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6:7, 7:6, 6:3 – Matchbälle abgewehrt: Struff übersteht 175-minütigen Halbfinal-Fight in Fürth

FÜRTH – Für all diejenigen, die am Samstagnachmittag in den Genuss gekommen waren, das Halbfinal-Match des Fürther Challenger-Turniers zwischen Maximo Gonzalez und Jan-Lennard Struff live vor Ort, im Stream oder per Ticker zu verfolgen, sollten es insgesamt 175 nervenaufreibende Minuten mit vielen Höhen und Tiefen werden – egal für welchen der beiden Akteure man die Daumen drückte.

So standen sich in der fränkischen Großstadt der Argentinier und der Deutsche erstmals bei einem Turnier gegenüber. Was beide verbindet: Gonzalez spielte einige Jahre vor Struff auch für die Bundesliga-Mannschaft des TC BW Halle.

Vor gut gefüllten Rängen im bayrischen Norden sollte sich ein für ein Halbfinale angemessenes Match entwickeln, in dem beide an ihre Grenzen gehen mussten.

Der Start für den mit dem Aufschlag beginnenden Struff gestaltete sich semi-optimal, hatte der Warsteiner umgehend Breakbälle abzuwehren und musste sich bei der dritten Breakchance des Argenitiniers geschlagen geben. Doch dem 0:2-Rückstand stellte sich Struffi und brachte mit dem Re-Break wieder alles in Reihe. Trotz einer deutlich geringeren Quote von ersten Aufschlägen erreichte Struff den Tie-Break, hatte hier nach 3:1-Führung aber den ein oder anderen Fehler produziert und ging nach dem 3:7 und dem daraus resultierenden 6:7 in Satzrückstand.

Im zweiten Durchgang lief es spiegelverkehrt zum ersten Satz: Struff ging schnell 2:0 in Führung, Gonzalez egalisierte per Re-Break und brachte wieder alles in Reihe. Doch als der Westfale beim Stand von 4:5 servierte, erspielte sich sein 32 Jahre alte Kontrahent nach 110 Minuten Break- und somit Matchbälle. Engagiert abgewehrt ging es nach knapp zwei Stunden Spielzeit erneut in den Tie-Break in dem Struff einen Sahne-Start hinlegte und 5:0 in Führung ging. Gonzalez gab sich aber keineswegs auf und glich nach knapp zehn gespielten Minuten in der “Verlängerung” zum 6:6 aus. Der Deutsche konnte jedoch mit zwei Punkten das 8:6 und folglich den Satzausgleich hinlegen.

Somit musste der dritte Satz für die Entscheidung um den Einzug ins Finale sorgen: JLS startete erneut erfolgreich und nahm seinem Gegenüber den Aufschlag zum 2:0 ab. Diesen Vorsprung hielt der Warsteiner, bis er sich nach 171 Minuten zwei Matchbälle erarbeitete. Gonzalez gab sich allerdings nicht geschlagen und erspielte sich noch die Chance auf ein Break, die Struff allerdings abwehren konnte und schließlich mit seinem dritten Matchball das zweite Challenger-Finale in 2016, nach Heilbronn vor drei Wochen, perfekt machen konnte.

Im Finale trifft Struffi jetzt auf den ebenfalls 26-jährigen Moldawier Radu Albot trifft, der im anderen Halbfinale Struff Landsmann Tobias Kamke 6:1, 6:4 bezwang. Es wird das dritte Aufeinandertreffen der beiden sein, das dritte Mal bei einem Challenger.