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6:2, 7:6 – Finalsieg! Struff nach Erfolg über Marton Fucsovics Gewinner des Heilbronner Neckarcups

In dieser Woche beim Heilbronner Neckarcup: der Warsteiner Tennis-Profi Jan-Lennard Struff.

HEILBRONN – In dieser Woche tritt der Warsteiner Tennisprofi Jan-Lennard Struff beim Heilbronner Neckarcup an. In der baden-württembergischen Großstadt traf der 1,96 Meter bemessene Rechtshänder in der ersten Runde auf den 21-jährigen Weißrussen Egor Gerasimov, der als Lucky-Loser in das Hauptfeld gerückt war. Trotz seiner Platzierung als 268. der Weltrangliste spielte Struffs Gegenüber mutig auf. So sicherte sich Gerasimov mit einem Break Vorsprung den ersten Satz mit 5:7. Jan-Lennards Manko war, dass er nach seiner 5:3-Führung aus dem Tritt kam und von seinen insgesamt 15 Breakchancen lediglich sechs nutzen konnte, während sein Gegenüber von seinen vier Breakmöglichkeiten alle verwandelte. Doch Struff bewies seine Stärke im zweiten Durchgang und glich mit 6:2 in Sätzen aus. Somit musste im dritten Satz die Entscheidung fallen. Und auch da behielt die bei dem Turnier an eins gesetzte Nummer 74 der ATP-Weltrangliste die Oberhand, sodass nach 107 Minuten mit 5:7, 6:2, 6:4 der Einzug in die zweite Runde gefeiert werden konnte. Dort trifft der Deutsche nun auf den Ukrainer Ilya Marchenko, der in seiner ersten Runde Struffs Landsmann Nils Langer 4:6, 6:1, 6:4 bezwang. Marchenko und Struff trafen bereit zweimal aufeinander: Sowohl in diesem Jahr bei der Quali zum ATP World Tour Masters 1000 in Miami (7:6, 6:3), als auch beim letztjährigen Challenger-Turnier in Bratislava (6:3, 7:5) konnte der Deutsche sich über das Weiterkommen freuen.

Aufschlag zum Erfolg: Jan-Lennard Struff gegen den Ukrainer Marchenko seinen ersten Matchball.

Und auch im Zweitrunden-Match in Heilbronn verlief der Start für den Warsteiner positiv. Struff sicherte sich das Break zum 2:0 und im folgenden, eigenen Aufschlagspiel konnte der Deutsche zwei Breakbälle abwehren. Insgesamt boten beide Spieler dem Publikum in der badem-württembergischen Großstadt sehenswerte Ballwechsel, wobei Jan-Lennard in den entscheidenden Phasen zur Stelle war und mit einem weiteren abgenommenen Aufschlagspiel für die Vorentscheidung im ersten Durchgang sorgte, den er mit 6:1 für sich entschied. Mit einem gewonnen Break begann Struff auch den zweiten Satz optimal. Der Warsteiner beherrschte seinen Gegner und sorgte einem zweiten abgenommenen Service zum 4:1 dafür, dass er nach 64 Minuten seinen ersten Matchball verwandeln konnte.  Jetzt trifft Jan-Lennard im Viertelfinale am Freitagnachmitttag (16.05./17.30 Uhr) auf den brasilianischen Qualifikanten Andre Ghem, der in seiner Zweitrunden-Partie den an fünf gesetzten Österreicher Andreas Haider-Maurer 6:1, 6:3. Für den Deutschen ist es das zweite Aufeinandertreffen mit dem mittlerweile 31-Jährigen: Im Oktober 2010 konnte Struff Kontrahent Ghem im Viertelfinale eines Future-Turniers mit 6:2, 6:1 bezwingen.

Und auch das Viertelfinale in Heilbronn lief für den 24-Jährigen nach Maß. Struff startete gegen den Brasilianer umgehend mit dem Break zum 2:0, das er im Satzverlauf eindrucksvoll verteidigte. Beide Spieler lieferten sich dennoch ein enges Match mit beachtlichen Ballwechseln, die das Publikum teils lautstark honorierte. Kribbelig wurde es für den Deutschen noch mal, als sich Andre Ghem beim Stand von 5:3 einen Breakball erspielte. Doch Jan-Lennard wehrte diesen ab und erspielte sich den Satzgewinn. Allerdings steckte der 31-jährige Brasilianer keineswegs auf und erkämpfte sich das Break zum 1:3, das Struff jedoch mit einem Re-Break, das von unglaublich guten Ballwechseln geprägt war, konterte. In der Folge spielten beide auf ähnlichem Level gleichauf. Doch beim Stand von 5:5 setzte Struff die besseren Akzente und nahm seinem Gegenüber das Aufschlagspiel ab. Somit servierte der Deutsche zum Matchgewinn, den er mit dem zweiten Matchball klar machte. Damit zog der Warsteiner in das Halbfinale ein, in dem er auf den australischen Nachwuchsspieler Thanasi Kokkinakis trifft. Der 18-Jährige, der in diesem Jahr mit einer Wildcard an den Australian Open teilnahm und dort als damals 570. der Weltrangliste den Niederländer Igor Sijsling (damals 73.) bezwang, gewann in den letzten beiden Runden gegen gesetzte Turnierteilnehmer. Sowohl in seiner Zweitrundenpartie beim 6:2, 6:1 gegen Michael Russel (USA/an drei gesetzt), als auch bei seinem 4:6, 6:3, 7:5 Viertelfinal-Erfolg über Marsel Ilhan (TUR/an neun gesetzt) behielt die aktuelle Nummer 393 der Welt die Oberhand. Das Halbfinal-Match startet am Samstag (17.05.) nicht vor 16.30 Uhr.

