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6:4, 7:6 – Struff im Halbfinale von Winston-Salem!

WINSTON–SALEM – Die Erfolgsserie von Jan-Lennard Struff geht weiter! Der 27-jährige Warsteiner zeigte im Viertelfinale des US-Open-Vorbereitungsturniers in Winston-Salem eine überzeugende Leistung und steht nach dem 6:4, 7:6 über den Kroaten Borna Coric erstmals in diesem Jahr im Halbfinale eines ATP-Wettbewerbs.

In der Nacht zu Freitag, um 3.09 Uhr deutscher Zeit, schlug der Deutsche auf dem Center Court der Anlage bei seinem insgesamt dritten Viertelfinale auf ATP-Niveau in diesem Jahr auf. Über der fünftgrößten Stadt des Bundesstaates North Carolina war um 21.09 Uhr Ortszeit bereits Dunkelheit eingekehrt und das erste Aufeinandertreffen der beiden Europäer wurde unter Flutlicht vor sehr gut gefüllten Rängen ausgetragen. Coric, seines Zeichens mit 20 Jahren eines der meist gehandelten Talente in der Tenniswelt, rangierte bereits vor zwei Jahren auf Rang 33 der Weltrangliste und befindet sich momentan auf Platz 62.

Erstes Halbfinale seit knapp drei Jahren

Damit nur sechs Ränge hinter Jan-Lennard Struff, der als nächstes sein erstes ATP-Halbfinale seit September 2014 spielen wird. Damals unterlag der Deutsche in Metz dem heutigen Top-15-Spieler David Goffin. In Winston-Salem heißt der Kontrahent Roberto Bautista Agut, der als 15. der Weltrangliste an Position eins des Turniers gesetzt ist.

Zuvor lieferte der Warsteiner aber gegen Borna Coric eine herausragende Leistung. Dabei musste „Struffi“ im ganzen Match keine einzige Breakchance abwehren und knüpfte darüber hinaus in den entscheidenden Situtationen an die Leistungen der vergangenen Matches an. Gegen Norbert Gombos (7:6, 7:6), Pablo Cuevas (7:6, 7:5) und Andreas Seppi (6:3, 6:7, 7:6) hatte der Deutsche jeweils Nervenstärke beweisen müssen und polierte seine bis dahin extrem negative Tie-Break-Bilanz in 2017 von 2:12 auf 6:13 auf.

Gegen den Kroaten boten sich dem Sauerländer bei 2:1-Führung die ersten beiden Breakmöglichkeiten, die der in Zagreb geborene Youngster mit einem Ball auf die Linie und einem Ass abwehren konnte. In der Folge zeigten sich beide Akteure bei ihren Aufschlägen tadellos – bis Struff 5:4 in Führung lag. Denn nach 38 Minuten boten sich dem Warsteiner zwei Breakchancen, die gleichbedeutend mit Satzbällen waren und bei denen der Deutsche von einem Doppelfehler seines Kontrahenten zur Führung profitierte.

Im folgenden zweiten Durchgang blieb es dabei, dass beide Profis stabil in ihren Services waren und, ohne Breakchancen zuzulassen, in den Tie-Break einzogen.

Struff: „Musste um jeden Punkt kämpfen“

Hier brachte Struff seinen ersten Aufschlag durch, bevor er anschließend von einem Netzroller profitierte, der Coric ans Netz zwang, von wo aus der Kroate mit einem vermeidbaren Fehler das Mini-Break kassierte. Mit dem kleinen Vorteil im Rücken erspielte sich Struff die 4:1-Führung, die kurz darauf mit einem weiteren Mini-Break ausgebaut wurde. Damit ergaben sich nach 83 Minuten Spielzeit vier Matchbälle, von denen der erste zum Weiterkommen verwandelt wurde.

Struff sagte nach Matchende: „Borna war ein starker Gegner und ich musste um jeden einzelnen Punkt kämpfen. Jetzt bin ich sehr glücklich, das erste Mal seit langer Zeit wieder ein ATP-Halbfinale erreicht zu haben.“