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3:6, 6:3, 6:2 – Struff nach Sieg über Tsonga im Halbfinale von St. Petersburg

ST. PETERSBURG – Großartige Leistung von Jan-Lennard Struff bei den St. Petersburg Open! Dem 27-jährigen Warsteiner gelang gegen den Weltklasse-Akteur Jo-Wilfried Tsonga einer seiner größten Karriere-Erfolge, der für den Deutschen das zweite ATP-Halbfinale binnen fünf Wochen zur Folge hat.

Getreu dem Motto „alle Jahre wieder“ traf Struffi nach 2014, 2015 und 2016 zum vierten Mal auf den französischen Top-Spieler Tsonga. Beim ATP-Turnier im nordwestrussischen St. Petersburg, der nördlichsten Millionenstadt der Welt, gewann der Deutsche nach drei Niederlagen in den vorherigen Aufeinandertreffen gegen die französische Nummer eins.

Nach Rückstand zurückgekämpft: Struff kontert Tsonga im zweiten Satz

Zweites ATP-Halbfinale in 2017: Jan-Lennard Struff trifft am Samstag auf Damir Dzumhur.

Dabei entwickelte sich auf dem Center Court ein Duell zweier Aufschlagriesen, die vielfach mit Geschwindigkeiten über 200 km/h servierten und mit ihren wuchtigen Vorhand-Schlägen vom schnellen Belag des Hardcourt-Platzes profitierten. Außerdem wollte der Sauerländer Schlüsse aus den bisherigen Niederlagen in Marseille (2014/6:7, 5:7), Monaco (2015/4:6, 4:6) und bei den French Open in Paris (2016/3:6, 4:6, 4:6) ziehen. Gegen den in Le Mans geborenen Tsonga, aktuell 18. der ATP-Weltrangliste, versuchte der Warsteiner (ATP 54) in den teilweise langen Rallys oftmals die Rückhand seines Gegenübers anzugreifen und spielte vor allem geduldig. Dennoch schaffte sein 32-jähriger Kontrahent beim Stand von 1:2 das Break, dass ihm einen entscheidenden Vorteil brachte. Denn in einem knapp zehnminütigen Aufschlagspiel von Tsonga konnte Struff seine einzige Breakchance im ersten Durchgang nicht nutzen und kassierte nach 32 Minuten das 3:6.

Auch im zweiten Durchgang war es der Franzose, der dem Warsteiner zuerst den Aufschlag abnehmen konnte und damit das 1:2 erzielte. Doch Struff spielte eindrucksvoll weiter und blieb im Spiel. Vor allem als er kurz darauf beim Stand von 2:3 seinen zweiten Breakball nutzte und egalisierte. Anschließend ließ sich Tsonga mehrere Minuten am rechten Knie behandeln, bevor es weiter gehen konnte. Struff wehrte danach zuerst einen Breakball ab und schnappte sich in der Folge umgehend den Service zum 5:3, worauf nach 78 Minuten der Satzausgleich erfolgte.

Im dritten Satz war der Deutsche dann bessere Akteur, der seine Chancen gegen einen sichtlich angeschlagenen Gegner nutzte, indem er weiterhin die Ruhe behielt. Nach abgewehrter Breakchance holte sich Struffi die Breaks zum 3:2 und 5:2 und sicherte sich mit dem zweiten Matchball nach 108 Minuten einen seiner größten Karriere-Erfolge.

Gegner im Halbfinale wird der Bosnier Damir Dzumhur (ATP 54) sein, dem der Deutsche ab 13 Uhr deutscher Zeit gegenüberstehen wird.

Nach der Partie analysierte der Warsteiner: „Nach der Verletzung war es nicht einfach. Ich habe versucht dranzubleiben und meine Möglichkeiten zu nutzen. Jetzt wird es eine schwierige Partie gegen Dzumhur.“