Official Website of Jan-Lennard Struff

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Starker Struff erreicht in Metz das dritte ATP-Halbfinale 2014 – Knappes Aus gegen Turniersieger Goffin
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Erreichte bei den Moselle Open sein drittes ATP-Halbfinale: der Warsteiner Jan-Lennard Struff.

Metz – Der Warsteiner Tennis-Profi Jan-Lennard Struff befindet sich weiter in der Erfolgsspur. Nach dem erstmaligen Erreichen der zweiten Runde bei den US Open und des Challenger-Finales in Stettin, erspielte sich der 24-jährige Deutsche bei den Moselle Open in Metz nach Marseille und München das dritte ATP-Halbfinale in seiner Karriere und wird am kommenden Montag eine neue Höchstplatzierung erlangen, die ihn erstmals in den Top 60 der Tennis-Weltrangliste aufführt.

Bei dem ATP-250-Turnier in der nordostfranzösischen Großstadt kämpfte sich der Warsteiner in der vergangenen Woche mit Erfolgen über teils deutlich besser platzierte Gegner bis ins Halbfinale des Turniers. Im Erstrunden-Match traf Struffi auf den Serben Dusan Lajovic, der zwei Plätze vor dem auf Rang 61 liegenden Deutschen platziert war. Im ersten Satz gelang beiden Spielern ein Break, sodass der Tie-Break für die Entscheidung sorgen musste, den der ebenfalls 24 Jahre alte Serbe mit 8:6 für sich entscheiden konnte.

Doch der Westfale steigerte sich sichtlich und dominierte seinen Kontrahenten im zweiten Durchgang, den er sich verdient mit 6:3 sicherte. Im entscheidenden dritten Satz blieb der Warsteiner dann seiner hervorragenden Linie treu und konnte, nachdem er zu Beginn noch einen Breakball abwehrte, seinem Gegner den Service zum 2:0 abnehmen und dadurch den entscheidenden Vorteil erspielen, um das Match nach genau zwei Stunden für sich zu entscheiden.

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Die Match-Statistiken.

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Die Match-Statistiken.

In der zweiten Runde wartete dann ein alter Bekannter Struffs: Der Franzose Jeremy Chardy. Der 27-Jährige war Gegner in der Grand Slam-Zweitrunden-Premiere des Warsteiners, die er Ende Juni 2013 in Wimbledon feierte. Damals unterlag der Deutsche dem Franzosen denkbar knapp und nach packenden Tie-Breaks 2:6, 7:5, 6:7, 6:7.

Im zweiten Aufeinandertreffen kam es direkt nach dem ersten Satz zu einem weiteren Tie-Break, den Struffi nach 5:4-Führung mit 5:7 verlor. Doch der Deutsche steckte wie bereits im Erstrunden-Match nicht auf und sicherte sich dank eines abgenommenen Chardy-Services den Satzausgleich. Mit einer kontinuierlich starken konnte Jan-Lennard auch den dritten Satz mit einem Break vor für sich entscheiden und somit den Einzug ins Viertelfinale sichern.

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Die Match-Statistiken.

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Die Match-Statistiken.

Dort wartete mit Landsmann Philipp Kohlschreiber die aktuelle Nummer Eins des deutschen Tennis. Nachdem der Warsteiner dem gebürtigen Augsburger Anfang Juli beim ATP-Turnier in Stuttgart noch mit 4:6, 3:6 unterlegen war, konnte der 24-Jährige gegen den sechs Jahre älteren Routinier direkt das Break zum 0:1 holen und auch den Service zum 0:3 abnehmen. Doch als der Westfale dem Schwaben in Reihe das dritte Aufschlagspiel abtrotzte, ließ sich, abgesehen von der herausragenden Leistung Struffs, erahnen, dass Kohlschreiber Probleme hatte. Und nach einer kurzen Behandlungspause signalisierte der Weltranglisten-24., dass es nicht mehr weiter gehen konnte. Damit stand Struff zum dritten Mal in seiner Karriere und gleichzeitig im Jahr 2014 in einem ATP-Halbfinale.

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Die Match-Statistiken.

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Die Match-Statistiken.

Dort traf er auf den 23-jährigen Belgier David Goffin, der zu dem Zeitpunkt 45. der Weltrangliste war. Bereits im März diesen Jahres waren die beiden zum bislang ersten und einzigen Mal aufeinander getroffen. Damals hatte Goffin bei der Qualifikation zu den ATP World Tour Masters die Oberhand behalten können. Damals unterlag Struff mit 6:2, 4:6, 1:6.

Und auch im Halbfinale am vergangenen Samstag erwischte der Belgier, der Tags zuvor den an Position Eins gesetzten Franzosen Jo-Wilfried Tsonga bezwungen hatte, den besseren Start. Während der Deutsche einige Rückhandfehler produzierte, nutzte sein Kontrahent den Breakball zum 2:3 aus Struffs Sicht. Doch im Laufe des ersten Durchgangs steigerte sich Struff mit einer immer besser werdenden Leistung und egalisierte mit dem Re-Break auf 5:5. Daraufhin gelang ihm bei eigener 6:5-Führung sogar, bei Aufschlag des Belgiers einen Satzball zu erspielen, den der 23-Jährige aber abwehren konnte, was folglich zum Tie-Break führte – wieder mal: Denn Struff hatte bereits in den ersten beiden Runden jeweils im ersten Satz in die Entscheidung über den Tie-Break gehen müssen und unterlag beide Male. Und auch gegen Goffin hatte er das Nachsehen. Nach 4:3-Führung gewann der 45. der Weltrangliste alle Punkte und sicherte sich somit den ersten Satz.

Begleitet von sehenswerten Ballwechseln und einem mitfieberndem Publikum gestaltete sich das Match auch im zweiten Durchgang spannend. Doch nachdem der Belgier Struffi den Service zum 2:4 abnahm, konnte sich der Deutsche nicht mehr zurückkämpfen und verlor den zweiten Durchgang und somit auch das Match nach insgesamt 92 Minuten mit 6:7, 3:6.

Trotzdem freute sich der 24-jährige Warsteiner über die 22060 Euro Preisgeld sowie die 90 Punkte für die Weltrangliste, die ihm, wie bereits erwähnt, zu einer Karriere-Bestleistung verhelfen.

Im Endspiel stand Struffs Halbfinal-Kontrahent dem Portugiesen Joao Sousa aus Portugal gegenüber. Und auch gegen den Weltranglisten-39. gewann Goffin (6:4, 6:3) und feierte damit nach dem Gewinn des Turniers in Kitzbühel seinen zweiten ATP-Titel.

Moselle Open, ATP-Turnier: David Goffin (BEL) – Jan-Lennard Struff (GER) 7:6, 6:3
1. Satz: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2, 4:2, 4:3, 5:3, 5:4, 5:5, 5:6, 6:6,
Tie-Break: 0:1, 1:1, 2:1, 2:2, 2:3, 3:3, 3:4, 4:4, 5:4, 6:4, 7:4.
2. Satz: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 4:2, 5:2, 5:3, 6:3.
Spieldauer: 92 Minuten.

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Die Match-Statistiken.

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Die Match-Statistiken.