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6:7(6), 1:6 – Struff zeigt gegen Weltranglisten-16. Kevin Anderson lange ebenbürtige Leistung

AUCKLAND – Mit dem Konzert der besten Spieler der Welt geriet der Warsteiner Tennis-Profi Jan-Lennard Struff vor allem seit letztem Jahr immer wieder in Kontakt. Mit dem letztwöchigen Sieg über die deutsche Nummer eins, Philipp Kohlschreiber, im ersten Match des Jahres in Doha gelang dem 24-Jährigen ein starker Auftakt, den er auch beim zweiten ATP-Turnier des Jahres im neuseeländischen Auckland mit dem Erfolg gegen Dominic Thiem bestätigen konnte. Doch seine Zweitrunden-Begegnung im Land der Kiwis hatte es in sich. Struff traf auf den drittbesten Spieler des Wettbewerbs in Auckland, den auf Rang 16 der Weltrangliste liegenden Südafrikaner Kevin Anderson. Doch gegen den 2,03 Meter Hünen zeigte sich der Warsteiner lange ebenbürtig und bewies damit ein ums andere Mal, auf der Tour Paroli bieten zu können. Denn auch wenn der Warsteiner in seinem ersten Aufschlagspiel zuerst drei Breakbälle abwehren musste, bevor er sich das erste Spiel sicherte, zeigte er sich unglaublich aufschlagstark und knüpfte damit nahtlos an die Leistung aus dem Thiem-Match an.

Dennoch ließ der Südafrikaner in der Folge mehrfach seine Qualität aufblitzen, als er gute Return-Spiele ablieferte. Dabei konnte Anderson dem Deutschen beim Stand von 2:2 den Service abnehmen und den ersten entscheidenden Vorteil erspielen. Zwar hatte Struffi sich im direkten Gegenzug Chancen zum Re-Break bekommen können, doch diese wies der 28-jährige Routinier vorerst ab, bevor der Deutsche bei 5:4-Führung für den Südafrikaner noch nach 0:30-Rückstand den fast letzten Strohhalm ergreifen und drei Breakbälle erzielen konnte, von denen ihm der verwandelte dritte neue Hoffnung im ersten Durchgang gab. Danach brachten beide Akteure ihre Services solide durch, sodass der Tie-Break entscheiden musste – wieder mal aus Sicht des Warsteiners, der damit in bislang allen vier Matches des Jahres im ersten Satz über den Tie-Break gehen musste.

In diesem passierte lange nichts, erst nachdem der Deutsche sich einen Vorteil durch das „Mini-Break“ zum 4:3 erspielte, keimte Hoffnung auf den Satzgewinn auf, die Anderson aber mit dem „Mini-Break“ zum 5:4 verringerte. Den ersten Satzball konnte der Warsteiner nach 54 Minuten noch abwehren, doch nach einem weiteren abgenommenen Service im Tie-Break sicherte sich der Südafrikaner drei Minuten später den ersten Durchgang zur Satzführung.

Im Anschluss bemühte sich der Deutsche, wie in seinem Erstrunden-Match, unbeirrt von der verlorenen „Verlängerung“ zu zeigen, doch nachdem sein Kontrahent sein erstes Aufschlagspiel gewann, kam eine Menge Pech dazu: Die Schiedsrichterin und ihre Linienrichter gaben beim Stand von 40:30 für den Westfalen einen Ball aus, der in den TV-Bildern kurz danach als sichtbar auf der Linie zu sehen war. Zum Leidwesen Struffs gibt es bei dem ATP-Turnier in Aucklang kein Hawk-Eye, sodass er diesen Punkt verlor, den Einstand und anschließend das Break kassierte, das den sonst so besonnenen Struff dazu brachte, seinen Schläger auf den Hardcourt zu schmettern.

Auch, wenn ihm anschließend bei 1:3-Rückstand im zweiten Satz Breakchancen gelangen, zeigte sich der Deutsche nicht mehr so stark aufspielend wie noch im ersten Durchgang. Anderson  brachte die folgenden Spiele relativ souverän durch und feierte nach exakt 90 Minuten mit seinem verwandelten, vierten Matchball das Erreichen des Viertelfinals.

Trotz des Ärgernisses über die Fehlentscheidung nimmt der Deutsche die Erkenntnis mit, gegen die Großen mithalten zu können und erfreut sich zudem 20 Punkten für die Weltrangliste.

ATP-Turnier Auckland, erste Runde: JL Struff (GER) vs. Kevin Anderson (RSA) 6:7, 1:6.
1. Satz: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 2:3, 2:4, 3:4, 3:5, 4:5, 5:5, 6:5, 6:6,
Tie-Break: 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2, 3:3, 4:3 5:3, 5:4, 5:5, 5:6, 6:6, 6:7, 6:8.
2. Satz: 0:1, 0:2, 0:3, 1:3, 1:4, 1:5, 1:6.
Spieldauer: 90 Minuten.