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Struff-Coach Arriens vor Roland-Garros-Auftakt: „Man wächst an seinen Gegnern“

PARIS – Als Jan-Lennard Struff vor ziemlich genau fünf Jahren in die „Stadt der Liebe“ reiste, spielte er in der Qualifikation zum renommierten Turnier von Roland Garros (French Open), bevor er durch drei siegreiche Matches erstmals das Hauptfeld bei einem Grand-Slam-Turnier erreichte.

Gegner auf Court 5 der Sandplatz-Anlage in Paris war damals der Russe Evgeny Donskoy. Und bei seinem diesjährigen, sechsten Erstrunden-Duell bei den French Open ist erneut der in Moskau lebende Akteur sein Kontrahent.

Das Struff-Draw im Überblick.

Mittlerweile sind Struff und Donskoy in den verschiedensten Turnierkategorien gegeneinander angetreten. Während der Russe die Duelle beim Challenger in Loughborough, den French Open und den olympischen Spielen in Rio für sich entscheiden konnte, war Struff im vergangenen Juli der siegreiche Akteur beim ATP-500-Turnier in Hamburg.

Parallelen gibt es in Sachen Alter und Ranking. Beide Akteure sind kürzlich 28 Jahre alt geworden, haben einen Altersunterschied von nur 14 Tagen – und auch in der Weltrangliste ist Struff auf Platz 71 liegend nur acht Ränge vor seinem heutigen Kontrahenten platziert.

Für den Warsteiner ist es insgesamt bereits die 19. Teilnahme bei einem Grand Slam. Das mit 34,5 Mio. Euro dotierte Turnier in der französischen Hauptstadt hatte in diesem Jahr wieder steigende Preisgelder, so dürfen sich die Akteure für die Teilnahme in der ersten Runde im 128 Spieler großen Hauptfeld über eine Prämie von 40.000 Euro freuen. Für Struff, der bei den diesjährigen Australian Open in Melbourne erstmals seit August 2014 ein Erstrunden-Duell gewinnen konnte, geht es heute erneut um das Erreichen der zweiten Runde.

Carsten Arriens, der seit September 2015 Trainer von „Struffi“ ist, warf im Gespräch einen Blick auf das bevorstehende Duell: „Evgeny Donskoy ist ein athletischer Spieler mit einer guten Vor- und Rückhand, der viel von hinten spielt. Er hat wenig Schwächen und ist mental stark.“

Der Trainer, der in Köln sesshaft ist, übernahm den Warsteiner damals nach der Trennung von seinen Trainern Ute Strakerjahn und Christoph Reichert. Er führte Jan-Lennard Struff nach seinem Fall aus den Top 100 zurück und erreichte im Mai 2017 mit Rang 44 ein neues Karrierehoch mit dem Sauerländer. „Es ist viel in Bewegung und es ist eine deutliche Entwicklung zu sehen. Jan reift von seinem Spiel und seiner Persönlichkeit“, freut sich Arriens, unter dem Struff seit etwas mehr als anderthalb Jahren in den Top 75 der Welt steht.

Vor allem über das Comittment des 196 Zentimeter langen Rechtshänders freut sich der Übungsleiter, so habe sich „Struffi“ während der gemeinsamen Zeit immer zum Team bekannt – „Das ist nicht selbstverständlich auf der Tour.“

Auf dieser Tour sammelte der Sauerländer in den vergangenen Jahren auch wichtige Erfahrungen. Im vergangenen Jahr traf er in den ersten drei Grand Slam Turnieren in 2017 auf gesetzte Top-Spieler. „Man wächst an seinen Gegnern und es ist gut für eine Entwicklung, wenn man gegen starke Spieler antritt“, bewertet Arriens die letztjährigen Grand-Slam-Duelle mit Dominic Thiem, Tomas Berdych und Milos Raonic als wichtige Erfahrungswerte. „Dennoch“, ergänzte der 49-Jährige gestern, „sind wir auch froh, wenn man nicht die ganz großen Brocken zugelost bekommt. Alle Spieler im Hauptfeld haben ein hohes Level, aber mit dem diesjährigen Los fallen wir nicht direkt in die Außenseiterrolle.“