Official Website of Jan-Lennard Struff

Back to Homepage
Struffi in 2016: Viele Highlights und die Rückkehr in die Top 70

WARSTEIN/DOHA – Die Weihnachtstage erfolgreich gemeistert, steht der Start der Tennissaison 2017 kurz bevor. Für den Warsteiner Jan-Lennard Struff ging es am Donnerstagnachmittag (29.12) per Flugzeug von Frankfurt aus in Richtung Doha. Hier startet der 26-Jährige zu Beginn der kommenden Woche bei den Qatar ExxonMobil Open (ATP 250) nach sechswöchiger Turnierpause wieder in den Spielbetrieb. Vorab gab die aktuelle Nummer 63 der ATP-Weltrangliste einen Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate und einen Ausblick auf den Start ins neue Spieljahr.

Das Jahresinterview mit Jan-Lennard Struff

Struffi, du  hast ein turbulentes Jahr hinter dir. Das knappe Qualifikations-Aus bei den Australian Open, die erfolgreiche Quali bei den French Open und ein großartiges letztes Saisondrittel. Wie bewertest du dein vergangenes Tennisjahr?

Struffi: Der Start natürlich nicht optimal und so wie ich es mir vorgestellt hatte, aber es wurde zunehmend besser. Vor allem ab Mai ging es bergauf, habe mich für Roland Garros qualifiziert und auch anschließend bessere Matches gespielt.

Die Relegation gemeistert: Mit zwei Siegen rettet Struffi Deutschland im Davis Cup gegen Polen.

Viele Highlights reihten sich in diesem Jahr aneinander: Die Olympia-Teilnahme, die entscheidenden Erfolge bei der Davis-Cup-Relegation, der erste Top-3-Win gegen Stan Wawrinka, Challenger-Erfolge in Alphen und Mons. Kannst du überhaupt dein persönliches Highlight benennen?

Struffi: Das waren alles großartige Momente, aber wenn ich etwas raus picken müsste, wären es die Olympia-Teilnahme und die Davis-Cup-Matches. Davon habe ich als Kind immer geträumt.

Du hast im Sommer von einer Reizüberflutung bei den Olympischen Spielen gesprochen. Steht es da außer Frage, dass du diese auch 2020 gerne noch mal in Tokio erleben möchtest?

Struffi: Es wäre auf jeden Fall cool und ich würde es gerne noch mal mitmachen. Aber es ist noch lange hin bis zu den nächsten Olympischen Spielen.

Ein anderes Highlight war, wie angesprochen, der Sieg über Stan Wawrinka beim ATP Masters in Paris. Bringen dir solche Siege zusätzliche Motivation für deine Trainingseinheiten?

Struffi: Solche Matches und Siege ziehen einen natürlich immer hoch. Ich hatte schon einige Matches wie dieses, aber bei dem Masters in Paris war es wichtig, dass ich endlich gegen einen Top-Ten-Spieler gewinnen konnte.

In der Begegnung hattest du auch einen Matchball gegen dich? Was geht dir in so einem Moment durch den Kopf?

Struffi: Das macht keinen Unterschied. Es ging in dem Match so eng zu, aber ich wollte den Punkt konzentriert spielen wie jeden anderen. Klar denkt man an den Matchball, aber in einem Tie-Break geht es immer so schnell und die Führungen wechseln hin und her.

Gab es einen Moment, den du als Knackpunkt in dieser Saison bezeichnen würdest?

Struffi: Das ist schwierig zu sagen, aber die Olympia-Nominierung im Juli hat mir einen Schub gegeben.

Vorbereitung in Nizza: Mit Novak Djokovic hatte Struffi einen prominenten Trainingspartner. Rechts Fittnestrainer Uwe Liedtke.

Ein Blick auf die kommende Saison: Du bist Ende November in die Vorbereitung gestartet, hast einen Teil davon bei der Mouratoglou Tennis Academy in Nizza verbracht. Wie viele Tage warst du da und wie hilfreich bewertest du den Trip im Gegensatz zu den vergangenen Vorbereitungen?

Struffi: Das war sehr hilfreich mit den Trainingspartnern und den Gegebenheiten, die dort geboten wurden. Auch war es unglaublich gut, dass ich draußen spielen konnte.

Neben Jeremy Chardy und David Goffin war ein anderer Trainingspartner Novak Djokovic…

Struffi: Das war eine sehr coole Erfahrung. Es wurde auf einem hohen Level und mit einer hohen Intensität trainiert. Wir haben jeden Tag gut gearbeitet und wenn man dann am Ende noch so einen Trainingspartner wie Novak bekommt, dann ist das noch mal ein deutlicher Unterschied. Ich habe jetzt das Gefühl, besser drin zu sein, als nach den letzten Wintervorbereitungen. Es ist in Hinsicht auf das Turnier in Doha ein Vorteil, draußen trainiert zu haben. Die letzten Tage habe ich dann noch in Köln und Kamen trainiert.

Jetzt geht es nach Doha, wo du bereits zum vierten Mal in die Saison startest. Magst du das Turnier oder wieso hast du dich dieses Mal nicht wie vor einem Jahr für Chennai entschieden?

Struffi: Doha finde ich angenehmer, weil der Flug nicht so lange dauert und die Akklimatisierung nicht so schwierig ist. Außerdem liegt es auf dem direkten Weg nach Australien und man kann Weihnachten noch voll und ganz zu Hause verbringen.

Anschließend gehst du in Canberra bei einem Challenger an den Start. Hast du dich aufgrund der Nähe zu Melbourne und den darauffolgenden Australian Open für das Turnier entschieden?

Struffi: Da ich beim ATP in Sydney nicht ins Hauptfeld gekommen wäre und die Anreise von Auckland nach Melbourne zu den Australian Open deutlich länger ist, habe ich mich dieses Mal für Canberra entschieden.

Dann viel Erfolg für den Start in die neue Saison und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Struffi: Danke! Ich wünsche auch allen, die mich ständig unterstützen, einen guten Rutsch und alles Gute für 2017.