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3:6, 5:7, 6:4, 5:7 – Erstrunden-Aus bei US Open gegen Donald Young

NEW YORK – Die Losfee und Jan-Lennard Struff – eine Kombination, die in diesem Jahr zumindest bei den großen Turnieren zu Ungunsten des Deutschen ausfiel. Der Warsteiner bekam, nachdem er bei den Australian Open in der Qualifikation ausschied, bei allen drei folgenden Grand-Slams einen Gegner aus dem jeweiligen Land des stattfindenden Turniers zugelost. Tsonga in Paris, Evans in London und jetzt Donald Young bei den US Open in New York.

Unwesentlich ist dieser Fakt nicht, denn wie schon in Frankreich und England peitschten die Fans auf den Rängen ihren Landsmann nach vorn. Und das von Anfang an: Young legte unterstützt von lautstarken Rufen von den Rängen eindrucksvoll los und sicherte sich ein schnelles Break und die 3:0-Führung. Das Re-Break des Deutschen hatte wenig Bedeutung, als der US-Amerikaner wenige Augenblicke später Struffi das für den Satz entscheidende Aufschlagspiel zum 2:4 abnahm und durchbrachte.

Dritte US-Open-Teilnahme, dritter 0:2-Satzrückstand in erster Runde

Der Satzrückstand nach nur 24 Minuten schien den Deutschen zu schocken, kassierte er im zweiten Durchgang erneut zwei Breaks, während er selbst nur eines erzielen konnte und nach weiteren 44 Minuten den 0:2-Satzrückstand in Kauf nehmen musste.

Eigentlich nichts Ungewöhnliches für den Warsteiner, der schon bei seiner ersten Teilnahme an den US Open 2013 und ein Jahr später 2014 in der ersten Runde mit 0:2 in Sätzen zurücklag.

Und wie in den angesprochenen Jahren holte sich der Südwestfale das nötige Selbstbewusstsein durch einen bemerkenswerten dritten Satz zurück. Zwar lag er zuerst mit 2:4 zurück und zerschlug aus Frust einen Schläger. Doch anschließend spielte sich der 26-Jährige in einen Rausch und drehte plötzlich auf. Ihm gelang das Re-Break und nach insgesamt 103 Minuten mit 6:4 der Anschluss.

Zu viele Fehler auf Seiten Struffs

Es folgte der vierte Satz, der haufenweise Breaks parat hielt. Insgesamt fünf Mal sollte der jeweilige Kontrahent dem anderen den Aufschlag abnehmen. Dabei war es für Jan-Lennard, der sich 2015 nicht für das Turnier im Flushing Meadows Corona Park qualifizieren konnte, besonders ärgerlich, dass er beim Stand von 5:4 den Breakball zum Satzausgleich nicht nutzen konnte. Beim folgenden eigenen Service kassierte er aber das entscheidende Break – durch einen Doppelfehler, der der insgesamt 18. auf Seiten des Deutschen war. Definitiv zu viele, ebenso wie die „Unforced Errors“, die ungezwungenen Fehler, wovon Struff mit insgesamt 70 eine hohe Zahl produzierte. Zum Vergleich: Young unterliefen neun Doppelfehler und 42 Unforced Errors.

Somit bedankte sich der 27-jährige US-Amerikaner nach 159 gespielten Minuten am Mikrofon bei seinen Fans und Landsleuten für die Unterstützung.

Eine Szene, die Struff in diesem Jahr nicht zum ersten Mal vor Augen hatte…