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6:7, 4:6 – Struff unterliegt im Bergamo-Finale nach knappen Entscheidungen gegen Italiener Bolelli

Wie im Vorjahr im Finale von Bergamo: Jan-Lennard Struff, der im Endspiel knapp gegen Bolelli unterlag.

BERGAMO – Für Jan-Lennard Struff stand in dieser Woche, wie bereits im Vorjahr, das Challenger-Turnier in Bergamo im Termin-Kalender. Während der 23-jährige Warsteiner 2013 noch das Finale erreichen konnte und dort knapp 6-4, 6-7(5), 6-7(5) in drei Sätzen gegen Michal Przysiezny aus Polen unterlag, startete Struff auch in diesem Jahr erfolgreich in der norditalienischen Stadt am Fuße der Alpen.

Challenger Bergamo, erste Runde: Flavio Cipolla (ITA) – Jan-Lennard Struff (GER) – 3:6, 3:6

In der ersten Runde traf er auf den 30-jährigen Italiener Flavio Cipolla, der aktuell auf Rang 192 der Weltrangliste positioniert ist. Und dem Deutschen gelang ein guter Start in das Turnier, konnte er mit einem Break-Vorsprung den ersten Satz für sich entscheiden. Und auch im zweiten Satz ging es für den konzentriert spielenden Struff erfolgreich weiter, sodass nach 64 Minuten ein glatter 6:3, 6:3-Erfolg zu Buche stand.

Challenger Bergamo, zweite Runde: Miloslav Mecir (SVK) – JL Struff (GER) – 3:6, 7:6, 6:7

In der zweiten Runde traf Jan-Lennard dann auf den Slowaken Miloslav Mecir, der ihm einiges abverlangen sollte. Während Struff dem 26-Jährigen mit einem Break den ersten Satz 6:3 abnehmen konnte, sollte es in der Folge vor knapp 2000 Zuschauern enger zugehen. Ohne Break ging es durch den zweiten Durchgang, in dem der Deutsche sieben Asse landen konnte, und demzufolge der Tie-Break die Entscheidung herbeibringen musste. Da behielt der Slowake mit 9:7 die Oberhand, sodass ein dritter und entscheidender Satz folgen musste. Und auch in diesem zeigten die Akteure ein hochklassiges Tennis. Wieder ging es ohne Break durch den Durchgang und es musste im erneuten Tie-Break der Sieger gefunden werden. Doch dieses Mal bewies Struff Nervenstärke und gewann mit 6:4 den Tie-Break und somit das Match mit 6:3, 6:7, 7:6. Im jetzt bevorstehenden Viertelfinale wird der 23-jährige Warsteiner auf seinen fünf Jahre älteren Landsmann Andreas Beck treffen.

Challenger Bergamo, Viertelfinale: Andreas beck (GER) – JL Struff (GER) – 3:6, 6:7

Und auch nach dem Viertelfinale ist Jan-Lennard Struff weiterhin auf dem besten Weg, seine Vorjahres-Finalteilnahme in Bergamo zu wiederholen. Der 23-Jährige bezwang in der Runde der letzten Acht am Freitagmorgen seinen fünf Jahre älteren Landsmann Andreas Beck in zwei Sätzen 6:3, 7:6(7) und feierte somit den Einzug ins Halbfinale. Für Struff galt es gegen Beck, an seine vorherigen, starken Leistungen gegen Cipolla und Mecir anzuknüfen. Dabei zeigte sich der Warsteiner aufschlagstark und servierte satte sieben Asse im ersten Satz, die unter anderem dazu beitrugen, dass der heimische Tennis-Profi das entscheidende Break erzielen konnte, um den ersten Satz mit 6:3 für sich zu entscheiden. Sein Gegenüber Andreas Beck, der aktuell auf Rang 197 der ATP-Weltrangliste positioniert ist, aber im November 2009 bereits 33. der Welt war, kassierte auch im zweiten Durchgang gegen Struff zu Beginn ein Break, konnte dem Zweiten der Turnier-Setzliste im Laufe des Satzes aber wiederum den Service zum 3:3 abnehmen und somit egalisieren. Da beide ihre weiteren Aufschlagspiele gewinnen konnten, musste letztendlich der Tie-Break für die Entscheidung Sorgen. Und da hatte Jan-Lennard Struff nach 75 Minuten mit 6:4 führend zwei Matchbälle, die er allerdings beide vergab. Doch nur vier Minuten später schaffte der Warsteiner mit dem Punktgewinn zum 9:7 im Tie-Break den Satz- und Matchgewinn. Im Semifinale trifft „Struffi“ am heutigen Samstag auf den italienischen Lokalmatadoren Andrea Arnaboldi, der in seinem Viertelfinale den Ungarn Marton Fucosovics mit 6:3, 6:4 besiegen konnte.

