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3:6, 6:7(5), 7:6(5), 7:6(5), 6:1 – Struff spektakulär: Zum Wimbledon-Auftakt 0:2-Satzrückstand gedreht!

LONDON – In seiner Karriere hatte Jan-Lennard Struff bei seinen insgesamt 19 Grand-Slam-Teilnahmen bislang fünf Matches über fünf Sätze absolvieren müssen. Dabei unterlag der Deutsche vier Mal, dagegen drehte er bei den US Open 2014 einen 0:2-Satzrückstand gegen Mikhail Kukushkin noch zum Weiterkommen. 

Im diesjährigen Auftaktmatch des renommierten Rasenklassikers im gleichnamigen Londoner Stadtteil Wimbledon legte der Deutsche erneut ein herausragendes Comeback hin und feierte nach 2013 sein zweites Weiterkommen im Südwesten der englischen Hauptstadt.

Zweiter Erfolg im Hauptfeld von Wimbledon: Struffi zieht nach dem Fünfsatz-Krimi in die zweite Runde ein.

Im insgesamt vierten Aufeinandertreffen mit dem mittlerweile 31-jährigen Argentinier Leonardo Mayer feierte der Deutsche seinen zweiten Erfolg, der zu einem seiner wichtigsten zählen könnte.

Nachdem der Südamerikaner dem Mitteleuropäer im ersten Durchgang zwei Aufschlagspiele zum 3:6 abnehmen konnte, deutete sich nach 60 Minuten bei einem Satzball für Mayer der erneute Satzverlust an, den Struff zwar abwehrte, sein Kontrahent aber nur Minuten später im Tie-Break mit 5:7 durchbrachte.

Der Warsteiner schien mit dem Rücken zur Wand zu stehen, bäumte sich aber noch mal auf und ging nach einer nicht genutzten Breakchance nach 114 Minuten in den nächsten Tie-Break. Nach frühen Mini-Breaks zum 0:2 und 2:3 drehte der Sauerländer auf und holte den entscheidenden Punkt zum 6:4, der ihm zwei Satzbälle einbrachte, von denen er den zweiten nutzte.

Jetzt war der Warsteiner zurück im Match: Er servierte im vierten Durchgang souverän durch, erspielte sich vier (ungenutzte) Breakchancen, musste aber nach fast drei Stunden Spielzeit zum bereits dritten Mal in den Tie-Break. Doch hier gelang ihm das entscheidende Mini-Break zum 3:1, das er anschließend erfolgreich verteidigte, bevor er per 7:5 in der “Verlängerung” zum Satzausgleich (3:6, 7:6, 6:7, 6:7) kam.

Auf Leonardo Mayer folgt jetzt Ivo Karlovic: Struff erwartet den Aufschlagriesen in Runde zwei.

Das Momentum hatte der Deutsche jetzt auf seiner Seite – und das zeigte sich im entscheidenden Satz deutlich: Mayer konnte nicht mehr an seine starken Aufschlagspiele zu Beginn anknüpfen und Struff wurde im Returnspiel immer besser. So kam es nach 3:29 Stunden zu drei Matchbällen für den 1,96 Meter großen Rechtshänder, der sich über seinen zweiten Erfolg in Wimbledon freuen konnte.

Neben 45 Weltranglistenpunkten blickt Struff jetzt auf das Zweitrunden-Duell mit dem 2,11 Meter großen Aufschlagriesen Ivo Karlovic aus Kroatien. Es wird das zweite Aufeinandertreffen der beiden. Das erste hatte der Warsteiner vor fünf Jahren in der Masters-Quali in Miami mit 6:3, 6:3 gewinnen können. Die Begegnung wird aller Voraussicht nach am Mittwoch stattfinden.

In der Analyse erklärte Struffi: “Es war großartig, dieses Match noch zu gewinnen. Zu Beginn habe ich nicht gut gespielt, zumindest in den ersten beiden Sätzen. Aber dann habe ich einen Weg gefunden, das Match noch zu gewinnen. Ich habe mich reingefightet und ich bin mega happy, das Match noch gewonnen zu haben.”