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Struffis Rio-Reise: “Eine absolute Reizüberflutung”

RIO DE JANEIRO/WARSTEIN – Acht Tage lang lebte Jan-Lennard Struff als erster Warsteiner den Traum, an olympischen Spielen für sein Land teilnehmen zu dürfen. Acht Tage, in denen der 26-Jährige in Rio de Janeiro zahlreiche Eindrücke eines unvergesslichen Ereignisses sammelte und genoss.

Es war der Abend des 11. Juli als Tennisprofi Jan-Lennard Struff die ersehnte Bestätigung bekam. Klaus Eberhard, Sportdirektor des Deutschen Tennis Bundes, hatte Struff beim ATP-Tunier in Hamburg mitgeteilt, dass er zu den teilnehmenden deutschen Tennisspielern gehört, die bei den diesjährigen olympischen Spielen in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro um Medaillenränge kämpfen dürfen. „Ich wusste, dass es von der Platzierung her klappen könnte, aber es war ein schönes Gefühl, die Bestätigung am Telefon zu bekommen“, meinte der 196 Zentimeter große Rechtshänder.

Genau einen Monat später war das Abendteuer Olympia für den Warsteiner aber wieder vorbei.

Doch trotz des Ausscheidens in der ersten Runde im Einzel hatte der 26-Jährige nur positive Worte in seiner rückblickenden Bilanz übrig. „Es war unglaublich. Allein die Eröffnungsfeier am Freitag war großartig. Die Tage waren eine absolute Reizüberflutung.“ Vor dem viel diskutierten Zika-Virus schützte sich das Team eigenständig mit Mückenspray. Die mediale Präsenz aus den Berichten im Vorfeld, war in Rio laut Struff nicht zu spüren.

“Großartig, als erster Warsteiner dabei zu sein”

Zu spüren war dafür ein großer Zusammenhalt unter allen weiblichen und männlichen deutschen Tennisakteuren, die ihre Appartments in direkter Nähe zueinander hatten und in einem Teamchat im gemeinsamen Austausch waren. Etwas „schade“ empfand es der 26-Jährige dagegen, dass man mit den anderen Sportlern auch aus Zeitgründen nicht so viel Kontakt hatte.

Dass sein Debüt bei Olympia nicht erfolgreich verlief, verhinderte der Russe Evgeny Donskoy, der dem Deutschen im Mai 2013 bereits bei seinem ersten Auftritt bei einem Grand Slam eine Niederlage zufügte. Jeweils ein Break kassierte „Struffi“ in beiden Sätzen, bevor der Russe nach knapp einer Stunde mit 3:6 und 4:6 in die zweite Runde einzog. Donskoy zeigte sich auch hier gut aufgelegt und Schlug den starken Spanier David Ferrer, bevor im Achtelfinale gegen Steve Johnson Schluss war. Der Warsteiner analysierte: „Es war großartig, bei den Olympischen Spielen und als erster Warseiner dabei zu sein.“

Die Hoffnungen Struffs sollten einen Tag nach dem Ausscheiden im Einzel auf dem Doppel mit Philipp Kohlschreiber liegen. Nach den verletzungsbedingten Absagen von Philipp Petzschner und Alexander Zverev war Jan-Lennard aufgerückt. Doch das Verletzungspech blieb dem Deutschen Team treu: Nachdem Struffs Appartment-Partner und guter Freund Dustin Brown sich in seinem Einzel in Führung liegend einen Bänderriss zuzog und ausschied, musste auch „Kohli“ durch eine Fußverletzung seine weiteren Auftritte absagen – und damit auch das Doppel mit Struff. „Ich hätte gerne Doppel und Mixed gespielt, aber leider hat es nicht geklappt“, erklärte er, nachdem der Koeffizient der Weltranglistenplatzierungen von ihm und Einzel-Finalistin Angelique Kerber nicht für die Mixed-Teilnahme gereicht hatte.

Nach Rio folgt die Bundesliga – und dann ging’s in die USA

Die weiteren Tage nutzte er, um an der Copa Cabana Beachvolleyball zu gucken und in der Schwimmhalle, verschiedenen Wettbewerbe zu verfolgen. Am vergangenen Mittwoch reiste „Struffi“ dann bereits ab, um mit dem TC BW Halle das letzte Saisonspiel zu bestreiten und sich auf die bevorstehenden Hartplatzturniere in Winston-Salem und bei den US Open vorzubereiten.

In der Bundesliga gab es gegen Mannheim jedoch mit 1:5 eine Niederlage, bei der der noch nicht ganz regenerierte und akklimatisierte Warsteiner gegen Gerald Melzer sein erstes Einzel-Match in dieser Spielzeit mit 7:6, 6:7, 7:10 verlor.

Am (heutigen) Mittwoch geht es für den Deutschen dann in die USA, wo er ab der kommenden Woche in North Carolina aufschlägt. Bis dahin genießt der Warsteiner vor allem noch die Leichtathletik-Wettbewerae von Rio. Dann allerdings nicht mehr vor Ort, sondern im 7.700 Kilometer entfernten Winston-Salem.

 

Source/Quelle: Hellweg Radio