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6:7, 4:6, 4:6 – Struff erleidet in Wimbledon nach 148 Minuten knappes Erstrunden-Aus gegen Polen Kubot

Knappes Erstrunden-Aus in Wimbledon: Jan-Lennard Struff unterlag in drei Sätzen.

LONDON – Der Warsteiner Tennis-Profi Jan-Lennard Struff musste am Dienstagmittag (24.06.) das Ausscheiden in der ersten Runde des legendären Rasenturniers Wimbledon hinnehmen. Gegen den acht Jahre älteren Vorjahres-Viertelfinalisten Lukas Kubot lieferte sich der 24-jährige Deutsche über zweieinhalb Stunden ein umkämpftes Duell, das er jedoch nach drei engen Sätzen gegen den Routinier verlor. Damit verliert der heimische Tennisspieler in der Weltrangliste die 70 Punkte aus dem Vorjahr, in dem er durch die erfolgreiche Qualifikation 25 Punkte und durch das Erreichen der zweiten Runde von Wimbledon weitere 45 Punkte bekam.

Dabei gestaltete sich das Spiel von Beginn an ausgeglichen und absolut auf Augenhöhe. Während beide Spieler ihre ersten Aufschlagspiele souverän durchbringen konnten, erspielte sich Struff beim Stand von 3:3 den ersten Breakball, den sein polnischer Kontrahent allerdings abwehren konnte. Mit insgesamt 14:5 Unforced Erros, also ungezwungenen Fehlern, hatte der 1,96 Meter große Rechthänder zwar deutlich mehr zu verzeichnen als sein osteuropäischer Gegner, doch das Match blieb dennoch ausgeglichen, da dem Sauerländer satte 25 Winner im ersten Durchgang gelangen. Kubot bekam seine erste Breakchance beim Stand von 4:5 und hatte damit auch seinen ersten Satzball, den der Warsteiner allerdings abwehren konnte, um kurz darauf nach dem 6:6 in den Tie-Break zu gehen. Dieser verlief genauso eng wie der gesamte erste Satz, wobei der auf Platz 72 der Welt liegende Kubot das entscheidende Mini-Break zum 6:8 und somit zum Satzgewinn erzielen konnte.

Doch der Deutsche schien davon kaum geschockt, hatte bei eigener 1:0-Führung im zweiten Satz sogar vier Breakchancen, die er aber allesamt ungenutzt ließ. Sein Gegenüber zeigte sich beim 3:3 dann kaltschnäuziger und nutzte den zweiten Breakball, um den entscheidenden Vorsprung herauszuspielen. Struff konnte darauf im zweiten Durchgang keine Antwort mehr finden und lag somit, auch wenn ihm mit vier Unforced Errors sechs weniger unterliefen als seinem Gegner, mit 0:2 in Sätzen zurück.

Im dritten Durchgang verlief es dann ähnlich wie im zweiten. Die Spieler agierten auf Augenhöhe, doch Kubot zeigte sich im entscheidenden Moment präsent und erspielte sich mit dem abgenommenen Service zum 3:4 den entscheidenden Vorteil, dem Jan-Lennard Struff nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Nach 148 Minuten nutzte der Pole den ersten seiner drei Matchbälle und zog damit in die zweite Runde ein, in der er voraussichtlich am Donnerstag auf den Serben Dusan Lajovic trifft, der den an 28 gesetzten Guillermo Garcia-Lopez in fünf Sätzen bezwang. Für Struff bleibt jetzt noch das Doppel, in dem er mit dem ebenfalls in der ersten Runde im Einzel ausgeschiedenen Dustin Brown gegen die Briten Ken und Neal Skupski antritt. Die Doppel-Matches sind allerdings noch nicht terminiert.

Wimbledon Championchips, 1. Runde: Lukasz Kubot (POL) – JL Struff (GER) 7:6, 6:4, 6:4

1. Satz: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 3:3, 4:3, 4:4, 5:4, 5:5, 6:5, 6:6
Tie-Break: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 3:3, 4:3, 4:4, 5:4, 5:5, 6:5, 6:6, 7:6, 8:6.
2. Satz: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 2:3, 3:3, 4:3, 5:3, 5:4, 6:4.
3. Satz: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 2:3, 3:3, 4:3, 5:3, 5:4, 6:4.
Dauer: 148 Minuten