Official Website of Jan-Lennard Struff

Back to Homepage
6:4, 6:7, 2:6, 2:6 – Johnson bezwingt Struff in zweiter Runde

PARIS – Der Traum vom ersten Erreichen einer dritten Runde im Einzel eines Grand Slams ist ausgeträumt: Jan-Lennard Struff musste sich am Donnerstag (31.05.) in der Mittagssonne von Paris bei seiner insgesamt 19. Teilnahme an einem der vier großen Turniere nach 146 Minuten nach einem 6:4, 6:7, 2:6, 2:6 verabschieden.

Zweite Runde beim Turnier von Roland Garros: Jan-Lennard Struff auf Court 7.

Doch nachdem Struff nach seinem Erstrunden-Sieg bei den US Open im August 2014 zehn Mal in der ersten Runde ausschied, und er im Januar diesen Jahres bei den Australian Open in Melbourne wieder ein Auftaktduell im Hauptfeld gewann, nimmt der Deutsche jetzt auch wieder die 45 Weltranglisten-Punkte für die zweite Runde mit. Diese Punkte werden verpflichtend in die Summe aus den 18 besten Turnieren eingerechnet, die für Platzierung in der Weltrangliste relevant sind.

Damit hat der Sauerländer, der in den letzten Jahren immer 10 Punkte für die erste Runde als Pflichtergebnis aufgelistet hatte, jetzt schon zwei mal 45 Punkte, statt zwei mal zehn Punkte auf seinem Konto.

Am Donnerstag hätten allerdings noch weitere Zähler dazu kommen können, hatte der Mitteleuropäer gegen den US-Amerikaner einen sehr guten Start hingelegt. Der Warsteiner erspielte sich bei den ersten drei Aufschlagspielen des ebenfalls 28-Jährigen jeweils Breakchancen, konnte zwei davon erfolgreich nutzen, um mit 4:1 in Führung zu gehen. Zwar konterte der viel mit Slice agierende Johnson mit einem Re-Break, doch ein weiteres gelang nicht, sodass Struff nach 36 Minuten das 6:4 erspielte.

Emotionaler, aber stets fairer Sportsmann: Steve Johnson.

Auch im zweiten Durchgang zeigte der Südwestfale eine ansprechende Leistung, hatte er aber aber zusehends mit dem immer stärker werdenden Wind zu kämpfen. Nachdem der Deutsche wieder ein Break erzielte, egalisierte sein Kontrahent kurz darauf und erzwang letztlich nach 80 Minuten den Tie-Break. Dieser war geprägt durch Mini-Breaks, gab es bei den ersten sieben Punkten satte sechs Zähler für den jeweiligen Returnspieler, ging Struff zwischenzeitlich mit 4:1 in Führung, glich Johnson zum 4:4 aus. Und durch ein weiteres, entscheidendes Mini-Break des USA-Spielers fiel die Entscheidung mit 5:7 im Tie-Break zum Satzausgleich.

Johnson, der immer besser in die Begegnung kam, hatte jetzt das Momentum auf seiner Seite, agierte vor allem bei den anhaltend starken Windverhältnissen besser als der Deutsche und brachte sich so auf die Siegerstraße. Ihm gelangen zwei Breaks, um nach 117 Minuten mit einem 2:6 die Führung im Match zu erspielen, bevor er im vierten Satz erneut eiskalt zuschlug.

Struff konnte nicht mehr an seine bärenstarke Leistung aus dem ersten Satz anknüpfen und musste seinem letztlich überlegenem Kontrahenten nach 146 Minuten verdientermaßen zum Weiterkommen gratulieren.

Während es für Johnson am Samstag gegen den Weltranglisten-Vierten Marin Cilic weitergeht, trat Struff die Heimreise am Freitagmorgen an.

Für den Warsteiner stehen nach der Vorbereitung auf die Rasensaison in der kommenden Woche die Turniere in Stuttgart, Halle und Wimbledon an.

Gratulation nach über zweieinhalb Stunden: Struffi beglückwünscht den US-Amerikaner Johnson.