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6:4, 7:5 – Turniersieg im Doppel: Starke Tokio-Woche mit Titel gekrönt!

TOKIO – Die Erfolgsgeschichte von Jan-Lennard Struff und Ben McLachlan nimmt weiter ihren Lauf! Der Warsteiner und sein japanischer Doppelpartner mit neuseeländischen Wurzeln konnten ihre perfekte Woche in der Weltstadt Tokio mit dem Turniersieg krönen. Damit knüpften sie an ihre starken letzten Monate an und halten sich sogar noch ein Hintertürchen für die zum Ende der Saison anstehende Weltmeisterschaft in London offen.

So kurios die Zusammenarbeit entstanden ist, so siegreich ist die Kombination McLachlan/Struff in dieser Tennis-Saison. Nachdem Struff die verletzungsbedingte Absage seines vorgesehenen Partners für das Doppel bei den Australian Open ereilte, schloss er sich kurzfristig mit dem noch zur Verfügung stehenden Ben McLachlan zusammen. Beide kannten sich weder persönlich, noch sportlich. McLachlans Stern in der Doppelkonkurrenz war vor genau einem Jahr mit dem überraschenden Turniersieg bei den Rakuten Open 2017 in Tokio aufgegangen.

Erster Titelgewinn: Struffi und Ben McLachlan nach dem 6:4, 7:4 im Endspiel der Rakuten Open.

Bei den Australian Open im vergangenen Januar rauschten der mittlerweile 28-jährige Deutsche und sein zwei Jahre und 15 Tage jüngerer Partner als Überraschungsteam bis ins Halbfinale. Der Beginn einer bemerkenswerten Zusammenarbeit, die über die Highlights bei den ATP-Halbfinals in Miami, Budapest und Hamburg sowie dem Wimbledon-Viertelfinale in London jetzt im Turniersieg in Tokio gipfelte.

Dabei gelang dem an Position 4 gesetzten deutsch-asiatischen Duo das Meisterstück, ohne verlorenen Satz durch die Rakuten Open zu marschieren.

Am Finaltag legten McLachlan und Struff im ersten Satz gegen das an 3 gesetzte Doppel Klaasen/Venus dank eines souveränen Auftritts bei den Services und einem selbst erzielten Break den Grundstein für die verdiente Führung mit dem 6:4-Satzgewinn. Im zweiten Durchgang mussten beide dann Nervenstärke beweisen, als sie insgesamt fünf Breakmöglichkeiten der Kontrahenten abwehrten. Zudem waren sie im entscheidenden Moment zur Stelle, als sie beim Stand von 5:5 zwei Chancen auf ein eigenes Break hatten und die zweite zum entscheidenden Vorteil konvertierten. Kurz darauf konnten der Deutsche und sein japanisch-neuseeländischer Partner dann die Arme Richtung Hallendecke recken, um nach 82 Spielminuten und einem 6:4, 7:5 den ersten gemeinsamen Titel zu bejubeln.

Chance auf WM in London lebt

Obendrein gibt es für beide je 500 Weltranglistenpunkte sowie ein zu teilendes Preisgeld von 115.650 US-Dollar. Der vielleicht aber wichtigste Nebeneffekt: Auf dem Weg zur WM in London Anfang November, bei der neben den besten acht Einzelspielern auch die besten acht Doppelpaarungen der Saison antreten werden, stehen Struff und McLachlan aktuell mit 2390 Punkten an elfter Stelle, besteht durch verletzungsbedingt mögliche Absagen in der Spitze in den kommenden vier Wochen aber noch die Möglichkeit, entscheidend vorzurücken, um die Chance zur erstmaligen Teilnahme an der WM aufleben zu lassen.

Der Start einer erfolgreichen Zusammenarbeit: Struffi und Ben McLachlan bei Australian Open im Januar.

Für den Warsteiner ist es gleichzeitig aber auch ein zu meisternder Spagat, darf er entgegen seines nur auf das Doppel spezialisierten Partners auch seine Einzelkarriere nicht vernachlässigen. In der kommenden Woche ist die Einzel-Teilnahme am Masters-Turnier in Shanghai durch den Doppeltitel in Tokio für Struff nicht möglich, da er durch das gestrige Endspiel im Land der aufgehenden Sonne nicht an der Qualifikation für die Einzelkonkurrenz in Shanghai teilnehmen konnte.

Für Struff ist dieser Spagat aber auch eine Möglichkeit, Synergien zu nutzen: “Das Doppel hilft mir unglaublich für mein Einzelspiel. Ich habe mich bei den Volleys verbessert, aber auch bei den Aufschlägen und Returnspielen eine enorme Entwicklung genommen. Die Ziele, die mein Trainer Carsten und ich uns vor der Saison gesteckt hatten, haben wir im Doppel schon früh in der Saison mehr als übertroffen.”

Das Titeldebüt und die ebenso starke Einzelwoche mit Siegen über die Topspieler Cilic und Chardy und dem daraus resultierenden Erreichen des Viertelfinals ist für den Sauerländer eine Genugtuung, die das daraus entstehende Verpassen des Einzels beim gestern gestarteten Masters an der chinesischen Ostküste mit Sicherheit etwas vergessen macht.

“Es war eine großartige Zeit in Tokio”, bilanzierte Struff und führte aus: “Fast jedes Match war ausverkauft und zum Finale waren 5.000 Zuschauer da. Das hat unglaublichen Spaß gemacht!”

Und wer weiß, wie weit die Reise des Warsteiners und seines mittlerweile guten Freundes Ben McLachlan bei den Rolex Masters in der chinesischen Millionenmetropole gehen wird? Zum Auftakt starten die beiden gegen das indisch-französische Duo Bopanna/Roger-Vasselin, bevor in einer potenziellen zweiten Runde die Wiederauflage des gestrigen Finals in Tokio möglich ist.