Official Website of Jan-Lennard Struff

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6:7, 4:6, 1:6 – Struff scheidet trotz starkem Auftritt gegen Franzosen Monfils bei den French Open aus

 

Auf dem zweitgrößten Court von Roland Garros: Jan-Lennard Struff gegen Gael Monfils in der zweiten Runde.

PARIS – Dass der Warsteiner Tennis-Profi Jan-Lennard Struff in den vergangenen Tagen einen seiner größten Erfolge seiner Karriere feierte, ist unumstritten. Mit dem Erreichen der zweiten Runde bei Roland Garros, besser bekannt als French Open, steigerte sich der 24-jährige Warsteiner bereits zu seinem Debüt im Vorjahr, als er nach dem ersten Match die Heimreise antreten musste. Aber 2014 erzielte der Deutsche, der aktuell 62. der ATP-Weltrangliste ist, in der ersten Runde einen glatten 6:1, 6:4, 6:4-Sieg über den großgewachsenen Franzosen Albano Olivetti, bei dem er nahezu fehlerfrei agierte und mit einer tollen Leistung überzeugen konnte. Und auch in der zweiten Runde wusste der 1,96 Meter bemessene Rechtshänder das Publikum und seine Anhänger zu überzeugen. Vor knapp 10000 Zuschauern auf dem Court Suzanne-Lenglen, dem zweitgrößten Stadion der Roland Garros-Anlage, traf Struff am Donnerstagabend (29.05.) auf den französischen Publikumsliebling Gael Monfils. Der 27-jährige Kontrahent, der über reichlich Erfahrung verfügt und im Juli 2011 bereits siebter der Weltrangliste war, konnte in seiner ersten Runde den Rumänen Victor Hanescu bezwingen und ging nicht nur aufgrund seiner aktuell besseren Position (ATP#28), sondern auch seiner neunjährigen Roland Garros-Routine als Favorit in die Partie.

Doch gleich im ersten Satz zeigte sich, dass Struff und Monfils ein Match auf Augenhöhe gestalteten. Der Warsteiner Tennis-Profi erarbeitete sich schnell zwei Breakchancen, von denen er die zweite zum 2:0 verwandeln konnte. Doch mit direkten dem Re-Break kämpfte sich der Franzose zurück – voerst! Denn Struff schaffte das Re-re-Break zum 3:1, das der Franzose aber mit einem weiteren abgenommenen Service konterte. Beide lieferten sich umkämpfte Rallys und rissen die begeisterten Zuschauer vielfach von ihren Sitzschalen. Nachdem Monfils sein ersten Aufschlagspiel gewinnen konnte, ging er mit seinem dritten Break mit 3:4-in Führung. Struff nahm ihm, dem kuriosen Spielverlauf angepasst, im Gegenzug ebenfalls den Service ab und ging nach seinem gewonnen Aufschlagspiel mit 5:4. Es entwickelte sich eine heiße Phase in der Partie. Struff erarbeitete sich drei Break- und Satzbälle, die der Franzose allerdings ebenso abwehren konnte, wie beim Stande von 6:5 für Struff, als drei weitere Satzbälle nicht genutzt werden konnten und der Tie-Break die Entscheidung bringen musste. Dort ging es ausgeglichen mit 3:3 zum Seitenwechsel, nach dem Monfils sich mit einem Mini-Break zum 4:5 den Vorteil erspielte. Der 27-Jährige brachte seine beiden Aufschläge durch uns sicherte sich somit den Tie-Break mit 4:7.

Trotz des unglücklich nicht gewonnen ersten Satzes bewies Struff im zweiten Durchgang weiter, dass er dem Routinier Paroli bieten konnte und sicherte sich das Break zum 3:2. Doch der gebürtige Pariser fand wie so oft in der Partie die passende Antwort und nahm Struffi den Service zum 4:4-Ausgleich ab. Danach brachte Monfils sein Aufschlagspiel durch und bekam einen Break- und Satzball, den er zur 0:2-Satzführung nutzen konnte. Im dritten Satz unterliefen Jan-Lennard dann zu viele unforced Errors, was der Franzose zu seinen Gunsten ausnutzen konnte. Nach zwei gewonnenen Breaks servierte der französische Publikumsliebling zum Matchgewinn, der er nach 122 Minuten dann perfekt machen konnte.

Trotz der Niederlage blieb für Jan-Lennard Struff die Erkenntnis, mit Spielern der Klasse Monfils mithalten zu können. Dementsprechend lautstark applaudierten die knapp 10000 Zuschauer dem 24-jährigen Deutschen bei seinem Abgang auch zu und honorierten damit seine kämpferische Leistung. Trainerin Ute Strakerjahn bewertete den Auftritt ihres Spielers nach dem Match mit folgenden Worten: “Wenn er einen der ersten beiden Sätze gewinnt, dann geht das Match vielleicht ganz anders aus. Jan-Lennard hat im Grunde genommen leider seine Chancen nicht richtig genutzt. Vielleicht hat er teilweise ein wenig überpowert. In diesem Match hat er sich an einige Treffpunkte nicht anpassen können, was ihm im ersten Spiel so gut gelang, und leider war auch die Aufschlagquote heute gegen einen so guten Spieler nicht ausreichend. Monfils hat geschickt gespielt, taktisch überrascht und Bälle aus der Vorhand-Ecke lang und hoch gespielt, womit Jan-Lennard nicht so viel anfangen konnte.”

Der Deutsche genießt jetzt erstmal zwei, drei Tage Pause, bevor die Vorbereitung auf die Rasensaison beginnt. Für die Gerry Weber Open in Halle wird der 24-Jährige mit einer Wildcard, falls die Position nicht ausreicht, ausgestattet, bevor danach das sagenumwobene Grand Slam-Turnier in Wimbledon auf dem Programm steht. Der Warsteiner Tennis-Profi selbst erklärte gestern: “Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich unterstützt haben. Vor allem bei den Fans vor Ort. Das Spiel am Donnerstag ist ein bisschen unglücklich gelaufen gestern. Ich habe das Spiel nie wirklich komplett in meine Richtung lenken können, obwohl die Chancen da waren. Aber so ist es nunmal im Tennis… Dennoch denke ich, dass ich auf die Leistung für die Zukunft aufbauen kann. Jetzt geht es erstmal nach Hause und die Rasensaison wird vorbereitet.”

 Roland Garros, 2. Runde: Gael Monfils (FRA) – JL Struff (GER)
1.
 Satz: 0:1, 0:2, 1:2, 1:3, 2:3, 3:3, 4:3, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 6:6;
Tie-Break: 0:1, 0:2, 1:2, 2:2, 2:3, 3:3, 3:4, 4:4, 5:4, 6:4, 7:4 (66 Minuten).
2. Satz: 1:0, 1:1, 2:1, 2:2, 2:3, 2:4, 3:4, 4:4, 5:4, 6:4 (35 Minuten).
3. Satz: 1:0, 1:1, 2:1, 3:1, 4:1, 5:1, 6:1 (32 Minuten).
Spieldauer: 123 Minuten.

Und hier noch ein kleiner Videobeitrag zum Einlaufen der beiden Spieler: IMG_9994