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6:1, 6:3, 6:0 – Struff glückt Donskoy-Revanche bei Turnier von Roland Garros

PARIS – Chance bekommen, Chance genutzt: Jan-Lennard Struff hat in seinem Erstrunden-Duell beim Turnier von Roland Garros (French Open) einen souveränen Auftritt hingelegt und seinen Gegner Evgeny Donskoy in nur 80 Minuten mit 6:1, 6:3, 6:0 bezwungen.

Die Chance für den Deutschen war, dass er nicht wie in den letzten beiden Jahren gegen gesetzte Weltklasse-Akteure wie Jo-Wilfired Tsonga in 2016 und Tomas Berdych 2017 antreten musste.

Für den Warsteiner war es beim einzigen Sandplatz-Grand-Slam der Saison das erste Weiterkommen seit 2014 und der insgesamt zweite Erfolg über den ebenfalls 28-jährigen Russen.

Zielstrebig in die zweite Runde: Struff am Dienstag (29.05.) auf Court 12 der Anlage von Roland Garros.

Dabei wiederholte sich für Donskoy und Struff eine Roland-Garros-Geschichte, trafen beide vor fast genau fünf Jahren bei selbigem Turnier zum Auftakt aufeinander. Struff kassierte bei seinem damaligen Grand-Slam-Debüt eine 6:7, 6:2, 6:7, 2:6-Niederlage. Ein halbes Jahrzehnt später präsentierte sich der Warsteiner aber deutlich besser aufgelegt und die von Trainer Carsten Arriens im Interview angesprochene Entwicklung spiegelte sich konkret auf Court 12 der Pariser Anlage wider.

Dabei hatten beide Akteure anhaltenden Dauerregen zu händeln, konnte der Deutsche mit den Umständen und dem feuchten Geläuf aber deutlich besser umgehen. Sein russischer Kontrahent hatte von Beginn an keinen Zugriff auf das Spiel des 1,96 Meter großen Rechtshänders, der durch seine starken Services und sein hervorragendes Returnspiel förmlich brillierte.

Im Ergebnis offenbarte sich das Ganze in einer 3:0-Führung, die der Deutsche über 4:1 und ein weiteres Break nach 20 Minuten zur hochverdienten Satzführung mit 6:1 durchbrachte.

Im zweiten Durchgang schien Donskoy phasenweise in die Begegnung zu finden, hatte er auch seinen ersten Breakball, doch der Sauerländer war in den entscheidenden Momenten zur Stelle, ließ sich durch ein verlorenes Aufschlagspiel nicht aus dem Tritt bringen und konnte durch drei erzielte Breaks den zweiten Durchgang mit 6:3 gewinnen.

Doch während Struff wie aus einem Guss spielte, regnete es kontinuierlich weiter, nahmen die Tropfen aus dem Pariser Wolkenhimmel immer mehr zu. Deshalb entschied sich Turnier Supervisor Andreas Egli die laufenden Matches zu unterbrechen und die Courts mit einer Abdeckplane vor weiterer Feuchtigkeit zu schützen.

Shake-Hands nach dem Match: Evgeny Donskoy (l.) und Jan-Lennard Struff.

Ganze 79 Minuten dauerte es, bevor Struff und Donskoy den Spielbertrieb wieder aufnehmen konnte. Doch die Pause schien den Sauerländer nicht aus dem Tritt gebracht, sondern eher noch besser gemacht zu haben: Er brillierte im dritten Durchgang mit einer fast fehlerfreien Leistung. Und mit dieser verdiente er sich nach 80 Minuten durch das 6:1, 6:3, 6:0 den ersten Matcherfolg im Hauptfeld von Roland Garros seit 2014 – und bereitete seiner Mutter Martina das schönste Geburtstagsgeschenk.

Struff bilanzierte seinen Auftritt nach dem Match: „Ich wollte ein gutes Match abliefern und aggressiv spielen. Dass es so glatt werden würde hat mich überrascht. Donskoy ist ein guter Spieler, gegen den ich zuvor in vier Spielen drei Mal verloren hattee. Ich wollte ihn heute nicht ins Spiel kommen lassen und ihn schnell unter Druck setzen. Das ist gelungen und ich bin sehr zufrieden.“