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6:3, 6:7, 6:7 – Viertelfinal-Krimi bei BMW Open: Struff unterliegt Zverev

MÜNCHEN – 12:14 Asse. 0:1 Doppelfehler. Aufschläge jenseits der 200 km/h am laufenden Band: Jan-Lennard Struff und Alexander Zverev boten den Zuschauern auf dem fast ausverkauften Center Court der BMW Open sowie den etlichen Tennisfans an den TV-Bildschirmen ein unfassbar gutes Match und sorgten mit begeisternden Ballwechseln für frenetische Jubelszenen auf den Rängen.

Das dritte Aufeinandertreffen zwischen den beiden deutschen Davis-Cup-Spielern sollte es gewaltig in sich haben. Nachdem Alexander Zverev Jr., der von seinem gleichnamigen Vater trainiert wird und deshalb meistens „Sascha“ genannt wird, die beiden vorherigen Duelle ohne Satzverlust für sich entscheiden konnte, sollte sich am Münchener Aumeister ein hochklassiges Dreisatz-Match abspielen.

Laufintensives Match am Münchener Aumeister: Jan-Lennard Struff im Viertelfinale der BMW Open.

Dabei konnte „Struffi“ den ersten Nadelstich setzen, als er seinem Gegenüber das erste Aufschlagspiel abnahm und 2:0 in Führung ging. Es bot sich sogar anschließend die Chance auf ein zweites Break, das Zverev allerdings abwehren konnte. Dennoch brachte der Warsteiner seinen Vorsprung erfolgreich durchs Ziel und sicherte sich nach 31 Minuten mit 6:3 die Satzführung. Hier wurde deutlich, mit welcher Aufschlag-Gewalt beide Akteure agierten. Während der gebürtige Hamburger das achte Servicegame mit Geschwindigkeiten von 219, 218, 204, 154 und 186 km/h durchbrachte, antwortete der Sauerländer mit Aufschlägen, die 209, 155, 206, 221, 167, 218, 154 und 224 km/h schnell waren.

Ohne abgenommene Aufschläge ging es durch den zweiten Durchgang, in dem nach 73 Minuten der Tie-Break die Entscheidung bringen musste. Hier konnte der momentan beste deutsche Tennisspieler Zverev (ATP-Nr. 20) weniger Fehler produzierte und nach 73 Minuten durch das 3:7 den Satzausgleich holen.

Das Publikum honorierte die großartige Leistung beider Akteure, so gingen Sätze wie „Wahnsinns Tennis“ und „so ein hohes Niveau habe ich seit langem nicht mehr gesehen“ durch die Reihen.

Shake Hands nach einem umkämpften Fight am Aumeister: “Struffi” und “Sascha”.

Im Laufe des Matches agierten beide zunehmend mit mehr Netz- und Volleyspiel. So konnte sich Zverev beim Stand von 2:2 mit einem achtbaren Passierball das Break sichern, dass Struff jedoch umgehend und zu Null konterte. Letzten Endes musste nach 125 Minuten erneut der Tie-Break entscheiden und hier hatte „Sascha“ mit dem Mini-Break zum 0:1 den ersten Vorteil. Diesen baute der Youngster sogar zum 1:4 aus bevor Struff zwei eigene Mini-Breaks zum 5:5-Ausgleich nachlegte. Schließlich musste sich der Warsteiner nach 133 Minuten durch eine zu lang geschlagene Vorhand beim ersten Matchball seines Kontrahenten mit 6:3, 6:7, 6:7 geschlagen geben.

„Es tut mir Leid, dass Struffi verloren hat“, gestand Zverev nach Matchende. „Er hat so stark gespielt und ich hoffe, dass er mit dieser Leistung in diesem Jahr noch Turniere gewinnen kann.“

Der Warsteiner sagte: „Das war heute ein sehr gutes Niveau. Leider sind am Ende ein paar Fehler reingekommen.“