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6:4, 5:7, 6:7 – Knappes Halbfinal-Aus für Struff und McLachlan bei Australian Open

MELBOURNE – Der Traum vom Finale der Australian Open ist ausgeträumt. Zwar legten die überraschend im Doppel-Halbfinale stehenden Jan-Lennard Struff und Ben McLachlan in der Runde der letzten vier eine bemerkenswerte Begegnung gegen die an sieben gesetzten Oliver Marach aus Österreich und Mate Pavic aus Kroatien hin, doch am Ende unterlag die deutsch-japanische Kombination knapp in drei Sätzen mit 6:4, 5:7, 6:7.

Dabei startete die Begegnung für den 27-Jährigen Deutschen und seinen zwei Jahre jüngeren Partner aus Asien gut. Bei 28 Grad und deutlich schwülerer Luft als an den vorherigen Tagen konnten McLachlan und Struff das erste Aufschlagspiel souverän durchbringen und damit einen gelungenen Start ins Match feiern. Ziel war es, gegen die gut retournierenden Kontrahenten kein schnelles Break zu bekommen. Insgesamt blieb der erste Durchgang frei von Möglichkeiten, einen Service abzunehmen, bis der Österreicher Marach beim Stand von 5:4 für das ungesetzte Doppel aufschlug.

Hier erspielten sich der deutsche und der Japaner zwei Breakbälle die gleichbedeutend mit Satzbällen waren. Die beiden packten nach 31 Minuten die erste Möglichkeit beim Schopfe und erzwungen einen Volleyfehler von Mate Pavic zur Satzführung.

Mehr Probleme bereitete der zweite Durchgang, in dem sich das in Führung liegende Duo beim ersten Aufschlagspiel gleich zwei Breakchancen stellen musste. Doch der Japaner McLachlan behielt die Nerven und brachte seinen Service durch. Insgesamt ergaben sich im zweiten Satz auf beiden Seite einige Chancen, den Service des jeweils anderen abzunehmen. Doch die einzige erfolgreiche Nutzung einer Möglichkeit hatten Marach und Pavic, als sie Struffs Auschlag breaken konnten. Mit der 5:6-Führung sicherte sich die das österreichisch-kroatische Gespann, das in diesem Jahr bereits die Turniere in Doha und Auckland gewinnen konnte, den entscheidenden Vorteil, der nach 87 Minuten zum Satzausgleich genutzt werden konnte.

Damit musste wie auch schon im Achtel- und Viertelfinale der dritte Durchgang für die Entscheidung sorgen ­– und wieder im Tie-Break.

Nachdem beide Doppel je zwei Breakchancen während des Satzes vergeben hatten, musste nach 2:18 Stunden die „Verlängerung“ den Gewinner ermitteln.

Hier gelang McLachlan und Struff das Mini-Break zum 2:1, dass die Konkurrenten allerdings kurz darauf egalisierten, bevor sie sogar noch ein weiteres nachlegten. Diesen Rückstand konnten der Deutsche und der Japaner nicht mehr aufholen wodurch nach 146 Minuten die Sieger feststanden.

Nach dem Aus bilanzierte der Warsteiner Struff: „Hätte mir vor dem Turnier jemand gesagt, dass wir das Halbfinale erreichen, hätten wir das sofort genomment. Aber wenn man so ein enges Match hat, ist es natürlich ärgerlich, so knapp zu verlieren. Vor allem weil die Chancen da waren. Aber unterm Strich sind wir absolut zufrieden. Wenn sie die Möglichkeiten bei zukünftigen Turnieren ergibt, würde ich gerne mit Ben (McLachlan) weiter Doppel spielen, aber das müssen wir erst noch besprechen.“