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6:1, 6:7, 2:6 – Troicki bezwingt Struff in Rotterdam

ROTTERDAM – Frostiger Europa-Auftakt in 2018 für Jan-Lennard Struff: Der Warsteiner unterlag nach sechs Wochen in Asien und Australien beim ATP-Turnier im niederländischen Rotterdam in drei Sätzen Viktor Troicki mit 6:1, 6:7, 2:6. Trotz eines starken Beginns in die Begegnung musste der 27-Jährige am Ende seinem serbischen Kontrahenten zum Weiterkommen gratulieren.

Dabei erlebte der Deutsche beim renommierten und stark besetzten ATP-500-Turnier, bei dem er erstmals in seiner Karriere im Hauptfeld stand, über 108 Minuten eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Beherrschte mit starken Vorhand-Winnern den ersten Durchgang: Jan-Lennard Struff.

Nachdem er im ersten Aufschlagspiel einen Breakball abwehren musste, sicherte sich der Sauerländer in den entscheidenden Momenten die Servicegames seines Gegenübers zum 3:1 und 5:1 und legte damit den Grundstein für die schnelle Satzführung nach 25 Minuten.

Das Duell, das nach einer Viersatzniederlage des Warsteiners bei den French Open 2015 zum zweiten Mal stattfand, hatte durch die Tatsache, dass beide in diesem Jahr als Doppelpaarung in Sydney das Finale erreichten, eine gewisse Brisanz. Auch in Rotterdam wollten beide im Doppel zusammen antreten, zog der Serbe nach seiner letztwöchigen Viertelfinal-Teilnahme im bulgarischen Sofia allerdings zurück.

Vor den Augen von Trainer Carsten Arriens, Physiotherapeut Uwe Liedtke, Vater Dieter und Freundin Madeleine zeigte „Struffi“ auch im zweiten Durchgang eine ordentliche Leistung, wenn auch sein Gegner zu diesem Zeitpunkt deutlich besser in die Partie fand.

Bemerkenswert war das knapp zehnminütige Spiel beim Stand von 2:3, als der Deutsche zwei Breakmöglichkeiten hochkonzentriert und stark abwehrte. In der Folge hatte allerdings keiner der beiden Spieler mehr die Möglichkeit, seinem Kontrahenten einen Aufschlag abzunehmen, sodass es nach 72 Minuten in den Tie-Break ging.

Troicki war in dem Tie-Break nicht unbedingt der bessere Spieler, dafür nutzte er einen Fehler von Struff, der beim Stand von 2:3 einen Volley nicht im gegnerischen Feld unterbringen konnte. Dieses Mini-Break war nach 78 Minuten dafür verantwortlich, dass der Serbe den Satzausgleich per 5:7 in der „Verlängerung“ erzielen konnte.

6:1, 6:7, 2:6 – Struff unterliegt Troicki in Rotterdam.

Damit musste die Entscheidung im dritten Durchgang gefällt werden, hatte sich Troicki jetzt immer besser auf das Spiel des Deutschen eingestellt, retournierte immer besser und machte kaum noch Fehler. Struff agierte zusehens häufiger mit Serve-and-Volley auf Court 1 der Hallenanlage in Rotterdam und geriert dadurch beim Stand von 2:3 ins Hintertreffen. Ein zielgenauer Lob bescherte dem Weltranglisten-67. aus Serbien das Break zum 2:4.

Dieser Rückstand schien Struff anschließend zu beeinträchtigen, konnte er auch sein folgendes Aufschlagspiel nicht durchbringen und musste nach 108 Minuten die erste Niederlage auf europäischem Boden in diesem Jahr hinnehmen.