Und auch gegen den Youngster konnte Jan-Lennard Struff seine Formkurve bestätigen. So sicherte sich der Deutsche das Break zum 3:1 und zeigte in der Partie wie schon im bisherigen Turnierverlauf ein sehr ansprechendes Tennis. Er nahm seinem Kontrahenten, nachdem er bei 4:2-Führung einen Breakball abgewehrt hatte, noch ein weiteres Aufschlagspiel zum 6:2-Satzgewinn ab und bewies auch im zweiten Durchgang seine Stärke. Dort zeigten beide Akteure insgesamt mehrere ansehnliche Rallys, die mit Beifall vom Publikum anerkannt wurden. Als Struff mit einem Break vor einen Breakball abwehrte und den folgenden Service des Australier zum 5:1 abnehmen konnte, war die Vorentscheidung gefallen. Der Deutsche servierte zum Matchgewinn, bekam mit seinem elften Ass nach 61 Minuten den ersten Matchball, bevor er nach 65 Minuten seinen vierten Matchball zum Einzug ins Endspiel verwandelte. Dort trifft der 24-jährige jetzt auf den Ungarn Marton Fucsovics, der in seinem Semi-Finale den Russen Andrej Martin 6:3, 4:6, 6:4 bezwang. Struff und Fucsovics stehen sich im Finale erstmals bei einem Turnier gegenüber. Das Spiel beginnt am Sonntag (18.05.) nicht vor 15.30 Uhr.

Und das Match begann so, wie das Halbfinale endete. Mit einer konzentrierten Leistung nahm Struff dem 22-jährigen Ungarn umgehend das Break zum 2:0 ab und erspielte sich damit den ersten Vorteil. Zwar sorgte der Ungar mit einem Re-Break wieder für ausgeglichene Aufschlag-Verhältnisse, doch mit einem Re-Re-Break ging Sruffi mit 3:1 in Front. Wie schon in den vorherigen Matches, gestaltete sich das Spiel enger, als es das Ergebnis vermuten ließ. Sehenswerte Ballwechsel prägten den ersten Durchgang, der von einem begeisterten und neutralen Publikum begleitet wurde. Mit einer 5:2-Führung im Nacken setzte Struff dann in der heißen Heilbronner Mittagssonne einen entscheidenden Punch und sicherte sich mit seinem dritten Break den Satzgewinn. Damit startete der Warsteiner mit einem Aufschlagspiel in den zweiten Durchgang, ließ sich jedoch beim Stand von 1:1 seinen Aufschlag abnehmen und ging erstmals in Rückstand. In der Folge brachten beide ihre Aufschlagspiele sicher und mehrfach zu Null durch, doch mit dem Break vor hatte Fucsovics bei 5:4 den Vorteil, zum Satzgewinn servieren zu können. Es gestaltete sich allerding ein aufregendes Aufschlagspiel, in dem der Unparteiische zweimal aus seinem Schiedsrichter-Stuhl aufstehen musste, und Bälle des Ungarn “aus” gab. Damit führte Jan-Lennard 30:0, wobei sein Gegenüber mit drei gewonnenen Punkten einen Satzball erspielte, den Struff allerdings nach einer bemerkenswerten Rally abwehren und zu dem dann gewonnenen Break erspielen konnte. Und der Deutsche brachte seinen folgenden Service zum 6:5 durch, um dann nach 63 Minuten zu drei Matchbällen, die der Ungar allerdings alle abwehren konnte, zu kommen. Somit musste der Tie-Break die Satzentscheidung bringen und kurioserweise gaben beide Spieler bis zum Seitenwechsel beim 3:3 ihre Aufschläge ab. Doch dann konnte Jan-Lennard bei eigenem Aufschlag das 5:4 erzielen und mit einem Mini-Break zum 6:5 zum Matchgewinn aufschlagen. Und nach 74 Minuten verwandelte Struff mit einem Ass den vierten Matchball, der ihm den ersten Sieg bei einem Challenger-Turnier sowie 80 Punkte für die Weltrangliste und 5035 Euro Preisgeld einbrachte.

Heilbronner Neckarcup, Finale: JL Struff (GER) – Marton Fucsovics (HUN) 6:2, 7:6(5)
1. Satz: 1:0, 2:0, 2:1, 3:1, 4:1, 4:2, 5:2, 6:2.
2. Satz: 1:0, 1:1, 1:2, 1:3, 2:3, 2:4, 3:4, 3:5, 4:5, 5:5, 6:5, 6:6
Tie-Break: 0:1, 1:1, 2:1, 2:2, 2:3, 3:3, 4:3, 4:4, 5:4, 5:5, 6:5, 7:5.
Spieldauer: 74 Minuten