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6:1, 6:7, 6:7 – Struff verpasst trotz 21 Assen und null Doppelfehlern Finale von Jönköping

JÖNKÖPING – Im schwedischen Jönköping fand nach 20 Jahren wieder ein Challenger statt. Beim Turnier-Comeback in der 90.000 Einwohner Provinz startete auch der Warsteiner Jan-Lennard Struff und erreichte im Einzel das Halbfinale, in dem er auf den 19-jährigen Russen Karen Khachanov traf.

Zuvor hatte der 25-jährige Deutsche einen soliden Start ins Turnier geschafft und bezwang in der ersten Runde den 26-jährigen Wildcard-Spieler Markus Eriksson binnen 47 Minuten mit 6:2, 6:4. In der zweiten Runde ging es dann gegen den Esten Jürgen Zopp, den er ebenfalls in zwei Sätzen und innerhalb von 49 Minuten besiegen konnte, bevor es dann im Viertelfinale gegen den Franzosen Tristan Lamasine ging. Doch mit insgesamt drei erzielten Breaks konnte der Warsteiner weiterhin ohne Satzverlust auch dieses Match überstehen und zog nach 74 Minuten ins Semifinale ein, in dem ihm dann der Russe Khachanov gegenüberstand.

Struff erwischte den deutlich besseren Start in die Partie, sicherte sich die Breaks zum 2:0 und 5:1 und holte nach 22 Minuten die Satzführung. Khachanov, der zuvor keinen Satz abgegeben hatte, kam dann aber bedeutend besser in das Match und schaffte das Break zum 1:3. Unbeeindruckt reagierte der Deutsche aber prompt, legte direkt das Re-Break nach und sorgte damit für ausgeglichene Verhältnisse. Beide Akteure bewiesen bis hier hin und auch in der Folge, dass die Begegnung eine hochklassige war. Struffi präsentierte seine beste Leistung seit langem, musste aber auch anerkennen, dass sein Kontrahent ebenbürtig war. So folgte zum Ende des zweiten Satzes der Tie-Break, den er am Ende mit 4:7 verlor.

Damit musste der dritte Satz die Entscheidung bringen. Und hier zeigten sich beide Spieler aufschlagstark, hatte der Warsteiner am Ende satte 21 Asse bei null Doppelfehlern auf der Habenseite. Doch auch Khachanov ließ bei seinen Services wenig zu, sodass erneut der Tie-Break entscheiden musste. In der “Verlängerung” hatte erneut der Russe den Vorteil, der letztendlich mit 1:7 seinen Einzug ins Finale perfekt machte.

Für Struff bleibt neben 33 Punkten für die Weltrangliste die Erfahrung, wieder ein unglaublich starkes Spiel absolviert zu haben.