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3:6, 0:6 – Starker Schwartzman bezwingt Struff

MONACO – Sekunden nach einem seiner größten Siege hatte Jan-Lennard Struff nur ein Ziel: das Stade Louis II in Monaco. Am späten Mittwochabend traf hier Borussia Dortmund im Champions-League-Rückspiel auf den AS Monaco. Vor den Augen des Warsteiners, der zusammen mit Vater Dieter auf den Rängen saß, verpasste die Elf des BVB das Rückspiel-Wunder. Knapp drei Stunden zuvor wurde 4,4 Kilometer nördlich im „Monte-Carlo Country Club“ zwar kein Wunder vollbracht, aber es war Struff selbst, dem dank einer couragierten Leistung die Sensation gegen den Weltranglisten-Elften Grigor Dimitrov gelang.

Das 4:6, 6:3, 6:2 gegen den an acht gesetzten Bulgaren bedeutete für den Sauerländer den zweiten Erfolg gegen einen Top-15-Spieler sowie den Einzug in das zweite Achtelfinale bei einem ATP Masters in Folge. Vor knapp drei Wochen in Miami unterlag der Warsteiner dem Argentinier Federico Delbonis und musste sich auch gestern im monegassischen Stadtteil Monte Carlo einem Landsmann dessen gegenüberstellen –Diego Schwartzman. Der 24-jährige Südamerikaner befindet sich als Weltranglisten-41. aktuell auf dem Höhepunkt seiner Karriere und zeigte bereits gegen Bernard Tomic und Roberto Bautista Agut beeindruckende Zweisatz-Erfolge.

Ausgelassene Chancen im ersten Satz

Struff wollte es gegen den 1,70 Meter großen Argentinier besser machen und erspielte sich nach seinem ersten durchgebrachtem Service gleich zwei Breakbälle. Doch der quirlige Südamerikaner wehrte sich eindrucksvoll,  versuchte seinen 26 Zentimeter größeren Gegenüber nicht mit der Vorhand ins Spiel kommen zu lassen und glich zum 1:1 aus. Anschließend griff Schwartzman weit im Feld stehend die Aufschläge des Warsteiners an und kam zum ersten Break des Matches. Der 26-jährige Mitteleuropäer lies sich danach nicht beirren und erspielte sich drei weitere Breakbälle, die sein Kontrahent jedoch allesamt abwehren konnte, bevor er nach 43 Minuten mit einem weiteren eigenen Break zur Satzführung kam.

Der Deutsche zeigte im ersten Durchgang kein schlechtes Match, doch die Kaltschnäuzigkeit des Dimitrov-Duells fehlte ihm zusehends.

Ab nächster Woche in Barcelona

Schwartzman spielte in der Folge wie aus einem Guss, brachte nahezu jeden Ball ins Feld und hatte in gewissen Situationen auch das Glück auf seiner Seite. Doch nach 70 Minuten Spielzeit war klar, dass der Argentinier durch sein 6:3, 6:0 am Ende als verdienter Sieger den Platz verlies, um heute im Viertelfinale auf Rafael Nadal zu treffen.

Struff trat dagegen mit 115 Weltranglistenpunkten und der Gewissheit, in der kommenden Woche auf Rang 52 der ATP-Weltrangliste zu klettern, die Reise zum ATP 500 in Barcelona an, bei dem er ab Montag aufschlagen wird.