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2:6, 5:7 – Auf Viertelfinale von Wien folgt Qualifikation in Paris

WIEN – Nur 18 Stunden und 29 Minuten nachdem Jan-Lennard Struff beim ATP-Turnier in Wien seinen Matchball gegen den Weltranglisten-22. Albert Ramos-Vinolas verwandelt hatte, stand für den 27-Jährigen gegen Kyle Edmund aus Großbritannien bereits das nächste Match auf dem Programm.

Für den Deutschen war es am Freitagmittag (27.10.) das insgesamt erste Viertelfinale bei einem ATP-Wettbewerb der Kategorie 500 oder größer und damit auch die Chance, erstmals in seiner Karriere eine Punktausbeute von 180 Punkten bei einem Turnier einzufahren.

Kyle Edmund (Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Leo Hagen).

Doch leider machte ihm sein Gegner dabei einen Strich durch die Rechnung. Der 22-jährige Nachwuchsakteur Edmund, der in diesem Jahr einer von nur zwei Spielern war, der der aktuellen Nummer eins Rafael Nadal auf Sandplatz einen Satz abnehmen konnte, spielte nahezu das ganze Jahr in den Top 50 der Weltrangliste und hat sich in 2017 im Feld der großen etabliert.

Und auch auf dem Hartplatz des Wiener Center Courts gegen Struff zeigte der Brite, was sein Spiel so stark machte: Mit einer schnellen, flachen Vorhand, für die er oftmals auch seine Rückhand umlief, bereitete er dem Deutschen sichtliche Probleme, die sich umgehend im Break zum 0:1 widerspiegelten. Abgesehen davon konnte Struff allerdings auch nicht seine hervorragende Leistung aus dem Tags zuvor absolvierten Achtelfinale gegen Ramos-Vinolas konservieren und fand auf die Spielweise von Edmund im ersten Satz nur wenig Antworten.

Außerdem konnte der Warsteiner die Aufschlagquote aus dem jüngsten Sieg nicht erreichen, lag diese mit 48 Prozent ganze zehn Prozentpunkte unter der des vorherigen Tages.

Daraus resultierten auch das Break zum 1:4 sowie nach 21 Minuten bei 1:5 drei Satzbälle, die der Sauerländer noch abwehren konnte. Doch nach 28 Minuten konnte Edmund dann bei eigenem Service die verdiente 2:6-Führung erzielen.

Jan-Lennard Struff (Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Leo Hagen).

Bei Struff zeichnete sich fortan dagegen ab, dass sein Aufschlag besser wurde, konnten beide Akteure ihre ersten Servicegames zu null durchbringen. Doch beim Stand von 1:1 erspielte sich Edmund zwei Breakmöglichkeiten, von denen er die zweite zum erneuten Vorteil nutzte. Der Warsteiner war zwar etwas besser in der Partie angekommen, doch an das Niveau seines Kontrahenten kam er erst beim Stand von 4:5 heran, als der 22-Jährige zum Matchgewinn servierte. Hier spielten dann die Nerven des Youngsters eine große Rolle, als dieser durch den ersten Doppelfehler die erste Breakchance gegen sich hatte, die der Deutsche umgehend ausnutzen konnte.

Doch im anschließenden Aufschlagspiel gab Struff erneut seinen Aufschlag ab und konnte im darauf folgenden Servicegame des Briten keine weitere Möglichkeit auf einen Ausgleich erspielen.

Damit verließ der Warsteiner mit 90 Punkten die Bühne in der Hauptstadt Österreichs, um sich auf den Weg zum letzten Masters des Jahres in Paris zu machen. Hier hatte Struffi im vergangenen Jahr mit Stanislas Wawrinka erstmals einen Top-10-Spieler bezwungen, ab Samstag (28.10.) muss er in der französischen Hauptstadt in der Qualifikation antreten.