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5:7, 3:6 – Struff unterliegt Australier Millman am Rothenbaum

HAMBURG – Für Jan-Lennard Struff lagen Freud und Leid an den ersten beiden Turniertagen der German Open nah beieinander: Während der Warsteiner beim Turnier am Hamburger Rothenbaum zusammen mit seinem Doppel-Partner Ben McLachlan das Viertelfinale erreichen konnte, unterlag er Dienstag-Nachmittag in der ersten Runde des Einzel-Wettbewerbs dem quirligen Australier John Millman.

Dabei erlebten alle Beteiligten durchaus außergewöhnliche Bedingungen für den deutschen Norden: Während der Himmel über Hamburg am Dienstag keine Wolken bereit hielt, starteten Struff und Millman um 15.57 Uhr bei 32 Grad Celsius in ihre Begegnung, die auf Court 1 ausgetragen wurde.

Unterstützung von der Tribüne: Struffis Vater Dieter und Doppelpartner Ben McLachlan.

Für die Spieler eine hohe Herausforderung, doch mit der nahezu tropischen Hitze wussten beide Akteure umzugehen. So zeichnete sich vor einer überschaubaren Kulisse ein Duell auf Augenhöhe ab. Dabei setzte Millman die ersten Nadelstiche, als er beim Stand von 1:2 zu seinen ersten drei Breakmöglichkeiten kam. Struff agierte jedoch aufschlagsicher und konnte egalisieren, bevor er beim Stand von 2:2 und 3:3 jeweils eigene Breakbälle nicht nutzen konnte.

Millman präsentierte sich vor allem in seinem Returnspiel auffällig stark und fand im entscheidenden Moment des ersten Satzes darin seinen Schlüssel zum Erfolg. Beim Stand von 5:6 servierte Struff, um in den Tie-Break zu kommen. Doch der Australier, der als Weltranglisten-50. aktuell einen Platz vor dem Warsteiner liegt, erspielte sich zwei Satzbälle, von denen der Deutsche den ersten mit einem hervorragenden Serve-And-Volley-Spiel noch abwehren konnte. Doch beim Versuch, diese Spielweise erfolgreich zu wiederholen, kam Millman in die Rally und passierte den am Netz stehenden Warsteiner zum 5:7 nach 48 Minuten.

Jetzt schien der Sauerländer aus dem Konzept zu sein, gab er auch in seinem ersten Aufschlagspiel des zweiten Durchgangs seinen Service ab und kam dadurch ins Hintertreffen. Diesem Rückstand lief der 28-Jährige anschließend durchgehend hinterher, bis sein Kontrahent zum Matchgewinn servierte. Hier konnte der Deutsche noch mal die Chance zum Re-Break erspielen, die der Australier jedoch abwehrte, bevor er nach 93 Minuten seinen dritten Matchball zum 5:7, 3:6 aus der Sicht von Struff verwandelte.

Kurzer Austausch nach dem 93-minütigem Match: Struffi und der Australier John Millman am Netz.

Zumindest im Doppel hatte der Südwestfale mit Ben McLachlan an gleicher Stelle erfolgreicher agieren können. Gegen das österreichische Duo Dominic Thiem und Jürgen Melzer hatten sie allerdings ebenfalls schwere Kaliber auf der Gegenseite. Mit Thiem stand dort die Nummer 8 der Einzel-Weltrangliste, mit dem älteren der beiden Melzer-Brüder der ehemalige Doppel-Sieger von Wimbledon.

Doch durch zwei konzentrierte Durchgänge konnte das deutsch-japanische Duo die beiden Akteure aus der Alpenrepublik mit 7:6(5), 7:6(4) bezwingen.

Mittwoch geht es im dritten Match nach 12 Uhr gegen die an Position zwei gesetzten Dodig/Rojer um den Einzug ins Halbfinale.