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Interview mit Jan-Lennard Struff: “Wegen Australian Open früher fast zu spät zur Schule gekommen”

Mit einem Klick auf das Bild geht’s zur Homepage der Australian Open 2014 in Melbourne.

MELBOURNE – Der Jahresstart ist für die Fans der Tennis-Szene immer ein ganz besonderer. Denn mit den Australian Open in Melbourne beginnt das Spieljahr ab Mitte Januar mit dem ersten der vier Grand-Slam-Turniere. Und für die Anhänger von Jan-Lennard Struff ist die diesjährige Austragung noch um einiges interessanter als in den Jahren zuvor. Denn nachdem der Warsteiner in der Vorsaison noch in der dritten Runde der Qualifikation ausgeschieden war, ist er ab der kommenden Woche erstmals als Hauptfeld-Teilnehmer dabei. Vor der  Auslosung in der südost-australischen Metropole sprach der 23-jährige Deutsche im Interview über die bevorstehende Aufgabe in „Down Under“.

Jan-Lennard, du bist 2014 zum ersten Mal bei den Australian Open dabei. Wie ist das Gefühl für dich, aktiv teilnehmen zu können?

Jan-Lennard Struff: Ich war ja bereits im letzten Jahr in der Qualifikation dabei und konnte ein wenig Luft schnuppern, aber es ist auf jeden Fall ein sehr schönes und auch beruhigendes Gefühl, wenn man in sicher im Hauptfeld steht. Es ist echt schön hier und es macht riesig Spaß, sich in Melbourne weiter auf das Turnier vorzubereiten.

Die azurblauen Courts in Melbourne: Die Australian Open sind das erste Tennis-Highlight einer jeden Saison.

Wie und wann hast du erfahren, dass du nicht den unangenehmen Weg über die Qualifikation gehen musst? 

Jan-Lennard Struff: Ich muss sagen: Ich hatte mir fast gedacht, dass zwei Spieler womöglich noch absagen werden. Allerdings weiß man nie, ob sie es noch rechtzeitig vor dem Start der Qualifikation tun oder ob sie es überhaupt machen. Dass Jürgen Melzer abgesagt hat und ich dafür ins Turnier gerückt bin, habe ich am vergangenen Sonntag-Morgen erfahren. Mein Vater hatte mir eine Nachricht geschickt, weil es zu dem Zeitpunkt bei mir in der Nacht war. Es hilft natürlich ungemein, dass ich nicht über die Qualifikation gehen muss, denn da sind in diesem Jahr wieder eine Menge guter Spieler am Start.

Welche Wertigkeit hat der Grand Slam auf der Südhalbkugel für dich persönlich? Was begeistert dich am Meisten an dem Hartplatz-Turnier im australischen Sommer?

Jan-Lennard Struff: Ich habe durch die Zeitverschiebung schon früher immer morgens vor der Schule das Turnier verfolgt. Ich bin deswegen manchmal sogar fast zu spät gekommen. Ich finde die Australian Open einfach super und habe sie deswegen immer intensiv verfolgt. Umso schöner ist es, dass ich jetzt selbst dabei sein kann.

In welcher Verfassung befindest du dich aktuell?

Jan-Lennard Struff: Ich fühle mich gut. Ich habe zuletzt viel mit guten Spielern trainieren können, um gut vorbereitet zu sein.

Wie verlief deine Vorbereitung in den letzten Wochen?

Jan-Lennard Struff: Nach dem letzten Turnier der Vorsaison im November habe ich ab Anfang Dezember im Fitness-Bereich gearbeitet. Erst danach ging es dann mit dem Tennis-Spielen wieder los. Bis Weihnachten haben wir dann beides im Mix trainiert, bevor es am ersten Weihnachtsfeiertag zum Saisonauftakt nach Doha ging. Dort bin ich in der zweiten und letzten Quali-Runde gegen Peter Gojowczyk ausgeschieden, der in Quatar ein starkes Turnier gespielt und das Halbfinale erreicht hat. Danach bin ich in Sydney an den Start gegangen und habe in der Quali drei gute Matches absolvieren können. Leider hat es am Montag trotz einer sehr ordentlichen Leistung gegen Marin Cilic in der ersten Runde nicht gereicht. Und jetzt bereite ich mich hier in Melbourne auf die Australian Open vor.

Knappes Aus: Beim ATP-Turnier in Sydney unterlag “Struffi” Marin Cilic (Bild).

Auch wenn du beim ATP in Sydney trotz einer starken Leistung in der ersten Runde gegen den Weltklasse-Spieler Marin Cilic ausgeschieden bist: Konntest du dort noch wertvolle Erfahrung für Melbourne sammeln?

Jan-Lennard Struff: Ja klar, das konnte ich auf jeden Fall. Ich habe dort vier gute Matches gespielt. Das war eine gute Turniervorbereitung.

Am Freitag findet die Auslosung statt: Gibt es ein Wunschlos für dich?

Jan-Lennard Struff: Nein, das gibt es nicht. Ich bin froh, im Hauptfeld starten zu können und freue mich auf jeden Gegner.

Wie sehen deine kommenden Tage vor dem Turnierstart aus?

Jan-Lennard Struff: Freitag und Samstag werde ich normal trainieren und dazu noch etwas an der Fitness arbeiten. Sonntag werde ich dann abschließend nur noch einmal Tennis-Training haben.

Ein kurzer Blick zurück: 2013 war dein bislang erfolgreichstes Jahr. Wie bilanzierst du die letzten Monate und was war dein Highlight?

Jan-Lennard Struff: Das letzte Jahr verlief wirklich gut. Ich habe erstmals an drei von vier Grand-Slam-Turnieren teilnehmen können, erste Matches auf der ATP-Tour gewonnen und war zwischenzeitlich unter den Top 100 der Welt. Vor allem die Teilnahmen an den French Open und Wimbledon, wo ich jeweils über die Quali ins Turnier gekommen war, zähle ich zu den Highlights. Der erste Grand-Slam-Sieg in Wimbledon war natürlich auch ein ganz besonderer.

Was hast du dir für das bevorstehende Jahr 2014 vorgenommen?

Jan-Lennard Struff: Wichtig ist für mich, gesund zu bleiben. Ansonsten möchte ich mich einfach stetig weiter verbessern. Es wäre auf jeden Fall schön, wenn ich an einige Erfolge aus dem vergangenen Jahr anknüpfen könnte. Alles weitere wird sich dann bestimmt ergeben.

Alles klar, danke „Struffi“ und viel Erfolg für die Australian Open!

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mh