 Challenger Bergamo, Halbfinale: Andrea Arnaboldi (ITA) – JL Struff (GER) – 3:6, 6:7

Und das Match gegen den 26-jährigen Italiener, der im nicht weit von Bergamo entfernten Mailand seinen Wahl-Wohnsitz hat, begann vielversprechend. So konnte Jan-Lennard dem Lokalmatadoren im ersten Satz gleich zwei Aufschlagspiele abnehmen und erfolgreich mit 6:2 für sich entscheiden. Struff konnte den 195. der Weltrangliste im ersten Durchgang, in dem er satte acht Asse servierte, mit einer konzentrierten und kontrollierten Leistung beherrschen und tat dies auch im zweiten. Doch in diesem zweiten Satz gestaltete es sich deutlich enger, doch mit einem abgenommenen Service konnte der Deutsche einen Vorteil erspielen, den er bis zum Ende ins Ziel brachte. So konnte der Warsteiner sein Match mit 6:2, 6:4 gewinnen und steht nun im Finale des Challengers in Bergamo. Dort trifft er am Sonntag um 17.30 Uhr auf den Italiener Simone Bolelli, der in seinem Halbfinale den Deutschen Dustin Brown 6:3, 2:6, 6:4 bezwang.

 Challenger Bergamo, Finale: Simone Bolelli (ITA) – Jan-Lennard Struff (GER) – 7:6, 6:4

Und das Aufeinandertreffen im Endspiel sollte auch ein besonderes sein: So repräsentiert Jan-Lennard zusammen mit Bolelli den Ausrüster Hydrogen, die  beiden spielten erstmals in ihrer Tennis-Karriere gegeneinander und vor atemberaubenden 3000 Zuschauern wurden vor Spielbeginn die Nationalhymnen der beiden Finalteilnehmer getönt. Aufgrund des aktuellen ATP-Rankings galt Bolelli (321) bei vielen sicher nicht als Favorit gegen Struff (130), doch dies stellt sich als Trugschluss heraus. Denn der aus Bologna kommende Italiener war 2009 bereits 36. der Weltrangliste und auch bis vor einem Jahr in den Top-80 platziert, bevor ihn eine Handgelenksverletzung ein halbes Jahr außer Gefecht setzte und er in Bergamo sein erstes Turnier seit dem Ausscheiden spielte.

Der Start in das Spiel war ausgeglichen und dies sollte sich auch durch den ganzen ersten Satz, in dem es kein Break zu verzeichnen gab, so bleiben. Somit musste der Tie-Break entscheiden und auch hier gab es bis zum 6:5 für Struff kein Mini-Break. Doch  beim Satzball für Jan-Lennard, bei Aufschlag Bolelli, landete der Return nur wenige Zentimeter neben dem Spielfeld-Aus und es folgte nach einem Ass des Gegners ein ärgerlicher Doppelfehler, der gleichbedeutend mit dem mit 6:8 verlorenen Tie-Break war.

Struff wusste, dass er jetzt risikoreicher spielen müsste, um den Satzausgleich zu erzielen, doch dies missglückte gleich mit dem abgenommenen Service von Bolelli zum 0:1. Danach kämpfte der Deutsche weiter und erspielte sich Breakbälle, die allerdings durch Asse des Gegners und die Netzkante verhindert wurden. Somit konnte der Italiener seinen Vorsprung ins Ziel retten und für Jan-Lennard blieb nach einer wieder Mal erfolgreichen Turnier-Woche in Bergamo, mit einer konstanten und konzentrierten Leistung, der zweite Platz.

Für alle Interessierten:  Hier kann das Endspiel noch einmal frei zugänglich aufgerufen werden und On-Demand angeschaut werden.