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6:3, 6:4, 4:6, 6:7, 7:5 – Doppel Struff/Pütz bringt Deutschland nach Thriller in Führung!

VALENCIA – Es war ein Thriller, der seines Gleichen gesucht hat: Das deutsche Doppel Jan-Lennard Struff und Tim Pütz hat im Davis-Cup-Viertelfinale gegen das spanische Duo Marc und Feliciano Lopez einen entscheidenden Punkt zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung erzielt. In der Stierkampfarena in Valencia duellierten sich die Mitteleuropäer über 4:40 Stunden mit den Iberern und bauten am Ende ihre unglaubliche Erfolgsserie aus. Der 27-jährige Struff und sein drei Jahre älterer Partner Pütz sind wettbewerbsübergreifend ungeschlagen, können sowohl auf der Challenger-Tour, in der Bundesliga, der französischen Liga und im Davis Cup bislang eine blütenweiße Weste vorweisen.

Doch wie schon in bei ihrem Debüt in der Relegation gegen Portugal im vergangenen September oder auch beim Erstrunden-Duell vor zwei Monaten in Australien musste das deutsche Doppel über fünf Sätze agieren. Und wie bei ihren bisherigen Duellen, gingen sie mit einem 1:1-Zwischenstand nach den am Freitag gespielten Einzeln in die Partie.

Und es ging gut los für Struff und Pütz: Mit dem Break zum 3:1 legten die Deutschen den Grundstein für die Satzführung mit 6:3. Im zweiten Durchgang konnten die Spanier zwar ihren ersten Breakball erspielen, doch diesen wehrte Struff per Ass ab, bevor die Deutschen durch starkes Return-Spiel ihren Gegnern das Aufschlagspiel zum 3:2 abnahmen, das entscheidend für die kurz darauf erzielte 2:0-Satzführung war.

Die spanischen French-Open-Sieger von 2016, die im Übrigen nicht miteinander verwandt sind, profitierten in der Folge von einigen Unachtsamkeiten der Mitteleuropäer und nutzten das Break zum 5:3, um kurz darauf auf 2:1 zu verkürzen. 

Das Match in der fast ausverkauften, knapp über 10000 Zuschauer fassenden Stierkampfarena wurde spannender und spannender. Bis zum 5:5 brachten beide Paarungen ihre Services durch, bevor die Spanier zum 5:6 breaken konnten. Doch Deutschland konterte, egalisierte per Re-Break, sodass die Entscheidung im Tie-Break fallen musste. Hier konnten die Mitteleuropäer ihre zwischenzeitliche 2:0-Führung nicht nutzen und mussten durch das 4:7 im Tie-Break den Satzausgleich hinnehmen.

In knapp 15-minütigem Aufschlagspiel fünf Breakbälle abgewehrt

Von Dramatik übertroffen wurde das Match im entscheidenden Satz dann beim Stand von 3:4 für Spanien. In einem knapp 15-minütigem Aufschlagspiel mussten die Deutschen fünf Breakbälle abwehren, bevor sie kurz darauf beim Stand von 5:5 selbst die Möglichkeit hatten, einen Aufschlag abzunhemen – und diese nutzten.

Diesen Vorteil brachten Struff und Pütz letztendlich nach kräftezerrenden 280 Minuten durch und feierten mit dem 6:3, 6:4, 4:6, 6:7, 7:5 ihren dritten Erfolg im Davis-Cup-Doppel in Folge.