Official Website of Jan-Lennard Struff

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2:6, 6:3, 3:6 – Struff bei BMW Open mit umkämpften Duell gegen Ex-US-Open-Sieger del Potro

MÜNCHEN – So frostig die bisherige Turnierwoche bei den BMW Open in München bislang mit einigen Schnee- und Hagelschauern verlief, desto heißer verlief die umkämpfte Achtelfinalpartie zwischen dem Warsteiner Jan-Lennard Struff und dem ehemaligen US Open-Sieger von 2009, Juan Martín del Potro. Struff, der zwei Tage zuvor seinen 26. Jahrestag zelebrierte, traf erstmals auf den ein Jahr älteren Argentinier, der als frühere Nummer Vier der Welt nach zahlreichen Verletzungen und Operationen knapp drei Jahre nicht an einem Sandplatz-Turnier teilgenommen hatte und tags zuvor mit Dustin Brown einem weiteren Deutschen gegenüberstand.

Dass del Potro seine Klasse von einst auch nach drei Jahren immer noch auf der Sandplätze der ATP Tour präsentieren kann, bewies er vor allem im ersten Satz eindrucksvoll. Auch wenn Kontrahent Struff zu Beginn nicht wirklich in die Begegnung fand und vor allem bei den eigenen Services Probleme hatte, war anzuerkennen, dass die Vorhand des Argentiniers auch nach seiner langen Pause nahezu ähnlich explosiv wie zu den besten Zeiten war. Diese nutze der ehemalige US Open-Champion als probates Mittel gegen Struff, der sich nach einer knapp zwanzig minütigen Schneeregenpause beim Stand von 1:5 besser auf seinen Kontrahenten einstellte. Der Warsteiner bearbeitete del Potro, forderte ihn oftmals mit Erfolg auf der Rückhandseite und hatte zu Beginn des zweiten Satzes mit unglaublich zielgenauen Rückhand-Longline-Schlägen mehrfach Erfolg.

Daraus resultierte die völlig gerechtfertigte 3:0-Führung, nachdem auch noch ein weiteres Break für den Deutschen zu Stande kam und eine komfortable 5:1-Führung zur Folge hatte. So konnte Struffi nach 67 Minuten mit seinem zweiten Satzball den völlig verdienten Ausgleich erzielen.

Und eigentlich, so schien es zumindest, war der Warsteiner jetzt völlig im Spiel. Die Länge in den Ballwechseln stimmte und auch die Vorhand wurde zunehmend stärker. So ergab sich umgehend die erste Brakchance für Struff, die leider ungenutzt blieb und im Anschluss mit einem Break des Argentiniers zum 0:2 bestraft wurde. Doch Jan-Lennard blieb am Ball, hatte allerdings bei eigenem Aufschlag unglaubliches Pech durch zwei Bälle dir auf die Linie tickten und dadurch deutlich flacher und unerreichbar absprangen. Das 0:4 schien das vorzeitige Ende zu bedeuten, vor allem, als del Potro nach 102 Spielminuten Matchbälle hatte, Struff aber alle abwehrte und sich noch mal auf 3:5 herankämpfte. Doch am Ende war es  nach 114 Minuten wohl ein kassiertes Break zu viel, das die Niederlage besiegelte und den Einzug ins Viertelfinale nach einer starken Leistung verhinderte.

Anschließend ließ sich Struff, der am Vortag beim 6:7, 6:3, 6:2-Sieg über den an 7 gesetzten Kanadier Vasek Pospisil umgeknickt war und mit einem getapeten Fuß agierte, untersuchen, da er plant, am Samstag bei der Qualifikation zum ATP Masters in Madrid anzutreten.