Official Website of Jan-Lennard Struff

Back to Homepage
2:6, 6:7 – del Potro in Stockholm zu stark für Struff

STOCKHOLM – Die Zeiger der Uhren auf dem Center Court des ATP-Turniers in der schwedischen Hauptstadt waren bereits weit fortgeschritten als der Warsteiner Jan-Lennard Struff und der Argentinier Juan-Martin del Potro um 20.47 Uhr zum letzten Zweitrunden-Match der Intrum Stockholm Open aufliefen.

Der Südamerikaner, seines Zeichens US-Open-Sieger von 2009, Vorjahres-Champion des Turniers in der skandinavischen Metropole und aktuelle Nummer 19 der Weltrangliste, hatte als an vier gesetzter Spieler in der ersten Runde ein Freilos und startete damit gegen den Deutschen in seine Mission Titelverteidigung. Struff hingegen hatte sich Tags zuvor in einem intensiven Marathon-Match gegen den Rumänen Marius Copil durchgesetzt und erst nach 2:11 Stunden mit einem 14:12 im Tie-Break das Weiterkommen erspielt. Außerdem gelang gegen Copil in diesem Jahr nach zwei Niederlagen im Februar (Rotterdam-Quali und Dubai-Hauptfeld) der erste Sieg, dessen Schwung der Warsteiner möglichst in das insgesamt zweite Aufeinandertreffen mit del Potro mitnehmen wollte.

Auf Erstrunden-Erfolg gegen Copil folgt zweites Duell mit dem „Turm von Tandil“

Doch wie schon beim ersten Duell bei den BMW Open 2016 in München konnte der durch seine 1,98 Meter Körperlänge genannte „Turm von Tandil“ dem zwei Zentimeter kleineren Warsteiner den ersten Satz deutlich abnehmen. 

Struff kam gegen den stark servierenden Kontrahenten nicht ins Returnspiel und gab gegen del Potro, der sich nach zuvor gewonnenem Münzwurf für Rückschlag entschied, seinen ersten Aufschlag ab. Außerdem konnte sich der Argentinier den Service zum 2:5 sichern, was nach 32 Minuten seine Satzführung zur Folge hatte.

Im zweiten Durchgang wurde der Deutsche dann aber sichtlich besser und fand auf das druckvolle Spiel seines Gegenübers zunehmend Antworten. Doch bei den Services gaben sich beide Akteure hüben wie drüben keine Blöße, zeigten den Zuschauern auf den noch passabel besetzten Rängen ein mittlerweile gutes Match, in dem der Sauerländer im zweiten Satz 10 Asse erzielte. Somit musste nach 84 Minuten dann der Tie-Break für die Entscheidung sorgen, in dem der Warsteiner am Netz mit dem Fehler zum Mini-Break zum 1:3 als erstes Nerven zeigte. Doch nach dem Seitenwechsel war es der Argentinier, der mit seinem insgesamt ersten Doppelfehler für ausgeglichene Verhältnisse sorgte. In der Folge waren beide Profis gleich auf, aber beim Stand von 6:6 gelang dem routinierten Südamerikaner mit einem starken Return vor die Füße des ans Netz eilenden Struff der entscheidende Vorteil, der nach 86 Minuten mit dem 2:6, 6:7 und dem Weiterkommen del Potros endete.

Auf Stockholm folgt Basel

Struff wird mit 20 Weltranglistenpunkten sowie einem Preisgeld von 10.060 Euro die Weiterreise Richtung Basel angehen, wo ab kommendem Montag ein 500er ATP-Turnier ausgetragen wird.