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3:6, 5:7 – Vor Heimpublikum zu stark: Federer bezwingt Struff

BASEL – Als Roger Federer vor 20 Jahren erstmals am ATP-Turnier in seiner Heimatstadt Basel teilnahm, war Jan-Lennard Struff grade einmal acht Jahre alt und besuchte lerneifernd als Drittklässler die Grundschule in Suttrop. Dass Federer damals sein Debüt-Duell gegen Andre Agassi verlor, wird der damals schon Sport interessierte Sauerländer vielleicht nur am Rande mitbekommen haben. Dass er ziemlich genau zwei Dekaden später gegen den mittlerweile 20-fachen Grand-Slam-Sieger aus der Schweiz an gleicher Stelle in der zweiten Runde antreten würde, hatte er zum damaligen Zeitpunkt aber nicht erwartet.

Donnerstagabend traf er bereits zum vierten Mal insgesamt und zum dritten Mal in diesem Jahr auf den „Maestro, der einer der größten, wenn nicht sogar der größte Tennisspieler aller Zeiten ist. Zu Jahresbeginn unterlag der Warsteiner bei den Australian Open in drei Sätzen gegen den späteren Sieger und auch in Federers Wohnzimmer in Wimbledon war in der dritten Runde nach drei Durchgängen Schluss.

Guter Start für Struff

In der zweiten Runde musste der Westfale bei den Swiss Indoors wie bei allen anderen ATP-Turnieren üblich allerdings über zwei Gewinnsätze gehen, hatte er gegen den insgesamt 98-fachen Turniersieger aus der Alpenrepublik aber in den bisherigen Duellen noch keinen Durchgang für sich entscheiden können.

20-facher Grand-Slam-Sieger: Roger Federer bezwang Jan-Lennard Struff in Basel in zwei Sätzen 6:3, 7:5.

In der zweiten Runde des Turniers in Basel, zu dem Federer in seiner Kindheit als Balljunge mit dem Rad gefahren ist, legte der Deutsche jedoch einen guten Start hin und nutzte zu Beginn Unkonzentriertheiten seines Gegenübers aus. Beim Stand von 1:1 sicherte sich der Warsteiner den Aufschlag seines Kontrahenten und holte sich damit den ersten Vorteil der Partie. Doch dass auf der anderen Seite des Netzes kein Geringerer als Roger Federer agierte, kristallisierte sich kurz danach heraus.

Struff hatte nach einem Doppelfehler den ersten Breakball abzuwehren und musste kurz darauf den abgegebenen Aufschlag hinnehmen. Insgesamt zeigte sich jetzt deutlich, dass der Schweizer mittlerweile deutlich besser in der Partie war und vermehrt sein erfolgreiches Serve-and-Volley-Spiel durchbrachte.

Neben dieser Tatsache waren es auch einige leichte Fehler, die zuerst das Break zum 3:5 und nach 27 Minuten den Satzrückstand aus Sicht des Deutschen zur Folge hatten.

Davon zeigte sich Struff allerdings wenig beeindruckt und legte anschließend einen konzentrierten Auftritt auf Augenhöhe hin, den der diesjährige Australian-Open-Sieger erst beim Stand von 5:5 unterbrechen konnte. Der Warsteiner konnte seinen Service nicht durchbringen und musste letztlich nach einem Doppelfehler das entscheidende Break zum 5:6 hinnehmen, das Federer nach 67 Minuten mit dem Ausscheiden für den Weltranlisten-52. bestrafte.

Einzel-Quali in Paris-Bercy zum Saisonabschluss

Dennoch kann sich Jan-Lennard Struff nach seinem 7:6, 6:2-Erfolg über John Millman am Dienstag über 45 Weltranglistenpunkte und ein Preisgeld von 27.870 Euro freuen.

Für den Warsteiner geht es jetzt zum letzten Turnier der Saison in die französische Hauptstadt Paris, in der der Deutsche ab Samstag zur Masters-Qualifikation im Stadtteil Bercy antreten wird und darüber hinaus mit seinem Doppelpartner Ben McLachlan im Hauptfeld stehen wird.