grand Slam-Turnier des Jahres, traten Struff und McLachlan erstmals gemeinsam an.

Es war der Anfang einer Erfolgsgeschichte: Sie erreichten das Halbfinale. Im Oktober in Tokio kam der erste gemeinsame Titelgewinn hinzu. In der ATP-Weltrangliste werden Struff/McLachlan als zwölftbestes Doppel geführt. Dass dieses Duo auf den Tableaus der weltweiten Tennisturniere zu finden ist, fußt auf einen Zufall. Denn eigentlich wollte Struff bei den Australian Open mit Landsmann Cedrik-Marcel Stebe antreten, suchte sich nach dessen verletzungsbedingter Absage einen neuen Partner – und fand ihn in McLachlan. Im Rahmen der Vorbereitung auf das Spieljahr 2019 in seiner neuseeländischen Heimatstadt Queenstown stand Ben im Interview Rede und Antwort.

Hey, Ben! Wie geht es dir?

McLachlan: Ich habe eine großartige Zeit zu Hause. Es ist wirklich entspannend mit der Familie und meinen Freunden in Queenstown. Ich bin das erste Mal seit Februar wieder zu Hause und genieße es. Die Vorbereitung läuft ebenfalls bestens. Zusammen mit meinem Bruder Riki, der gleichzeitig mein Trainer ist, freuen wir uns, 2019 endlich wieder zu spielen.

Auch bei den Einzelduellen von Struffi ein häufiger Tribünengast: Ben McLachlan, hier in Halle.

Wie läuft die Vorbereitung?

McLachlan: Ich habe viel Zeit im Fitnessstudio verbracht, um mich körperlich optimal auf 2019 vorzubereiten. Spielerisch haben wir viel an Volleys und Returns gearbeitet.

Ein Rückblick auf die Saison 2018: Wie würdest du die letzten zwölf Monate zusammenfassen?

McLachlan: Das Jahr war fantastisch. Ich wollte schon immer mal bei allen Grand-Slam-Turnieren spielen und mich wöchentlich auf höchstem Level auf der Profi-Tour messen. Es ist also ein großer Traum, der für mich wahr geworden ist. Es war natürlich großartig mit Jan-Lennard zu spielen, aber ich freue mich, dass sich daraus mittlerweile eine gute Freundschaft entwickelt hat.

Was schätzt du an Jan-Lennard Struff?

McLachlan: Jan-Lennard ist ein unglaublich guter Typ und toller Freund. Wir hatten in den letzten Monaten eine Menge Spaß auf und abseits des Platzes. Das macht es auch einfacher, zusammen zu spielen. Fernab der Courts ist Jan-Lennard entspannt, wenn es aber um Punkte geht, ist er ein großer Kämpfer, der immer mit positiver Energie antritt.

Du scheinst dich perfekt mit Jan zu ergänzen. Welche Stärken kommen hier zusammen?

McLachlan: Ich würde sagen, dass die Aufschläge die größte Stärke unseres Spiels sind. Wenn wir gut aufschlagen, ist es für jedes andere Doppel schwer, uns den Service abzunehmen. Jan-Lennards Stärken sind die Returns und die Grundschläge. Das macht mein Spiel am Netz deutlich einfacher.

Wie sehen die gemeinsamen Turnierpläne aus?

McLachlan: Nach Brisbane, Auckland und den Australian Open wollen wir in Europa, Dubai, Indian Wells und Miami antreten. Nachdem wir in der abgelaufenen Saison die ATP World Tour Finals in London (Tennis-Weltmeisterschaft/Anmerkung der Redaktion) hauchdünn verpasst haben, ist das unser großes Ziel. Darüber hinaus wollen wir einfach immer besser werden.

Wie feiert man Weihnachten in Neuseeland?

McLachlan: Weihnachten ist bei uns immer ganz entspannt. Wir verbringen die Zeit immer mit einem schönen Familientag und hoffentlich bei bestem Wetter.