Official Website of Jan-Lennard Struff

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6:3, 3:6, 2:6, 6:1, 3:6 – Struff kassiert US-Open-Aus gegen Dolgopolov

NEW YORK – Der „Big Apple“ gilt als Stadt der Träume.  Mit über 20 Millionen Einwohnern ist die Stadt an der amerikanischen Ostküste die neuntgrößte auf dem Erdball und in den kommenden zehn Tag noch das zu Hause des letzten Grand-Slam-Turnier eines jeden Jahres.

Im Herzen der Stadt liegt mit dem Flushing Meadows Corona Park die Austragungsanlage der 137. US Open, bei denen mit 43,3 Millionen Euro Preisgeld für die Wettbewerbe der Damen und Herren ein neuer Rekord erstellt wurde.

In der Stadt der Träume wollte sich auch der Warsteiner Jan-Lennard Struff einen Wunsch erfüllen. Nachdem er bei den ersten drei Grand-Slam-Turnieren des Jahres immer gegen einen gesetzten Top-Spieler antreten musste und jeweils unterlag, ergab die Auslosung der Erstrunden-Duelle am vergangenen Freitag, dass der Warsteiner sich mit dem ungesetzten Ukrainer Alexandr Dolgopolov messen muss. Doch wie der deutsche Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann anschließend analysierte, sollte Struff bei seinem ersten Duell mit dem Osteuropäer ein unvorhersehbarer Kontrahent erwarten. „Ein schwieriges Los für Jan-Lennard, weil man bei Dolgopolov nie weiß, was man bekommt“,  prognostizierte Kohlmann, der dem Warsteiner aufgrund seines jüngst erreichten Halbfinals im Vorbereitungsturnier in Winston-Salem aber Chancen ausrechnete.

In Winston-Salem hatte sich der Deutsche mit vier Siegen auf dem Weg ins Halbfinale Selbstvertrauen geholt und musste sich erst dem späteren Turniersieger Roberto Bautista Agut, akuell die Nummer 13 der Welt, geschlagen geben.

Und diesen Schwung schien der Warsteiner auch in seinem Erstrunden-Duell mitnehmen zu können. Nachdem starker Dauerregen am Dienstag den Spielplan der US Open durcheinander brachte und die meisten Matches, wie auch das des Sauerländers, auf den gestrigen Mittwoch verlegt wurden, begann „Struffi“ um 11.10 Uhr Ortszeit konzentriert und gab bei seinen ersten beiden Aufschlagspielen keinen Punkt ab. Mit 2:1 in Führung liegend gelang ihm dann das erste Break,  das er in der Folge dank eines starken Aufschlagspiels verteidigen und nach 24 Minuten zum 6:3 durchbringen konnte.

„Struffi“ ließ insgesamt nur vier Punkte seines Gegners bei eigenem Aufschlag zu, hatte dann aber in der Folge Probleme in dieser Kategorie. Zudem kam der 28-jährige Ukrainer immer besser ins Match und wehrte zuerst eine Breakchance ab, bevor er selbst dem Deutschen den Aufschlag zum 1:3 abnehmen konnte. Der Sauerländer konterte in der Folge noch mal mit einem Break zum 3:4, bevor der in Kiew geborene Akteur mit einem weiteren abgenommenen Aufschlag die Vorentscheidung zum Satzausgleich mit 3:6 kassierte.

Das Duell der beiden Profis, die sich mit „Topseed“ das selbe Management teilen, wurde auf Court 16 ausgetragen, der keine TV-Kameras zur Verfügung hatte und somit den dort ansässigen Zuschauern Exklusivität gewährte.

Im dritten Satz kristallisierte sich Dolgopolov als der bessere Akteur heraus, hatte er das Momentum sowie die Breaks zum 1:2 und 2:5 zur 1:2-Satzführung auf seiner Seite. Dabei profitierte die ehemalige Nummer 13 der ATP-Weltrangliste von seinem starken Vorhand-Slice sowie vielen Vorhand-Fehlern des Warsteiners.

Dieser stand jetzt unter Druck, hatte er in New York bei seinen bisherigen drei Auftritten einmal die zweite Runde erreichen können (2014) und musste jetzt für das gleiche Ziel die beiden ausstehenden Sätze gewinnen.

Und im insgesamt vierten Durchgang kam der Deutsche noch mal aus sich heraus, konnte dank 60 Prozent erster Aufschläge sowie einem starken Return-Spiel den Satzausgleich erzielen, nachdem er zuvor die Services zum 3:1 und 5:1 abnehmen konnte.

Somit hatte der 27-Jährige, der aktuell 49. Der Weltrangliste ist, auf den Tag genau ein Jahr nach seinem US-Open-Ausscheiden gegen den US-Amerikaner Donald Young die Möglichkeit, das Weiterkommen zu erspielen. Doch Dolgopolov hatte dem ganzen etwas entgegenzusetzen, wehrte zuerst einen Breakball von Struff ab, bevor er seine erste eigene Chance zum 0:2 nutzte. Diesem Rückstand konnte der Warsteiner bis zum Ende des Satzes nur noch hinterherlaufen, bis der Ukrainer nach insgesamt 150 Spielminuten seinen zweiten Matchball verwandelte.

Struff kassiert nach der 6:3, 3:6, 2:6, 6:1, 3:6-Niederlage zwar 50.000 US-Dollar Preisgeld, musste aber seine vierte Erstrunden-Niederlage bei den vier Grand-Slam-Turnieren in diesem Jahr hinnehmen. Jetzt kann er sich noch an der Seite des Portugiesen Joao Sousa Chancen im Doppel erhoffen. Die Begegnung gegen die Australier Nick Kyrgios und Matt Reis war zu Redaktionsschluss aber noch nicht terminiert.