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2:6, 5:7, 6:7 – Struff unterliegt Pedro Sousa im Davis Cup

LISSABON – Turbulenter erster Tag im Davis-Cup-Relegationsmatch zwischen Portugal und Deutschland. Auf der Anlage des „Clube de Ténis do Jamor“ im Lissaboner Vorort Estoril wehten neben dauerhaft starken Winden nacheinander zwei deutliche Match-Erfolge auf die Anzeigetafel. Nach dem starken Sieg von Cedrik-Marcel Stebe gegen Joao Sousa (4:6, 6:3, 6:3, 6:0) unterlag Jan-Lennard Struff gegen Pedro Sousa mit 2:6, 5:7, 6:7. Damit steht es nach dem ersten Tag im Duell gegen den Abstieg aus der Weltgruppe 1:1, bevor am Samstag (16.09.) das Doppel ausgetragen wird.

Aller Voraussicht nach auf Seiten Deutschlands mit Jan-Lennard Struff und Tim Pütz, die als Duo in den vergangenen Monaten zahlreiche gemeinsame Erfolge wie fünf gewonnene Doppel zur Meisterschaft mit dem TC BW Halle in der Bundesliga sowie den Turniersieg am vergangenen Wochenende beim Challenger im italienischen Genua feierten.

Während es für Pütz das Debüt mit dem Adler auf der Brust sein wird, ist „Struffi“ bereits erfahren. Insgesamt zum fünften Mal ist der Warsteiner bei einem Davis-Cup-Wochenende dabei und musste seine zweite Niederlage im fünften Einzel für Deutschland hinnehmen.

2:6, 5:7, 6:7: Struff unterliegt Pedro Sousa.

Gegen Pedro Sousa, der in keinem verwandtschaftlichen zu dem zuvor unterlegenen Joao Sousa steht, war der Sauerländer vor allem im ersten Satz der deutlich schwächere Spieler. Zu viele Unforced Errors (ungezwungene Fehler) und mit 42 Prozent eine zu niedrige Quote im ersten Aufschlag waren nur zwei Aspekte, die nach 28 Minuten ausschlaggebend für den mit 2:6 kassierten Satzrückstand waren. Zu honorieren war aber auch der starke Auftritt von Pedro Sousa, der nahezu fehlerfrei und angetrieben von den lautstark unterstützenden Portugiesen die Führung im ersten Aufeinandertreffen der beiden holte.

Und es war auch im zweiten Durchgang eine Mischung aus Fehlern von Struff und starken Aktionen seines Gegenübers, die nach zwei Breaks den schnellen 1:4-Rückstand zur Folge hatten. Der Warsteiner steckte allerdings nicht auf, stellte sein Spiel etwas um und konnte zuerst das Re-Break einfahren, bevor er drei Satzbälle abwehren und zum 5:5 egalisieren konnte. Allerdings schaffte es Struff anschließend nicht, den Schwung mitzunehmen. Er kam durch einen erneut abgegebenen Aufschlag wieder ins Hintertreffen und musste nach 85 Minuten den 0:2-Satzrückstand akzeptieren. 21:12 Unforced Errors standen in diesem zweiten Durchgang zu Buche und schilderten, welche Punkte den Unterschied machten. Auch wenn der Wind eine tragende Rolle spielte, war zu erkennen, dass der 27-jährige Deutsche mit seiner Körperlänge von 1,96 Metern in seinem Spiel deutlich größere Probleme mit dem witterungsbedingten Umgang hatte.

Die bessere Behandlung des Problems präsentierte dagegen zu Beginn des dritten Durchgangs erneut Sousa. Der 29-jährige Lissaboner nahm seinen Schwung weiter mit und stellte dank zweier Breaks schnell auf 0:3. Doch als der berühmte Drops bereits gelutscht zu sein schien, kam der Westfale noch einmal zurück. Wie bereits im Satz zuvor gelang ein direktes Re-Break, bevor der Portugiese bei 4:5 zum Matchgewinn servierte. Mit einer ordentlichen Portion Nervenstärke bewaffnet erspielte sich „Struffi“ Breakchancen, wehrte nach 119 Minuten einen Matchball ab und holte sich danach den 5:5-Ausgleich.

Doppel am Samstag ab 15.30 Uhr deutscher Zeit

Der Satz war jetzt wieder offen und es musste letztlich im Tie-Break die Entscheidung gefunden werden. Hier war es der Deutsche, der zwei Mini-Breaks kassierte, bevor er nach 137 Minuten die Matchbälle zwei und drei gegen sich hatte. Sousa nutzte seine dritte Möglichkeit und egalisierte nach 2:19 Stunden zum 1:1 im Relegationsmatch.

Damit steht fest, dass nach dem Doppel am Samstag erst einen Tag später die Entscheidung im Kampf um die Weltgruppe fallen wird. Das Doppel-Duell wird um 15.30 Uhr deutscher Zeit beginnen.