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3:6, 5:7 – Halbfinal-Aus gegen Bosnier Dzumhur

ST. PETERSBURG – Der fulminante Lauf von Jan-Lennard Struff bei den St. Petersburg Open hat am Samstag (23.09.) im Halbfinale ein Ende gefunden. Der 27-jährige Warsteiner unterlag nach drei herausragenden Erfolgen gegen Borna Coric (3:6, 6:2, 6:4), Thomas Fabbiano (6:1, 6:4) und Jo-Wilfried Tsonga (3:6, 6:3, 6:2) dem 25-jährigen Bosnier Damir Dzumhur mit 3:6 und 5:7.

Nach Erreichen des Halbfinals wieder unter den Top 50 der Welt: Jan-Lennard Struff.

Dabei zeigte sich, dass der Deutsche unter den Strapazen der letzten Woche zu leiden schien. Nach dem umkämpften Davis-Cup-Wochenende auf Sand schaffte der Sauerländer in der russischen Metropole erst einen reibungslosen Übergang zum ersten Hartplatzturnier seit vergangenem März. Doch an seine beeindruckenden Auftritte konnte der Warsteiner gegen den Bosnier nicht anknüpfen, war sein Kontrahent der aktivere Posten. Dzumhur, dem der Deutsche bei einer verletzungsbedingten Aufgabe des Balkanakteurs im niederländischen Alphen erst einmal gegenüber stand, hatte sich auf das Spiel des Mitteleuropäers eingestellt und legte darüber hinaus ein großartiges Returnspiel an den Tag.

Dieses war das entscheidende Mittel, das beim Stand von 3:3 nach einer starken Rally über 20 Schläge den ersten Breakball zur Folge hatte, den der 25-Jährige durch einen Vorhandfehler Struffs zur Führung konvertierte. Die zweite Möglichkeit ergab sich für Dzumhur nach 28 Minuten, die der Deutsche mit einem Doppelfehler zum 3:6-Satzrückstand beeinflusste.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel, in dem Struff umgehend drei Breakchancen bekam, von denen er die dritte zum 1:0 nutzte. Doch der Bosnier antwortete direkt, nahm den Service zum 1:1 ab und legte kurz darauf sogar das 1:3 nach. Jetzt reagierte allerdings der Deutsche und egalisierte zum 3:3, bevor anschließend alles in Reihe weiterging. Erst beim Stand von 5:6 ergaben sich für Dzumhur zwei Möglichkeiten den Aufschlag seines Kontrahenten erneut abzunehmen und damit das Match zu beenden. Und der erste Matchball hatte nach 79 Minuten Struffs Aus im Halbfinale zur Folge.

90 Weltranglistenpunkte werden den Deutschen in der kommenden Woche wieder in die Top 50 der Weltrangliste befördern. Außerdem wird er dann beim ATP im Chengdu erstmals bei der Asienreise an den Start gehen. Gegner in der ersten Runde wird dann der Usbeke Denis Istomin sein, dem er bislang erst einmal gegenüberstand.