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6:4, 6:3 – Struff bei ATP-Turnier in Marseille nach Erfolg über Llodra im Halbfinale gegen Tsonga!

Nach starkem Auftritt im ATP-Halbfinale von Marseille: Jan-Lennard Struff, der jetzt auf Tsonga trifft.

MARSEILLE – Was für ein großer Erfolg für Jan-Lennard Struff! Der 23-jährige Tennisprofi aus Warstein steht nach einer großartigen Viertelfinal-Leistung gegen Michael Llodra erstmals im Halbfinale eines ATP-Turnieres und trifft dort jetzt auf die Nummer 10 der Weltrangliste, Jo-Wilfried Tsonga. Damit wird Jan-Lennard, der momentan 117. der ATP-Weltrangliste ist, beim Turnier in der südfranzösischen Großstadt auch im vierten Spiel hintereinander auf einen Franzosen treffen. Zuvor hatte er David Guez (3:6, 6:1, 6:1), Julien Benneteau (4:6, 7:6, 6:3) und jüngst Michael Llodra (6:4, 6:3) besiegen können. Für den Deutschen ist die bevorstehende Partie gegen Tsonga das bisherige Highlight seiner Karriere, so ist der 10. der Weltrangliste sein bislang am besten positionierter Gegner, den er, wie er gestern im Interview nach der Partie mit einem Schmunzeln verriet, eigentlich nur aus dem Fernsehen kennt.

Die beiden Viertelfinal-Kontrahenten während der Pause: Der Deutsche Jan-Lennard Struff und Michael Llodra.

Doch Grund zum Lächeln hatte der 23-Jährige  bereits kurz zuvor, als er gegen Michael Llodra eines seiner bislang besten Matches auf der Tour ablieferte und neben den Teilnahmen an allen vier Grand Slams einen seiner größten Highlights feierte. Für Jan-Lennard war es das dritte Match gegen den mittlerweile 33-jährigen Llodra, der im Mai 2011 bereits 21. der Weltrangliste war und gegen den er im vergangenen Jahr zwei Mal unterlag. Zum einen in Bordeaux, zum anderen in Orleans und beide Male bei einem Challenger und ohne selbst ein Break landen zu können. Doch beim dritten Versuch, wieder in einer französischen Stadt, nur dieses Mal bei einem ATP-Turnier, behielt der Warsteiner die Oberhand, konnte dabei erstmals auf der Tour einen Erfolg über einen Linkshänder feiern und sich schon jetzt über bereits sichere, mindestens 90 Punkte für sein Standing in der ATP-Weltrangliste freuen.

Das späte Freitagabend-Match gegen Michael Llodra begann für Jan-Lennard Struff optimal. Mit dem direkt abgenommenen Service zum 1:0 erspielte sich der Warsteiner schnell einen wichtigen Vorteil und knüpfte dabei nahtlos an die hervorragende Leistung aus den letzten beiden Sätzen gegen Benneteau an. Jan-Lennard servierte in der Folge astrein, brachte sich dabei nie wirklich in Bedrängnis und retournierte zudem hervorragend. Struff besaß eine sehr gute Spielkontrolle und schlug starke Winner, die unter anderem verhinderten, dass sein Gegenüber mit einem Break egalisieren konnte.

Und auch im zweiten Durchgang behielt der Deutsche seine Spielstärke bei. Zwar konnte Llodra seine ersten beiden Aufschlagspiele ebenso wie Struff durchbringen, doch mit dem Break zum 3:2 erspielte sich die momentane Nummer 117 der Welt den entscheidenden Vorteil, den er bis zum 5:3 verteidigte. Dann, als sein französischer Gegner servierte, gelang es Jan-Lennard aber eine 40:15-Führung, die somit zwei Matchbälle zur Folge hatten, wovon er den ersten nach genau einer Stunde Spielzeit verwandelte. Insgesamt unterlagen dem 23-Jährigen lediglich zwölf unforced Errors, er schlug 35 Winners und ließ keinen Breakball zu. Nach der Begegnung bilanzierte der Deutsche am Turnier-Mikrofon: “Ich mag es gegen Surf-and-Volley-Spieler anzutreten, weil ich es momentan schaffe, sehr gut zu retourniere. Ich habe zuvor bereits zweimal gegen Michael Llodra gespielt und habe beide Male ohne ein Break zu erzielen gegen einen aufschlagstarken Spieler verloren. Also habe ich mit meinem Trainer eine neue Taktik für dieses Match besprochen, die zum Glück aufgegangen ist. Jetzt treffe ich mit Jo-Wilfried Tsonga erstmals auf einen Top-Ten-Spieler. Ich werde im Halbfinale gegen ihn mein Bestes geben.”

ATP, Marseille, Viertelfinale: JL Struff (GER) – Michael Llodra (FRA) 6:4, 6:3
1. Satz: 1:0, 2:0, 2:1, 3:1, 3:2, 4:2, 4:3, 5:3, 5:4, 6:4 (31 Minuten).
2. Satz: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2, 4:2, 4:3, 5:3, 6:3 (29 Minuten).