Official Website of Jan-Lennard Struff

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3:6, 7:6, 6:7, 5:7 – Umkämpfter Wimbledon-Auftakt nach 196 Minuten mit schlechterem Ende für Struff gegen Evans

LONDON – Jedes Jahr im Juni lockt der renommierte Rasenklassiker Wimbledon tausende Besucher auf die Anlage des All England Lawn Tennis and Croquet Clubs im Südwesten der englischen Hauptstadt London. Mitten im Geschehen: Der Warsteiner Jan-Lennard Struff, der mittlerweile das vierte Mal in Folge beim dritten Grand Slam eines jeden Jahres aufschlägt. Dabei profitierte der Westfale im Vorfeld davon, dass die Verantwortlichen des Turniers zwei ihrer acht Wildcards nicht vergaben und Struff ebenso wie der Kolumbianer Santiago Giraldo in das Hauptfeld aufrückten.

Am ersten Tag des Grand Slams ging es für den Deutschen zum Auftakt gegen den ebenfalls 26-jährigen Briten Daniel Evans, der momentan als 91. der Weltrangliste geführt wird und somit nur knapp hinter dem fünf Plätze besser gelegenen Struff rangiert.

Doch Evans, der mit einer Körpergröße von 1,75 Metern 21 Zentimeter kleiner als sein gestriger Kontrahent bemessen ist, spielte im ersten Satz groß auf, sicherte sich drei Breaks, der Deutsche dagegen nur eins, und nach 35 Minuten den ersten Satz mit 6:3.

Struff tat sich schwer, in die Partie zu kommen, hatte keine gute Länge in seinen Schlägen und spielte zu viele ungezwungene Fehler.

Besser lief es allerdings dann im zweiten Durchgang, in dem sich der Warsteiner insgesamt 4:0 Breakchancen erkämpfte, davon allerdings keine nutzen konnte und somit in den Tie-Break gehen musste. Hier hatte der geborene Sauerländer das bessere Ende auf seiner Seite und konnte nach 88 Minuten den Satzausgleich hinlegen.

Es folgte ein hart umkämpfter dritter Satz, in dem es auch Schiedsrichter Pierre Biacchi aus Frankreich mit seinen Linienrichtern vor Ort bei einigen strittigen Entscheidungen schwer hatte. Evans sicherte sich schnell den Aufschlag seines Gegenübers zum 0:1, das Struff jedoch nach vier ausgelassenen Breakchancen mit dem fünften Breakball zum 5:5 nutzen konnte. Anschließend erspielte sich der Deutsche beim Stand von 6:5 drei Satzbälle, die der Brite allerdings allesamt abwehrte. Im dadurch folgenden Tie-Break hatte der Bundesligaspieler des TC BW Halle nach 145 Minuten dann ebenfalls das Nachsehen, sicherte sich Evans den Tie-Break mit 7:9 sowie die 1:2-Satzführung.

Eine langwierige Rasenpartie sollte nach 236 Minuten mit einer Pause unterbrochen werden: Der Brite war abermals auf dem grünen Geläuf ausgerutscht und musste sich medizinisch behandeln lassen. Doch für den Mann aus der mittelenglischen Metropole Birmingham ging es nach wenigen Minuten wieder weiter und die Begegnung nahm fortführend einen engen Verlauf. Nach 196 Minuten hatte Evans dann allerdings beim Stand von 5:6 und Aufschlag für Struff zwei Matchbälle erspielt, von denen er den zweiten nutzen konnte und das Aus des Warsteiners besiegelte.

Somit konnte sich “Struffi” für eine känpferische Leistung gegen den von zahlreichen Lokalpatrioten lautstark unterstützten Kontrahenten nicht belohnen. Für den Auftritt in der ersten Runde kassiert der Deutsche aber immerhin noch knapp 30.000 britische Pfund Preisgeld und kann sich jetzt auf seine Aufgabe im Doppel mit Landsmann Dustin Brown konzentrieren, mit dem er in der ersten Runde auf die Südamerikaner Andres Molteni (Argentinien) und Julio Peralta (Chile) trifft.

Foto: © GERRY WEBER OPEN (HalleWestfalen)